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Fünf Sterne für sichere Firmenwagen

Die Crashtests von Euro NCAP erleichtern es Flottenmanagern, sichere Firmenwagen für die Mitarbeiter zu finden

 

Quelle: Peter Ilg | firmenauto 8/19, S. 63

 

Drei Fragen an Prof. Dr. Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen-Geislingen:

 

Sind die Sterne tatsächlich ein Hinweis auf sichere Autos, also eine Kaufempfehlung?

 

NCAP-Tests werden weltweit durchgeführt, teilweise mit unterschiedlichen Modi, Testanordnungen und -kriterien. Die Tests sind also weltweit nicht harmonisiert. Obwohl sie keine Rolle bei der Fahrzeugzulassung in den einzelnen Ländern spielen, werden die Testergebnisse viel beachtet. Insofern ist ein gutes Abschneiden beim Test sowohl als Auszeichnung für die Entwicklung sicherer Fahrzeuge, aber auch als Marketinginstrument für die Hersteller aufzufassen.

 

Sehen Sie NCAP als eine Art TÜV für die Hersteller, ob die ihre Hausaufgaben gemacht haben?

 

Ja, NCAP wird durch Automobilhersteller tatsächlich ernst genommen. Sie übernehmen Prüfkriterien und Testanordnungen bereits bei der Entwicklung in interne Prüfabläufe und die Qualitätssicherung. Allerdings müssen die Hersteller auch länderspezifische gesetzliche Vorschriften beachten. Die liegen häufig sogar unterhalb der Anforderungen von NCAP, denn die Organisation überarbeitet regelmäßig seine Testkriterien, um neueren Entwicklungen bei der aktiven und passiven Fahrzeugsicherheit gerecht zu werden.

 

Macht NCAP Autos sicherer?

 

Da neuere Technologien regelmäßig in die Testanforderungen einfließen, ist tatsächlich davon auszugehen, dass die ständig angepassten Anforderungen unsere Fahrzeuge sicherer machen. Die NCAP-Organisationen legen ihre Anforderungen offen und sind so recht transparent. Insofern sind die verliehenen Sterne zwar etwas „plakativ“, dennoch auch für Käufer nützlich, die auf einen hohen Sicherheitsstandard achten.

Porträt zu den automobil- und mobilitätswirtschaftlichen Studiengängen

Studierende am Institut für Automobilwirtschaft zur Zukunft der Automobilindustrie

 

Quelle: Thomas Eberding | SWR aktuell | 27. Juli 2019 | 19:30 Uhr

 

Jonas Lahner: „Ich finde schon, dass man den Druck in der Branche spürt, auch bei den Herstellern. Die Diskussionen um die Elektromobilität und andere Themen in der Branche nehmen zu.“

 

Marius Marder: „Man hat ja auch Rückmeldungen aus der Branche direkt – beispielsweise, dass Daimler jetzt einen Einstellungsstopp hat. Dass es bei Porsche darauf ankommt, wie es jetzt mit dem neuen Elektrofahrzeug laufen wird.“

 

Prof. Dr. Stefan Reindl: „Wir wissen noch nicht so genau, wie sich die chinesischen Automobilhersteller entwickeln und positionieren werden – auf den globalen Märkten. Insgesamt sehe ich jetzt nicht, dass die deutsche Automobilindustrie bedroht wäre.“ Stefan Reindl weiter: „Ich denke, dass wir heute nicht mehr davon sprechen können, Automobilität und Mobilität getrennt voneinander zu betrachten. Der Autobaustein wird in künftigen Mobilitätskonzepten oder -systemen eine Rolle spielen. Man muss das intelligent verknüpfen und vernetzen.“

 

https://swrmediathek.de/player.htm?show=0164d580-ae46-11e9-8251-005056a12b4c

ab Minute 3:05 bis 6:20

Daimler-Chef: „Die Weichen richtig stellen“

Keynote im Nürtinger Kongresszentrum

 

Quelle: Nick Luhmann | kfz-betrieb | 26. Juli 2019

 

Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Ola Källenius, wird auf dem diesjährigen Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) erläutern, wie der Stuttgarter Premiumhersteller mit dem auf allen Ebenen der Autobranche eingeläuteten Transformationsprozess umgeht. „Wir müssen schon heute die Weichen richtig stellen – im Sinne unserer Industrie, unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und auch des Klimas“, betonte der Manager im Vorfeld des Kongresses, der am 8. und 9. Oktober wie gewohnt im Nürtinger Kongresszentrum K3N stattfindet.

 

Die Zukunft der Mobilität sei in Teilen bereits heute erfahrbar. „Die vier Technologietrends Connectivity, autonomes Fahren, Shared Mobility und Elektromobilität verändern derzeit die gesamte Autoindustrie grundlegend und werden künftig eine noch sehr viel wichtigere Rolle spielen“, ist sich der Daimler-Chef sicher.

 

Jedoch stellt sich auch die Frage, ob diese viel diskutierten Zukunftsfelder tatsächlich das Potenzial haben, die automobile Zukunft abzusichern. Zudem betreffen nach Ansicht des IFA die bereits deutlich erkennbaren Veränderungen nicht nur die Akteure der Industrie, sondern auch die Kfz-Betriebe. Daher richtet sich der Branchengipfel auch nach wie vor ausdrücklich an Autohändler und Branchendienstleister. Dementsprechend sollen neben ZDK-Präsident Jürgen Karpinski auch Vertreter der Top-Händlergruppen auf der Rednerliste stehen.

 

Weitere Referenten aus dem Herstellerlager werden Opel-Chef Michael Lohscheller und BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer sein. Zudem diskutieren die Vertriebsleiter von Audi und Skoda – Christian Bauer und Stefan Quary – über die aktuellen und künftigen Trends im Pkw-Verkauf.

 

https://www.kfz-betrieb.vogel.de/daimler-chef-die-weichen-richtig-stellen-a-850445/

Themen-Special

Perspektiven der Brennstoffzelle

 

Quelle: Andreas Link | heute journal | 26. Juli 2019

 

Die Ökobilanz der Brennstoffzelle ist bislang bedenklich. Dennoch forschen die Automobilhersteller wieder verstärkt an dieser alternativen Antriebstechnologie. Professor Dr. Stefan Reindl: „Bislang führt die Brennstoffzelle tatsächlich – auch weltweit – eher ein Schattendasein. Wenn man sich in Deutschland wesentlich stärker mit dieser Thematik bei Forschung und Entwicklung beschäftigt, dann kann es tatsächlich gelingen, dass man sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil herausarbeitet, möglicherweise auch einen Teil der Wertschöpfung stärker in Deutschland behält.“

 

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-26-juli-2019-100.html

ab Minute 9:45

Marchionnes Erbe

Ist Fiat Chrysler noch zu retten?

 

Quelle: Alvise Armellini | dpa | Wirtschaftswoche | 25. Juli 2019

 

Vor einem Jahr starb der charismatische Firmenmanager Sergio Marchionne. Jüngst platzte eine Fusion des Autokonzerns mit dem französischen Rivalen Renault. Was wird nun aus Fiat Chrysler?

