Kundenzufriedenheit im Autohaus

Was Kunden wirklich wichtig ist

Der Automobilhandel diskutiert intensiv über Elektromobilität, Digitalisierung und Wettbewerbsdruck. Die neue Kooperationsstudie von rpc – The Retail Performance Company, dem Institut für Automobilwirtschaft (IfA) und Die Autohauskenner zeigt jedoch: Für die Zufriedenheit der Kunden mit dem Autohaus sind andere Faktoren entscheidend. Nicht Fahrzeuge, Preise oder Technologien unterscheiden die erfolgreichsten Autohäuser vom Wettbewerb, sondern die Qualität ihrer Kundeninteraktionsprozesse.


Grundlage der Untersuchung sind 19.034 reale Kundenbewertungen aus 474 Autohausgruppen in Deutschland, die mithilfe einer eigens entwickelten KI-Lösung systematisch ausgewertet wurden.


Die Ergebnisse liefern nicht nur Orientierung, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen – für Serviceverantwortliche, Entscheider:innen und alle, die Kundenzentrierung im Autohaus strategisch denken. Nutzen Sie die Erkenntnisse und richten Sie Kundenkontaktpunkte gezielt auf das aus, was Ihre Kund:innen wirklich erwarten.

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Erkenntnisse der Studie im Überblick


  • Kunden sprechen über Menschen und nicht über Fahrzeuge: Die Analyse zeigt eine klare Rangfolge der Themen, die Kunden in ihren Bewertungen tatsächlich beschäftigen. Mit Abstand am häufigsten genannt werden Freundlichkeit, Fachkompetenz und Beratung. Fahrzeugtechnologie, Software, Elektromobilität oder Fahrzeugqualität werden hingegen nur vereinzelt erwähnt. Kunden schauen somit weniger auf das Fahrzeug selbst, sondern vielmehr auf die erlebte Erfahrung rund um Kauf und Service (Abbildung 1).


  • Treiber der Kundenzufriedenheit sind Kommunikation, Erreichbarkeit, Verbindlichkeit und Terminmanagement: Top-Performer – also Autohäuser mit einer überdurchschnittlich hohen Kundenzufriedenheit – erreichen bei Kommunikation und Erreichbarkeit deutlich bessere Bewertungen als Autohäuser mit niedriger Kundenzufriedenheit. Ähnliche Unterschiede zeigen sich bei der Einhaltung von Zusagen und der Termintreue. Die Studie kommt damit zu einem klaren Ergebnis: Die Differenzierung im Automobilhandel erfolgt zunehmend durch eine Kombination aus Kundeninteraktion und operativer Exzellenz (Abbildung 2).


  • Hohe Servicepreise werden zum Risiko: Die positive Marktdynamik der Elektromobilität schlägt sich auch in den Kundenrezensionen nieder: Sie wird im zweiten Halbjahr nicht nur häufiger erwähnt, sondern auch deutlich positiver aufgenommen. Die Skepsis weicht erkennbar einer wachsenden Akzeptanz. Themen wie Kostenniveau & Preisempfinden als auch Abrechnung & Rechnungsstellung entwickeln sich in die entgegengesetzte Richtung. Sie werden im Jahresverlauf zwar ebenfalls häufiger angesprochen, jedoch zunehmend kritischer bewertet  (Abbildung 3).


  • KI-Telefonassistenten werden nur dann geschätzt, wenn sie nicht als KI erkannt werden: Die Ergebnisse belegen, was bislang nur vermutet werden konnte: KI-gestützter Telefonassistenten verbessern die Qualität in der Erreichbarkeit, den Wartezeiten und der Terminvereinbarung. Die Technologie wirkt offenbar also genau dort, wo sie wirken soll: an den operativen Schwachstellen. Entscheidend ist jedoch die Qualität des KI-Assistenten. Sobald der Kunde erkennt, dass er mit einem Bot spricht, kippt das Sentiment (Abbildung 4).



