Händlerzufriedenheit steigt,
Trendumkehr bleibt aus
IfA MarkenMonitor 2026
Der IfA MarkenMonitor 2026 zeigt eine spürbare Qualitätsverbesserung in den Hersteller-Händler-Beziehungen auf. Die markenübergreifende Gesamtzufriedenheit steigt auf 3,06 nach 3,26 im Vorjahr – ein Schritt nach vorn, zugleich aber keine Entwarnung. Eine Durchschnittsnote oberhalb der Drei ist als Unzufriedenheit zu werten und bleibt ein Warnsignal: Der Handel ist nicht zufrieden, er ist nur weniger unzufrieden. Die 28. Auflage der Händlerzufriedenheitsanalyse basiert auf 1.298 Interviews mit Inhabern, Geschäftsführern und Führungskräften markengebundener Autohausunternehmen. Erstmals wurden vier chinesische Fabrikate mit dem vollständigen Fragenkatalog einbezogen. Insgesamt bildetder IfA MarkenMonitor händlerseitig 99,3 Prozent des deutschen Neuwagenmarktes ab.
- Die Händlerzufriedenheit steigt auf die Gesamtnote 3,06 (2025: 3,26) – ein Fortschritt, aber noch keine belastbare Trendwende. ŠKODA übernimmt Rang eins des Gesamtrankings vor SUBARU und PORSCHE.
- ŠKODA führt zugleich die Gruppe der großen Importeure an und erhält den Nachhaltigkeitspreis 2026 für die über mehrere Jahre stabile Entwicklung der Beziehungsqualität.
- BYD führt die Kategorie „New Brands“ an. MG, XPENG und GWM folgen mit geringen Abständen.
- In allen fünf Beziehungsfeldern steigt die Zufriedenheit. Gebrauchtwagen, Aftersales und Vertriebspolitik bleiben jedoch operative Felder mit strategischem Absicherungsbedarf.
- Die durchschnittliche Umsatzrendite der befragten Betriebe sinkt von 1,2 auf 1,0 Prozent vor Steuern (EBT). Die verhaltene Zufriedenheit verweist auf die unzureichende betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit des Handelsgeschäfts.
- Sonderanalysen zeigen hohen Handlungsdruck im Neuwagenvertrieb, bei Kosten, Digitalisierungund der Restwertstabilisierung von BEV. Die Branche weiß, was auf sie zukommt.