 

Nach dem plötzlichen Tod von Sergio Marchionne und der geplatzten Fusion mit dem französischen Autobauer Renault hat Fiat Chrysler ein hartes Jahr hinter sich. Doch auch die Zukunft bringt große Herausforderungen für den italienisch-amerikanischen Konzern und siebtgrößten Autobauer weltweit. Die Automobilindustrie ist im Wandel, Verkaufszahlen sinken, und die Modelle von Fiat Chrysler – kurz FCA – sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. FCA baut serienmäßig bisher weder Elektroautos noch Hybrid-Modelle, und dass eines seiner führenden Modelle, der Fiat 500 City Car, das erste Mal vom Band rollte, ist nun auch schon zwölf Jahre her.

 

„Die FCA-Gruppe hat sich finanziell stabilisiert. Trotzdem ist FCA immer noch ein zweitrangiger Autobauer“, sagt der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) im baden-württembergischen Geislingen, Stefan Reindl. Als Hauptprobleme des Autoherstellers sieht er dessen begrenztes Verkaufsvolumen, eine fehlende Globalisierungsstrategie sowie sein Zaudern bei neuen Technologien.

 

Doch Fiat Chrysler bemüht sich, den Rückstand aufzuholen: Vergangene Woche begann die Firma, ihr historisches Mirafiori-Werk in Turin für die Herstellung eines Fiat-500-E-Autos auszurüsten. Bei fahrerlosen Wagen arbeitet FCA mit der Google-Schwesterfirma Waymo zusammen.

 

Weltweit verkauft FCA weniger als 5 Millionen Autos pro Jahr. Dank einer starken Nachfrage nach seinen Jeep-Geländefahrzeugen und Ram-Pick-ups stammen mehr als 90 Prozent seines Gewinns aus dem Nordamerika-Geschäft. In China, dem größten Automarkt weltweit, ist FCA dagegen so gut wie gar nicht präsent. In Europa schwächelt das Geschäft, und seine sagenumwobene Marke Alfa Romeo hat das Unternehmen bisher nicht sichtbar wiederbeleben können.

 

https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/marchionnes-erbe-fiat-chrysler-ist-ein-zweitrangiger-autobauer/24695428.html

 

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ist-Fiat-Chrysler-noch-zu-retten-article21155173.html

Strategiepapier zur Zukunft der Automobilindustrie

„Wende oder Ende? Die Automobilindustrie muss sich neu aufstellen – Trends und Handlungsfelder“

 

Quelle: Markus Mühlenbruch und Dr. Carsten Nagel | Ebner Stolz Management Consultants | 24. Juli 2019

 

Die Ebner Stolz Management Consultants haben gemeinsam mit Prof. Dr. Willi Diez, einem echten Kenner der Automobilindustrie, ein Strategiepapier zur Zukunft der Branche herausgebracht. Darin geht es nicht nur um die Trends und Herausforderungen, sondern vor allem auch um konkrete Handlungsempfehlungen.

 

Der Ver­än­de­rungs­druck auf alle Betei­lig­ten – Her­s­tel­ler, Zulie­fe­rer aller Stu­fen, Händ­ler, Ver­mie­ter und Finan­zie­rer – ist enorm. Und alle, auch die (noch) sehr erfolg­rei­chen Player, müs­sen sich den Her­aus­for­de­run­gen stel­len. Des­halb haben die Ebner Stolz Mana­ge­ment Con­sul­tants es in die­sem Stra­te­gie­pa­pier nicht bei der Ana­lyse der Her­aus­for­de­run­gen belas­sen, son­dern sie sind einen Schritt wei­ter­ge­gan­gen – näm­lich die Hand­lungs­fel­der zu benen­nen und auf­zu­zei­gen, was zum Bei­spiel ein Zulie­fe­rer jetzt ganz kon­k­ret tun sollte. Wie kann er sich in naher Zukunft posi­tio­nie­ren? Und wie könnte er Schritt für Schritt vor­ge­hen?

 

Ant­wor­ten dar­auf fin­den Sie in dem Stra­te­gie­pa­pier „Wende oder Ende? Die Auto­mo­bil­in­du­s­trie muss sich neu auf­s­tel­len – Trends und Hand­lungs­fel­der“. Diese Pub­li­ka­tion ist in Koope­ra­tion mit Prof. Dr. Willi Diez ent­stan­den, einem renom­mier­ten Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler und Exper­ten der Auto­mo­bil­in­du­s­trie. Von 1991 bis 2018 war er Pro­fes­sor im Stu­di­en­schwer­punkt „Auto­mo­bil­wirt­schaft“ an der Hoch­schule für Wirt­schaft und Umwelt (HfWU) Nür­tin­gen-Geis­lin­gen und von 1995 bis 2018 Direk­tor des von ihm gegrün­de­ten Insti­tuts für Auto­mo­bil­wirt­schaft (IfA). Er ist Mit­g­lied in zahl­rei­chen Fach­bei­rä­ten über­wie­gend mit­tel­stän­di­scher Unter­neh­men.

 

https://www.ebnerstolz.de/de/ebner-stolz-strategiepapier-automobilindustrie-294981.html

Tesla

Ein Alleingang zu viel?

 

Quelle: Dirk Kunde | Zeit online | 24. Juli 2019

 

Autokonzerne wie BMW und Daimler verbünden sich mit Softwarefirmen, um das E-Auto der Zukunft zu entwickeln. Elon Musk will es allein schaffen. Das könnte sich rächen.

 

Um sich für diese Herausforderungen zu wappnen, ist Volkswagen etwa eine Kooperation mit Ford eingegangen. BMW und Daimler bündeln ihre Mobilitätsdienstleister, um gemeinsam die Technik für autonomes Fahren zu entwickeln. Mit Toyota kooperiert BMW bei der Brennstoffzelle und mit Jaguar Land Rover beim Elektroantrieb. Nissan und Renault lassen sich von der Google-Tochter Waymo in Sachen Autonomie helfen. Und Volkswagen und BMW arbeiten mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt an einer neuen Batterie. Das Kalkül dahinter liegt auf der Hand: Technologische und zudem kostenintensive Herausforderungen meistert man am besten zu mehreren, nicht allein.

 

Tesla hingegen geht seinen eigenen Weg – natürlich. Während die etablierten Hersteller beim autonomen Fahren auf eine Kombination aus Kameras, Radar- und Laserlichtsensoren (Lidar) zur Erkennung der Umwelt setzen, will Elon Musk auf die teure Lichttechnik verzichten. "Jeder, der auf Lidar setzt, wird scheitern", sagte er großspurig bei der Vorstellung des im eigenen Hause entwickelten Computers für selbstfahrende Autos. Der setzt vor allem auf Kamerabilder, um die Umwelt digital abzubilden.

 

Nur beim Thema Batterie macht der US-Autohersteller eine Ausnahme und arbeitet mit einem Partner: Panasonic. Doch CNBC berichtete jüngst über ein Geheimlabor unweit der Autofabrik im kalifornischen Fremont, wo Tesla eine eigene Zelltechnik entwickele – ohne strategischen Partner. Experten werten das als Anzeichen dafür, dass sich Tesla vielleicht doch irgendwann vom langjährigen Entwicklungspartner Panasonic trennen möchte. Aus Sicht von Experten wäre das ein gewagter Schritt. "Einen Alleingang von Tesla halte ich aus betriebswirtschaftlicher Perspektive für wenig tragfähig", sagt Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen/Steige. Aus der Kostenperspektive wäre es aus seiner Sicht sinnvoller, auf leistungsfähige Zulieferer zu vertrauen. Nur so könnten die relevanten Skaleneffekte erreicht werden, um die Kosten für die Fahrzeugbatterien – und damit die Fahrzeugpreise – nachhaltig auf ein akzeptables Niveau zu senken, so der Experte.