  • Untersuchungsziel

    Die Untersuchungen zur Kundenzufriedenheit in der Branche beziehen sich überwiegend auf die Zufriedenheit der Kunden mit den Herstellermarken. Da ein wesentlicher Teil des Kundenerlebnisses aber im direkten Kontakt mit dem Autohaus stattfindet, nimmt die vorliegende Studie bewusst Abstand von markenbezogenen Betrachtungen und geht ganz gezielt auf die Zufriedenheit der Kunden mit einzelnen Autohäusern ein. Untersucht wird daher die Dienstleistungs- und Betreuungsqualität am Point of Sale oder am Point of Service. Um Kunden zufrieden oder gar zu selbstwerbenden Fans des Unternehmens zu machen, stehen den Autohausunternehmen zahlreiche Stellhebel zur Verfügung. Die Studie benennt einerseits Best-Practices in Form der Unternehmen, die sehr hohe Kundenzufriedenheiten verbuchen können. Anderseits deckt sie auf, worauf es Kunden ankommt und wo Optimierungsbedarfe bestehen – in der Branche allgemein aber auch je Autohaus. Somit liefert die Untersuchung wertvolle Orientierungspunkte, die Kundenkontaktsituationen zielgerichtet auf die Kundenerwartungen auszurichten.

  • Untersuchungsdesign und -methodik

    Um die zentrale Fragestellung der Studie zu beantworten, wurde eine von rpc entwickelte KI-basierte Analyseplattform eingesetzt. Mithilfe moderner Large Language Models wurden 19.034 Kundenbewertungen aus 474

    Autohausgruppen automatisiert ausgewertet und in 28 Themenfelder strukturiert. Dadurch lässt sich erstmals nachvollziehen, welche Faktoren die Customer Experience tatsächlich prägen und wie sich einzelne Händlergruppen objektiv vergleichen lassen.

  • Projektpartner

    Kooperationspartner des Projektes sind die rpc -The Retail Performance Company GmbH sowie Die Autohauskenner GmbH.


    rpc – The Retail Performance Company GmbH ist die führende Unternehmensberatung für kundenzentrierte Performance: von der Strategie, über Customer Experience Design, Data & Technology bis hin zu People Empowerment und Performance Management. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Klienten durch ganzheitliche Lösungen von der Strategie bis zur Implementierung aus einer Hand zu unterstützen. Unser Fokus liegt auf der Schaffung inspirierender Kundenerlebnisse für eine nachhaltige und wertschöpfende Beziehung zwischen Marken und Endkundschaft. rpc wurde 2013 als Joint Venture der BMW Group und der H&Z Unternehmensberatung gegründet und ist mit über 450 Mitarbeitenden in 12 Ländern vertreten.

    Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.rpc-partners.com/germany_de


    Die Autohauskenner GmbH ist der führende Branchenspezialist für das Online Reputation

    Management von Autohäusern in Deutschland und als Plattform sowohl im B2C als auch B2B Umfeld relevant. Wir bieten für Autohaus-Partner das gesamte Spektrum von vollautomatischer Bewertungsgenerierung via DMS-Schnittstellen, die Nutzung zur Außendarstellung und Conversion Steigerung im Tagesgeschäft, sowie integriertes Performance Tracking / Management Reporting über sämtliche Bewertungsquellen im Netz. Unsere Strategie ist dabei die Integration in bestehende Autohausprozesse und Schnittstellen auch mit anderen Technikpartnern (DMS, CRM, Börsen). Wir sind seit über 10 Jahren ausgewiesener Partner des Autohandels und kooperieren eng mit großen Branchenverbänden auf Markenebene als auch markenübergreifend z. B. Techno-Partner bzw. bieten Lösungen für alle Fabrikate und Unternehmensgrößen.

    Weitere Informationen finden Sie unter: https://autohauskenner.de/

  • Handlungsempfehlungen für den Automobilhandel

    Aus den Ergebnissen leiten die Studienautoren drei zentrale Empfehlungen ab:

    1. Verbindlichkeit organisatorisch wie prozessual sucherstellen: Erreichbarkeit, Rückruf- sowie Termintreue verbessern.
    2. Durch transparente Darstellung des Leistungsumfangs die Preisakzeptanz bei Werkstattkunden erhöhen.
    3. Nur hochwertige KI-Assistenten einbinden, ohne die persönliche Kundenbeziehung zu ersetzen.

  • Studien-Download

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