 

https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2019-07/tesla-elektroauto-autohersteller-software-zusammenarbeit-elektomobilitaet

Interview mit Dr. Benedikt Maier

"Kein Untergang der Handelsstufe"

 

Quelle: Hannes Brachat | AUTOHAUS next | 22. Juli 2019

 

Benedikt Maier hat sich in seiner Doktorarbeit detailliert mit Akteuren und Faktoren beschäftigt, die den Automobilvertrieb 2030 beeinflussen werden. Ein Interview.

 

Mitte Juli ist die Dissertation von Dr. Benedikt Maier bei AUTOHAUS Buch erschienen, und zwar zum Thema: "Akteurskonstellation und Funktionsverteilung im Automobilvertrieb 2030". AUTOHAUS- Herausgeber Prof. Hannes Brachat sprach mit dem Verfasser über sein prämiertes "Giganten-Opus".

 

AH: Welche Rolle wird der digitale Auto-Vertrieb der Zukunft spielen?

B. Maier: Ein Multikanalsystem wird kommen. Meine Erhebungen zeigen, dass alle drei berücksichtigten Befragungsgruppen - Automobilhändler, -hersteller und Vertriebsspezialisten - einem Online-Vertriebsanteil von 10,1 bis 30 Prozent im Jahr 2030 die größte Eintrittswahrscheinlichkeit zuschreiben. In den aktuell geführten Diskussionen um den Online-Vertrieb vermisse ich jedoch einen Vorstoß des Kfz-Gewerbes. Weshalb werden Online-Vertriebsmodelle momentan vorrangig nur als Direktvertriebskonzepte diskutiert? Auch Händler sind berechtigt, Neuwagen online zu vermarkten, und sollten den bezifferten Anteil von 10 bis 30 Prozent nicht tatenlos an den Hersteller abgeben.

 

AH: Wenn Sie Aussagen bis 2030 treffen, also gut zehn Jahre im Voraus, mit welcher Eintrittswahrscheinlichkeit kann man da überhaupt auftreten? Es kann ja nicht einmal einer verbindlich voraussagen, wie der Vertrieb 2025 aussehen wird. Revolutionäre oder evolutionäre Entwicklung? Wie sehen also tragfähige Zukunftsszenarien aus?

B. Maier: Hier möchte ich auf meine zuvor geäußerte Position gegenüber den Vertretern disruptiver Zukunftsbilder verweisen: Prognosen mit derartigen Zeithorizonten sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Dessen sollten sich Forscher und Branchenpraktiker gleichermaßen bewusst sein. Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in den Ergebnissen meiner Arbeit wider, dennoch ist es kein Blick in die Glaskugel. So liefern auch die zahlreich geführten Interviews und die umfangreiche quantitative Erhebung kein eindeutiges Zukunftsbild, wie die Automobilvertriebswelt im Jahr 2030 aussehen wird. Es lassen sich jedoch Bandbreiten ableiten, die als Orientierungspunkte dienen sollten. Der Anspruch, in die Zukunft blicken zu können, liegt mir fern und würde auch keiner wissenschaftlich sauberen Arbeitsweise entsprechen.

 

Kurzfassung

Benedikt Maier setzt den oft schrill formulierten Zukunftsszenarien - disruptive Veränderungen, Handel wird nur noch Logistikfunktion haben, neue Player kommen - eine wissenschaftlich fundierte Untersuchung entgegen. Wichtigste Erkenntnis: Der Handel soll nicht abwarten, sondern machen.

 

Bestellinfo. Akteurskonstellation und Funktionsverteilung im Automobilvertrieb 2030Softcover, 286 Seiten, Bestell-Nr.: 207 Preis: 89,00 EUR (95,23 EUR inkl. MwSt.) www.springer-automotive-shop.de oder unter Tel. 089/203043-1900

 

https://next.autohaus.de/view/76286?utm_source=autohaus-referrer&utm_medium=website&utm_campaign=next_AH-Website-Newsartikel&_ga=2.93518617.587745251.1564135593-1720053274.1446230123

Industry News

Fiat Chrysler still searching for a future after turbulent year

 

Quelle: Alvise Armellini | IOL | 19. Juli 2019

 

With the shock death of its dominant chief executive Sergio Marchionne and a failed attempt to merge with Renault, the past 12 months have been tough for Fiat Chrysler Automobiles (FCA). And the road ahead won't be easier for the Italo-American carmaker, the world's seventh-largest, as it faces rapid industry changes with slumping sales and an outdated model line-up.

 

FCA has no electric or hybrid models in its regular line-up, and one of its flagship models, the Fiat 500 city car, was first launched 12 years ago. "The FCA group has stabilised financially. Nevertheless, FCA is still a 'second-tier' automaker," says Professor Stefan Reindl, director of the IfA car industry research institute in Germany. He identifies FCA's main weaknesses as having a "limited sales volume," a "lack of a globalisation strategy" and being a laggard on new technologies.

 

The company is trying to catch up: last week it started tooling its historic Mirafiori plant in Turin to produce an electric 500, and on autonomous driving it is cooperating with Google spinoff Waymo. Globally, FCA sells less than 5 million cars a year and makes more than 90 percent of its profits in North America, thanks to strong demand for its Jeep SUVs and RAM pick-ups. But it is nearly absent from China, the world's biggest car market, it is losing ground in Europe, and seems to have yet again failed to revive its storied Alfa Romeo brand.

 

https://www.iol.co.za/motoring/industry-news/fiat-chrysler-still-searching-for-a-future-after-turbulent-year-29496127

Führungswechsel bei BMW

Tempo und Teamplay

 

Quelle: Henrik Mortsiefer | Tagesspiegel | 18. Juli 2019

 

BMW steht vor einem Führungswechsel, heute soll der Aufsichtsrat über einen Nachfolger für Vorstandschef Harald Krüger entscheiden, der 2020 aufhören will. Zwei Favoriten gibt es – und viel Arbeit im Dax-Konzern. Ins Rennen um den Chefsessel gehen Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich (59) und Produktionsvorstand Oliver Zipse (55). Doch sind auch Überraschungen bei der Wahl für einen so einflussreichen Job nicht ausgeschlossen – das zeigt sich gerade in der Politik. So wurde zeitweise auch Finanzchef Nicolas Peter (57) als möglicher Nachrücker genannt. Die Stelle ist mit rund fünf Millionen Euro im Jahr gut dotiert.

 

Wie alle Autobauer steht BMW vor großen Umwälzungen, die gesamte Branche kämpft mit schwachen Märkten und hohen Investitionen in Zukunftstechnologien, Elektromobilität, Automatisierung, Vernetzung. „BMW muss schneller werden“, sagt Stefan Reindl, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen. Krüger habe den Konzern mit den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce mit „ruhiger Hand“ geführt. Nun allerdings müsse BMW wieder dynamischer werden.  „Daimler wirkt entscheidungsfreudiger und moderner“, vergleicht Reindl BMW mit seinem wichtigsten Wettbewerber, der beim Carsharing und autonomen Fahren zugleich wichtiger Kooperationspartner ist. Während die Volkswagen-Tochter Audi mit sich und dem Diesel-Skandal beschäftigt sei, gehe Daimler offensiv mit neuen Geschäftsmodellen um und habe eine „Start-up-Mentalität“ im Konzern verankert. Auch Daimler machen allerdings die Transformation der Industrie und die Altlasten der Diesel-Krise schwer zu schaffen. Vor wenigen Tagen hat der Autokonzern die dritte Gewinnwarnung innerhalb eines Jahres bekannt gegeben.

 

http://background.tagesspiegel.de/tempo-und-teamplay

28. AUTOHAUS SommerAkademie:

Goldschätze im Autohaus

 

Quelle: Hannes Brachat | AUTOHAUS online | 18. Juli 2019

 

Die Schwaben sagen: Optimismus ist angeboren, Pessimismus ist angelernt. Oder: "s'Gläsle ist halbvoll, net halbleer." Wir stehen auf der zuversichtlichen Seite der Betrachtung. Ein gewichtiges Thema der Veranstaltung wird der "Automobilvertrieb 2030" sein. Wie das, wenn doch keiner sagen kann, wie der Automobilvertrieb 2025 konkret aussehen wird? Da gibt es einen jungen Forscher, Benedikt Maier heißt er. Er ist Absolvent der Hochschule Geislingen, Schüler und Assistent der Professoren Diez und Reindl am IfA. Er hat seine Doktorarbeit dem Thema "Akteurskonstellation und Funktionsverteilung im Automobilvertrieb 2030" gewidmet. Die Arbeit erscheint ab Mitte Juli bei AUTOHAUS. Es ist mir eine unbeschreibliche Freude, dass sich ein junger Wissenschaftler dem zentralen Zukunftsthema in der Automobilwirtschaft gewidmet hat. Dahinter stehen über zwei Jahre tiefste Kärrnerarbeit. Dank und Gratulation!

 

Schreibt einer eine Dissertation, sprich Doktorarbeit, so soll diese die Wissenschaft bereichern. Sie schafft neues Wissen! Wenn einer, wie Benedikt Maier, dann sein Opus mit "summa cum laude", dem besten Prädikat einer Doktorprüfung, abschließt, dann liegen da neue Erfindungen bzw. ganz neue Erkenntnisse vor. Als Kollege an der Hochschule Geislingen werde ich ihn auf Sylt mit besonderen Ehren empfangen. Dr. Benedikt Maier setzt in seinen Vorträgen auf der Sommerakademie inhaltlich zwei markante Schwerpunkte: Szenarien für den Neuwagenvertrieb 2030 und Funktionsverteilung und Akteurskonstellation im Neuwagenvertrieb. Im Klartext: Welche Rolle spielt der klassische Automobilhandel in zehn Jahren? Und wie muss man sich dort die Hersteller-Händler-Konstellation vorstellen? Dazu bedarf es williger Optimisten!

 

https://www.autohaus.de/nachrichten/28-autohaus-sommerakademie-goldschaetze-im-autohaus-2427176.html

ZDF heute:

Deutsche Autokonzerne unter Druck

 

Quelle: ZDF | heute | 12. Juli 2019

 

Ganz maßgeblich ist nach wie vor die Dieselthematik. Dieses Thema muss man relativ rasch in den Griff bekommen ... also ich sehe jetzt keine bedrohliche Situation für Daimler, allerdings müssen die richtigen Maßnahmen relativ schnell folgen.

 

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-19-uhr/190712-heute-sendung-19-uhr-100.html

Treffpunkt Foyer zur Formel E

Der Motorsport-Spagat

 

Quelle: Jürgen Kemmner | Stuttgarter Nachrichten | 8. Juli 2019

 

Automobil-Experte Willi Diez aus Geislingen ist überzeugt, dass eine Investition für ein Engagement in der Formel E sinnvoll und gewinnbringend ist. Doch auch die Formel 1 und andere konventionelle Serien sieht er noch nicht vom Aussterben bedroht. „Erst wenn kein Verbrennungsmotor mehr auf Straßen fährt, wird es keine solchen Rennen mehr geben“, sagt Professor Diez. „Global betrachtet, wird das wohl erst 2050 eintreten. Es wird eine sehr lange Übergangszeit geben, denn auch die Formel 1 entwickelt sich. Es wird eine Koexistenz über Jahrzehnte geben.“ Damit stellt sich die Frage: Auf welche Rennserien konzentrieren wir uns?

 

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.treffpunkt-foyer-zur-formel-e-der-motorsport-spagat.b5e83474-18cc-4a94-b9d6-e0501ade8c88.html

Editorial

Morgenluft für Gasantrieb

 

Quelle: Ralph Meunzel | Autohaus Nr. 13 | 8. Juli 2019

 

Ab dem kommenden Jahr werden die Hersteller und Importeure deutlich auf die Tube drücken, um möglichst viele E-Mobile auf die Straße zu bringen. Die Strafzahlungen der EU-Kommission sind einfach zu hoch und es kann sich deshalb kein Autobauer leisten, die vorgeschriebenen Werte für den CO2-Austoß zu überschreiten. Es braucht also über die Sinnhaftigkeit von Batteriefahrzeugen nicht mehr diskutiert zu werden. Auch wenn sicher viele in der Branche von den angebotenen Konzepten (noch) nicht überzeugt sind. Spätestens ab 2020 werden die Fahrzeuge in höheren Stückzahlen vom Band rollen und zum Handel mit entsprechenden Abnahmeverpflichtungen geschoben. Es ist auch klar, dass die Elektromobilität sicher kein Allheilmittel ist. Andere Antriebe sind derzeit allerdings noch nicht in Sicht. Die Brennstoffzelle ist aktuell jedenfalls noch keine Alternative. Daneben muss und wird es weiterhin Benzin- und Dieselautos geben.

Die Elektrifizierung könnte allerdings auch für einen Aufschwung des Gasantriebs sorgen. Auf der Suche nach Ersatzantrieben wird sich mancher Kunde auch mit dieser Thematik beschäftigen. Der VW-Konzern hat trotz Vollgas bei der Elektrifizierung gleichzeitig eine Initiative gestartet, die auf den CNG-Antrieb setzt. Bis zum Jahr 2025 hat man es sich zum Ziel gesetzt, eine Million Fahrzeuge mit Erdgasantrieb auf die Straße zu bringen.

 

Der Konzern hat jetzt schon 17 Modelle – vom Pkw bis zum Lkw – im Programm. Das ist mit Abstand die größte Flotte, die angeboten wird. Opel etwa hat nur den Astra mit Erdgasmotorisierung. Von Seiten der Mitbewerber scheint man also weniger überzeugt vom Gasantrieb zu sein. So sieht das auch Prof. Stefan Reindl vom IfA: „Vor dem Hintergrund der großangelegten Offensiven von Politik und Automobilindustrie bezüglich des Elektroantriebs ist nicht davon auszugehen, dass sich der CNG-Antrieb – trotz unbestreitbarer Vorteile – mit großen Stückzahlen durchsetzen wird.“ Dennoch sind viele Autofahrer aufgrund der Dieseldiskussion einerseits deutlich verunsichert, andererseits sind nicht alle vom E-Mobil überzeugt und werden auch von den Kosten abgeschreckt. Damit könnten die Marktchancen für den CNG-Antrieb steigen.

 

www.autohaus.de

HfWU:

Neue Studienprogramme zur Automobil- und Mobilitätswirtschaft

 

Quelle: Autohaus | AH | 5. Juli 2019

 

Die HfWU reagiert auf den rasanten Wandel in der Autobranche und integriert ab dem Wintersemester 2019 New Mobility-Themen in den Lehrpaln. Neu sind auch die Abschlüsse zum Bachelor und Master of Science.

 

Es ist wohl der umfangreichste Um- und Ausbau des automobilwirtschaftlichen Studiums an der Hochschule für Wirtschaf und Umwelt (HfWU) in Geislingen. Zum Wintersemester 2019 bietet der Fachbereich von Prof. Stefan Reindl nicht nur die Abschlüsse zum "Bachelor of Science" und "Master of Science" an. Inhaltlich wird das Studiumdarüber hinaus um aktuelle und künftige Herausforderungen der Automobil- und Mobilitätsbranche erweitert.

 

Bereits in der neuen Bezeichnung "Automobil- und Mobilitätswirtschaft" wird deutlich, dass die HfWU-Verantwortlichen den Lehrplan auf die neuen Entwicklungen der Branche ausrichten. "Es zeichnet sich mehr und mehr ab, dass wir die Automobilität nicht mehr losgelöst von einem ganzheitlichen Mobilitätssystem betrachten dürfen. Individuelle Mobilität kann nur dann abgesichert werden, wenn der Auto-Baustein einen fest definierten Platz in integrierten Mobilitätssystemen einnimmt", sagte Prof. Reindl am Freitag.

 

Zwar soll das Studium den wesentlichen Fokus auf die traditionellen Strukturen mit der Zulieferer-, Hersteller- und Handelsebene sowie auf den Dienstleistungsbereich der Automobilwirtschaft beibehalten. Allerdings will die Hochschule verstärkt die ökonomischen bzw. betriebswirtschaftlichen Herausforderungen für künftige Wertschöpfungsstrukturen in die Forschung und Lehre einfließen lassen.

 

"Insofern ist die Neuauflage der Bachelor- und Masterprogramme weit mehr als ein Facelift – wir haben alle Inhalte auf den Prüfstand gestellt und sie konsequent auf die Herausforderungen der Branche in einem dynamischen Marktumfeld ausgerichtet", erklärte der zuständige COO der ifa business school, Dr. Benedikt Maier. Insbesondere die Vertiefungsmodule würden sicherstellen, dass sowohl die Anforderungen von Herstellern, Zulieferern und Händlern einerseits, aber auch die der neuen Anbieter auf dem Mobilitätsmarkt erfüllt werden.

Neue Geschäftsmodelle, die verstärkt auf Online-Medien basieren, sowie Produkt- und Dienstleistungsinnovationen will die HfWU in neu geschaffenen Modulen abdecken. Hinzu komme ein personeller Ausbau im Studiengang. So seien bereits neue Professoren sowie Lehrbeauftragte aus der Branchenpraxis verpflichtet worden, um die neuen Kompetenzfelder gezielt abzudecken.

 

Auch die Umwidmung der ursprünglichen Bachelor- und Master-of-Arts-Abschlüsse in den "Bachelor of Science" bzw. "Master of Science" ist für sich genommen eine weitere große Aufgabe. Prof. Reindl: "Wir möchten den Spagat wagen, die Praxisnähe einerseits zu wahren, andererseits wollen wir aber auch verstärkt dem analytischen Anspruch gerecht werden. Die Unternehmen haben uns in der Vergangenheit immer wieder bestätigt, dass unsere Absolventen insbesondere dieser Praxisbezug auszeichnet, wodurch sie in der Lage sind, relativ schnell Verantwortung bezüglich verschiedener Funktionen und Aufgaben zu übernehmen." Diese Kompetenzen werde man beispielsweise durch Veranstaltungen mit Experten sowie Kooperationen und Projekten mit Firmen weiter stärken, so der Studiendekan.

Bewerbungen für das Vollzeitstudium sind noch bis zum 15. Juli 2019möglich. Die Frist für das berufsbegleitende Externenstudium endet am 31. August. Interessenten, die sich bereits auf das Studium nach dem Vorläufermodus beworben haben, werden über die Veränderungen informiert. Zusätzlich bietet das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) kurzfristig noch

 

Informationsveranstaltungen an: am 12. Juli 2019 um 17:00 Uhr, am 2. August 2019 um 17:00 Uhr, sowie am 22. August 2019 um 18:00 Uhr am HfWU-Campus in Geislingen an. Anmeldung unter anita.albrecht@ifa-info.de. Weitere Informationen gibt es auch unter www.ifa-info.de oder www.hfwu.de (AH)

 

https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/ZF-wird-immer-groesser-Warum-Experten-den-Wabco-Kauf-begruessen;art416,10098337

Wie fahren wir in Zukunft – ausschließlich elektrisch?

 

Quelle: Wirtschaftsrat BaWü | 27. Juni 2019

 

Der Wirtschaftsrat diskutierte dazu gestern in Göppingen mit Nicole Razavi, IfA-Direktor Prof. Stefan Reindl, Peter Siegert von EnBW und Dr. Eberhard Veit.

 

https://twitter.com/wratbw

Autogipfel im Kanzleramt

Treffen von Branchenvertretern und Politik

 

Quelle: Tagesschau.de | 26. Juni 2019

 

Masterplan zum Ausbau von Ladestellen für Elektrofahrzeuge. IfA Direktor Stefan Reindl: "Die Ergebnisse sind überschaubar. [...] Es wird zu wenig systemisch gedacht."

 

https://www.facebook.com/354893967921043/videos/631460273997766/

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-558239.html

Autogipfel

Kritik von Grünen-Politikern, Umweltschützern und Experten

 

Quelle: dpa | Thomas Veitinger | 25. Juni 2019

 

Nicht weniger als die Zukunft der Auto-Branche stand auf dem Programm – wieder einmal. Heraus kam beim Autogipfel im Berliner Kanzleramt mit Vertretern aus Politik und Autoindustrie aber nur ein Plan für Ladestationen. Grünen-Politiker, Umweltschützer und Experten kritisieren das Treffen im Kanzleramt. Es fehle der umfassende Ansatz. Alles gehe zu langsam. Ähnlich sieht es Autoexperte Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen: „Die Ergebnisse sind überschaubar. Es wird wenig systemisch gedacht.“ Nötig sei es, Klimaziele und verkehrspolitische Ziele im Blick zu haben und nicht nur einen einzelnen Baustein.

 

https://www.swp.de/politik/inland/autogipfel-kritik-von-gruenen-politikern_-umweltschuetzern-und-experten-31537096.html

Saar-Autohandel unter Druck

Verunsicherung im Saar-Autohandel

 

Quelle: Volker Meyer zu Tittingdorf | Saarbrücker Zeitung | 25. Juni 2019

 

Dem Autohandel ergeht es nicht anders als der Auto- und Zulieferindustrie. Verunsicherung prägt die Stimmung. „Angespannte Erwartungshaltung“ nennt dies Niklas Burmester am Rande des Automobilhandelstags am Dienstag in Saarbrücken.

Mit dem Wandel bei den Antrieben kann nach Ansicht des Verbandsgeschäftsführers der Handel umgehen. Er komme ja auch heute schon mit einer großen Vielfalt der Modelle zurecht. Schwieriger werde es mit den Auswirkungen der Digitalisierung: wenn beispielsweise die Kunden zunehmend bereit sein sollten, Autos auch online zu kaufen. Ein Trend, den Professor Stefan Reindl bereits festgestellt hat. 53 Prozent der Kunden seien inzwischen bereit, online einen Neuwagen zu kaufen. 2015 seien es erst 25 Prozent gewesen, sagt der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft auf dem Automobilhandelstag.

 

Der Autoverkauf droht demnach also zunehmend am klassischen Handel vorbei zu gehen. Dieser Trend äußert sich laut Reindl darin, dass sich verschiedene Unternehmen in die Beziehung zum Kunden hineinschieben: zum einen der Autohersteller direkt, daneben aber diverse, teils branchenfremde Online-Plattformen. Nicht zuletzt deshalb rechnet der Wissenschaftler der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen (Baden-Württemberg) damit, dass die Zahl der selbstständigen Autohändler weiter abnimmt. Reindl plädiert wegen zunehmender Online-Verkäufe für ein neues Vergütungssystem durch die Autobauer. Eine Vergütung solle es nicht nur für den Abschluss eines Kaufvertrags geben, sondern auch für Informationsgespräche mit Kunden, für Probefahrten, für die Übergabe des Neuwagens und für die Präsentation von Autos überhaupt. Manches Mal werde es künftig auch gar nicht mehr um den Kauf von Autos gehen, sondern nur noch von Mobilitätsdienstleistungen. Auch diese Entwicklung werde eine große Herausforderung für die Autohäuser.

 

https://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/saar-automobilhandelstag-sucht-nach-neuen-absatzwegen-fuer-die-zukunft_aid-39673173

Automobilindustrie

Mit Allianzen auf die ,,Schatzinsel“

 

Quelle: Rainer Strang | ampnet | Autopresse | 14. Juni 2019

 

Klappt das nun oder klappt das nicht? Angeblich verhandeln Renault und Fiat Chrysler doch wieder über einen Zusammenschluss ihrer Unternehmen zum drittgrößten Automobilanbieter weltweit - nach Volkswagen und Toyota. Das ist deshalb überraschend, weil beide Konzerne vor wenigen Tagen offiziell hatten verlauten lassen, dass aus der Fusion nichts werde. Ungeachtet dessen ist Prof. Dr. Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, davon überzeugt, dass die Automobilhersteller ihre Kooperationstätigkeiten in Zukunft intensivieren werden.

 

Neben den Investitionen sieht IfA-Chef Reindl in einzelnen Entwicklungsfeldern hohe Investitionsrisiken. So seien beim autonomen Fahren noch technische, rechtliche und ethische Hürden zu nehmen. Handlungsbedarf sieht der Wissenschaftler auch bei vielen neuen Mobilitätskonzepten. Vielfach stünde die Klärung unternehmerischer Ökosysteme, deren Steuerung sowie die Kundenschnittstellen noch aus. Die Digitalisierung von Produkt- und Dienstleistungen sei ein stetiger Prozess, der laufend hohe Zukunftsinvestitionen erfordere. ,,Bei alternativen Antrieben ist zwar die schwerpunktmäßige Ausrichtung auf den Elektroantrieb weit vorangeschritten", stellt Reindl fest. ,,Allerdings sind auch die Brennstoffzelle und der Antrieb mit synthetischen Kraftstoffen weiter im Gespräch." Das alles kostet viel Geld.

 

Zusätzlich herausfordernd wird die Situation für die Unternehmen dadurch, dass in den eigenen Reihen oft die Kompetenzen fehlen, um die Entwicklung und Umsetzung der Megatrends schnell und effektiv voranzutreiben. Deshalb suchen sie ihr Heil nicht nur in Kooperationen mit unmittelbaren Wettbewerbern, sondern auch in zeitlich begrenzten Allianzen mit ausgesuchten Spezialisten. Dies gilt besonders für den Software-Bereich. Die Notwendigkeit zur gemeinsamen Finanzierung zukunftsgerichteter Vorhaben, die Senkung und Verteilung von Risiken sowie der Aufbau und die Bündelung von spezifischem Know-how sind nach Überzeugung Reindls die Treiber künftiger Kooperationen und Fusionen.

 

Und so finden plötzlich Marken zusammen, die eigentlich im harten Wettbewerb gegen einander stehen: VW und Ford zum Beispiel, BMW und Daimler, Renault und Nissan, General Motors und Honda oder Fiat Chrysler und Jaguar Land Rover.

 

Nach Einschätzung von Prof. Reindl machen die Allianzen sowohl mit Wettbewerbern als auch mit Branchenfremden durchaus Sinn: ,,Geht es vorwiegend um den Aufbau von spezifischem Know-how, sind sicherlich verstärkt Kooperationen mit branchenfremden Unternehmen oder deren Übernahme anzustreben. Stehen hingegen die Bündelung von Ressourcen, Finanzmitteln und die Risikostreuung im Mittelpunkt, sind Kooperationen mit Branchenunternehmen von Bedeutung."

 

Die Gefahr von Debakeln wie bei den Fusionen Daimler/Chrysler oder BMW/Rover sieht Reindl bei den aktuellen Allianzen eher nicht. Im Gegensatz zu früher gehe es heute nicht ausschließlich um die Unternehmensgröße, sondern vielmehr um den Aufbau von Kompetenzen. Grundsätzlich benötigen Automobilhersteller laut Reindl aber auch eine neue Dienstleistungskultur, schlagkräftige und flexible Unternehmenseinheiten sowie einen langen Atem, um ihre Zukunft erfolgreich zu gestalten. ,,Die Umorientierung im Leistungsportfolio kann meines Erachtens nur gelingen, wenn so genannte Start-up-Kulturen Einzug in die Unternehmensorganisation halten", betont der Hochschulprofessor gegenüber unserer Redaktion.

 

Wie viel Zeit bleibt den Unternehmen für die Transformation? ,,Wenig", antwortet Reindl. Auch wenn viele Unternehmen bereits in der Lage seien, vollständige Leistungsportfolios am Markt anzubieten, seien sie damit betriebswirtschaftlich nicht immer erfolgreich. Siehe Uber. Insofern könne es sich möglicherweise sogar als richtig erweisen, in einzelnen Leistungsbereichen die Strategie des Followers zu verfolgen. Damit könne man Fehler vermeiden, die andere bereits gemacht und teuer bezahlt haben.

 

http://auto-presse.de/autonews.php?newsid=577310

Prof. Willi Diez über Dieter Zetsche:

Macher statt Visionär

 

Quelle: Willi Diez | AUTOHAUS 11/2019 | 3. Juni 2019

 

Seine Vorgänger bei Daimler waren mit ihren großen Plänen noch gescheitert. Dieter Zetsche machte es besser und brachte den Konzern wieder auf Kurs. In AUTOHAUS würdigt Prof. Will Diez das Schaffen von "Dr. Z". Ein Auszug.

 

Als bekannt wurde, dass der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung im Juli 2005 Dieter Zetsche zum neuen Vorstandsvorsitzenden von DaimlerChrysler gewählt hat, rief mich ein Journalist an und bat um eine Einschätzung zu dieser Personalie. Nach einem längeren Gespräch fragte er mich plötzlich: "Aber hat denn Zetsche überhaupt eine Vision?" und ebenso spontan und ehrlich antwortete ich: "Ich hoffe sehr, dass er keine Vision hat, denn immer, wenn ein Vorstandsvorsitzender bei Daimler eine Vision hat, wird es für den Konzern teuer." Dabei dachte ich natürlich an seine beiden Vorgänger: Edzard Reuter, der mit seiner Vision vom "integrierten Technologiekonzern" ebenso krachend gescheitert war wie Jürgen E. Schrempp mit seiner Vision von der "Welt AG".

 

Nein, Daimler brauchte im Jahr 2005 keine Vision und keinen Visionär, sondern einen Macher. Der einst als "Hochzeit im Himmel" titulierte Zusammenschluss mit Chrysler erwies sich schon bald als Hölle, Mercedes war dabei seine Marktführerschaft im Premiumsegment an BMW zu verlieren und Führungskräfte und Mitarbeiter waren zunehmend verunsichert über den Kurs des Unternehmens. Dazu kamen ganz handfeste Probleme: die Modellpalette von Mercedes war wenig attraktiv, in der Motorentechnik hinkte die Marke mit dem Stern den Wettbewerbern aus München und Ingolstadt bedenklich hinter her und permanente Qualitätsprobleme drückten nicht nur auf das Image, sondern kosteten auch viel Geld. Was das Unternehmen im Jahr 2005 brauchte, war ein Manager, der wusste, wo er anpacken musste und der sich nicht zu schade war, auch in die Niederungen des Alltagsgeschäfts hinabzusteigen. Für neue, hochfliegende Pläne war da kein Platz.

 

Dieter Zetsche war der Richtige. Er kannte nicht nur das Geschäft, sondern auch das Unternehmen. 1976 war er als Hochschulabsolvent in die Forschungsgruppe bei Daimler eingestiegen, avancierte schnell zum Assistenten des technischen Leiters der Nutzfahrzeugentwicklung und übernahm schon bald eigene Entwicklungsverantwortung. 1987 startete seine internationale Karriere, die ihn über Brasilien und Argentinien schließlich in die USA zur amerikanischen LKW-Tochter Freightliner führte, deren Präsident er bis 1991 war. Zurück in Deutschland wurde er 1992 Entwicklungschef für die Mercedes-Pkw.

 

Helmut Werner, der damalige Chef der Mercedes-Benz AG, erkannte, dass der Ingenieur Zetsche mehr Talente hatte als nur die Technik. Im Jahr 1995 übernahm Zetsche den Vorstandsbereich Vertrieb, was damals im Unternehmen als kleine Sensation empfunden wurde: Ein Ingenieur als Vertriebschef, wann hatte es das schon mal gegeben? Werner schätzte nicht nur die kommunikativen Talente von Dieter Zetsche, sondern auch die Tatsache, dass er einer der wenigen auf der Führungsetage war, der exponiert seine eigene Meinung vertrat und nicht immer abnickte, was der Vorstandsvorsitzende für richtig hielt. Die Zusammenarbeit mit Zetsche war für Werner jene Form des "konstruktiven Konflikts", die er sich wünschte und die er einmal als die "Mutter des Erfolgs" bezeichnete. (…)

 

https://www.autohaus.de/nachrichten/prof-willi-diez-ueber-dieter-zetsche-macher-statt-visionaer-2294206.html

GESPRÄCH ZUR ZUKUNFT DER AUTOBAUER IM LAND

"Die Elektromobilität wird Arbeitsplätze kosten"

 

Quelle: swr | swr aktuell | 7. Juni 2019

 

Brauchen die baden-württembergischen Autobauer Hilfe von der Politik? Ein Gespräch mit Stefan Reindl, Experte für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen.

 

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Gespraech-Stefan-Reindl,av-o1126512-100.html

Verkehr

Fiat Chrysler will mit Renault weltweiten Autoriesen bilden

 

Quelle: dpa | Süddeutsche Zeitung | 27. Mai 2019

 

Fiat Chrysler will mit Renault fusionieren und zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufsteigen. Die neue Gigant würde die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern. Der französische Staat, der 15 Prozent an Renault hält, signalisierte am Montag sein Wohlwollen für den Milliardendeal. Auch Renault reagierte mit Interesse auf die Offerte des italienisch-amerikanischen Konzerns.

 

Branchenkenner warnen bei der geplanten Auto-Hochzeit vor Problemen. Bis es wirklich Synergien zu heben gebe, müsse man wohl einige Jahre durchhalten. Für Stefan Reindl, den Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen, stellt sich die Frage: Wer wolle so ein riesiges Gebilde überhaupt steuern? Darin stecke ein großes Risiko.

 

https://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/verkehr-fiat-chrysler-will-mit-renault-weltweiten-autoriesen-bilden-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190527-99-393615

Fiat Chrysler schlägt Fusion mit Renault vor

Angriff auf VW – Aktien schießen hoch

 

Quelle: reu | sl | eni | cb| DP | stw | finanzen.net | 27. Mai 2019

 

Die neue Gigant würde die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern. Der französische Staat, der 15 Prozent an Renault hält, signalisierte am Montag sein Wohlwollen für den Milliardendeal. Auch Renault reagierte mit Interesse auf die Offerte des italienisch-amerikanischen Konzerns.

 

Branchenkenner warnen bei der geplanten Auto-Hochzeit vor Problemen. Für Stefan Reindl, den Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen, stellt sich die Frage: Wer wolle so ein riesiges Gebilde überhaupt steuern? Darin stecke ein großes Risiko.

 

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/fusion-von-geschaeftsteilen-fiat-chrysler-schlaegt-fusion-mit-renault-vor-angriff-auf-vw-aktien-schiessen-hoch-7536806

Autos werden in Zukunft elektrisch angetrieben

„Wir können uns nicht dagegen wehren“

 

Quelle: Jörg Buteweg | Badische Zeitung | 13. April 2019

 

Der Schwerpunkt der Autoindustrie wird sich vom Westen nach Asien verlagern. Längst hat China mit 23 Millionen Autozulassungen im Jahr die USA als größten Markt abgelöst. In China entwickelt sich eine Autoindustrie, die noch in erster Linie den heimischen Markt bedient, aber auch zu exportieren beginnt. Der zweite, noch einschneidendere Punkt: Der elektrische Antrieb wird kommen. Reindl rechnet damit, das 2030 knapp die Hälfte der neu in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge elektrisch angetrieben wird. Hinzu kommt der Druck aus China, wo es mittlerweile Quoten für E-Autos gibt. Ein wachsender Anteil der neu zugelassenen Autos muss einen Elektromotor haben. Reindl fasst es so zusammen: „Wir können uns letztlich nicht dagegen wehren.

 

Die Abkehr vom Verbrennungsmotor lässt auch die vielen Zulieferer der Autoindustrie nicht unberührt. Betroffen sind vor allem die Firmen, die Teile für Getriebe und Verbrennungsmotoren sowie deren Abgasreinigung liefern. So gut gerüstet wie PWO sind nach Einschätzung von Branchenkenner Reindl längst nicht alle deutschen Zulieferfirmen: „Die aktuell noch gute Lage überdeckt möglicherweise Defizite“, sagte er. Viele Firmen setzten zu sehr auf gut eingeführte Produkte und sähen nicht, wie wichtig inzwischen Computer und Smartphone seien. Sensoren oder Kameratechnik und die dafür nötige Software spielten mittlerweile eine immense Rolle im Auto. Damit träten zum einen neue Wettbewerber auf den Plan, zum anderen müsse Know-how in diesen neuen Feldern aufgebaut werden.

 

Reindl stellt fest: Inzwischen wachsen Lieferanten außerhalb Deutschland schneller und machen höhere Gewinne. Die seien aber nötig, um die Aufwendungen für den Umbau zu bewältigen. „Deutsche Zulieferer lassen Zweifel an der nötigen Dynamik aufkommen“, so Reindls skeptisches Fazit.

Abgas Skandal

Warum der Diesel ein Comeback feiert

 

Quelle: swr | swr aktuell | 4. April 2019

 

In den ersten Städten gibt es Dieselfahrverbote. Trotzdem erlebt der Diesel ein Comeback. Es werden wieder mehr Modelle zugelassen - und die sind teils sauberer als Benziner.

 

Giftige Stickoxide und luftbelastender Feinstaub. Der Diesel hat seit dem Dieselskandal kein gutes Image. Doch anscheinend haben die Hersteller das Problem behoben. In den ersten drei Monaten des Jahres 2019 wurden wieder etwas mehr Dieselfahrzeuge zugelassen als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Doch warum entscheiden sich Käufer für einen Diesel?

 

Stefan Reindl ist Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen. Er sagt: "Bei Fuhrparks und Flotten, bei Vielfahrern gibt es derzeit keine Alternative und auch der Hybrid ist in solchen Situationen nicht brauchbar." Es spricht aber mehr als die pure Not für einen Diesel. Im ADAC-Straßentest schneiden die neusten Dieselmodelle gut ab.

 

"Teilweise liegen die Abgaswerte unter denen von modernen Benzinern," sagt Reindl über die neuen Dieselautos. Sie erfüllen damit nicht nur die aktuelle Abgasnorm 6d-Temp, sondern auch die Norm 6d, die ab 2021 gilt. Reindl geht davon aus, dass uns der Diesel also noch einige Zeit erhalten bleibt. Deutschland steht mit diesem Trend allerdings bisher alleine da. Die Zulassungsquote liegt aktuell bei etwas über 33 Prozent - im Jahr davor lag sie bei nur rund 32 Prozent. In Gesamteuropa sieht das anders aus. Hier ist der Diesel eher auf dem Rückmarsch.

 

https://www.swr.de/swraktuell/Abgas-Skandal-Warum-trotzdem-wieder-mehr-Diesel-verkauft-werden,mehr-diesel-verkauft-100.html

ZF wird immer größer:

Warum Experten den Wabco-Kauf begrüßen

 

Quelle: Thomas Domjahn | Südkurier | 28. März 2019

 

ZF will den belgisch-amerikanischen Bremsenhersteller Wabco übernehmen und stößt damit in neue wirtschaftliche Dimensionen vor. Der Friedrichshafener Autozuliefer ZF will den Bremsenhersteller Wabco für 7 Milliarden Dollar kaufen. ZF würde dadurch in der Branche weiter aufsteigen. Experten halten den Wabco-Kauf für einen klugen Schritt. Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen, zur Übernahme. "Durch den Wabco-Kauf wird ZF seine Position als global agierender Systemlieferant für die Automobilwirtschaft stärken". Wabco gilt im LKW-Bremsen-Bereich als technologisch führend. Bremsen sind dabei für ZF ein zentraler Baustein, weil sie mit ihrer Sensorik ein wichtiger Informationsgeber für das autonome Fahren sind. Und gerade im Nutzfahrzeugbereich, der Spezialität von Wabco, könnte sich das führerlose Fahren laut Experten schneller durchsetzen als beim Auto. Den Kaufpreis schätzen Experten als vertretbar ein. Stefan Reindl: "Der Aufbau eines eigenen Bereichs für die Bremsentechnik wäre ebenfalls mit hohen Investitionen und unternehmerischen Risiken verbunden."

 

https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/ZF-wird-immer-groesser-Warum-Experten-den-Wabco-Kauf-begruessen;art416,10098337

Daimler

Smart wird künftig in China produziert

 

Quelle: Thomas Veitinger | SWP | 28. März 2019

 

Der Smart wurde nur ein Revolutiönchen – und bis heute kein wirtschaftlicher Erfolg. Jetzt hat Daimler die Hälfte an seiner Tochter dem chinesischen Großaktionär Geely verkauft und verlagert die Produktion des Kleinstwagen nach China. „Eine kluge Idee“, findet Autoexperte Stefan Reindl, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule Geislingen-Nürtingen. „Hier bei uns einen Elektrokleinwagen zu bauen ist teuer, die Margen sind klein, die Kosten können nicht an Kunden weiter gegeben werden.“

 

Daimler überlegte sich vieles mit dem Smart: Cabrio-Version, Diesel-Motor, fehlende Türen, Dach und Windschutzscheibe, limitierte, Gelände- und Sportversion. Doch der Erfolg blieb aus. 200.000 Stück sollten pro Jahr verkauft werden – dies gelang bis heute kein einziges Mal, 2018 waren es 130.000 Wägelchen. „Es fehlte ein Mobilitätskonzept“, weiß Reindl. „Der Smart war immer verhältnismäßig teuer, andere Autos etwa von VW sind vielseitiger und ein Zweisitzer hat für viele Autobesitzer zwei Sitze zu wenig.“ Dazu kommen noch Meldungen wie die von der Deutschen Umwelthilfe, wonach der Diesel-Smart fast vier Mal höhere Stickoxidwerte produzierte als ein 28-Tonnen-Lkw. Von dem Jahr 2020 an soll es nun in Europa nur noch E-Smarts geben – die aber derzeit auf viele Monate ausverkauft sind. Die Stuttgarter blicken sicher neidisch nach München, wo BMW im vergangenen Jahr 360.000 Minis verkauft hat. Reindl: „BMW gelang eine emotionale Aufladung der traditionellen Wagen, Daimler nicht.“

 

https://www.swp.de/wirtschaft/bonsai-benz-wird-verpflanzt-30584749.html

Brummender Diesel lässt Schwaben hoffen

Versammlung der Kfz-Innung Region Stuttgart

 

Quelle: Holger Zietz | kfz-betrieb | 28. März 2019

 

Verband und Kfz-Innung fordern bereits seit Jahren die Umrüstung älterer Diesel. „Als Kfz-Betriebe würden wir lieber heute als morgen mit der Umrüstung beginnen“, so Treiber. Aber Einbausätze stehen noch immer nicht zur Verfügung. Bei Testfahrten haben umgebaute Fahrzeuge mehr Kraftstoff verbraucht als die vom Gesetzgeber erlaubten zusätzlichen sechs Prozent. Die Rolle des Diesels kann das Elektroauto in nächster Zeit nicht einnehmen. Klar ist, dass E-Mobilität den Trend zu weniger Kfz-Betrieben befeuert und die Notwendigkeit, sich den neuen Marktgegebenheiten anzupassen verstärkt: „Aber auch in neuen Wertschöpfungsstrukturen wird das Autohaus eine Rolle spielen“, betont Prof. Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft Geislingen.

 

Diese müssen viele Kfz-Betriebe erst noch suchen. „Die Gesellschaft entwickelt sich, und diesen Trends müssen wir Rechnung tragen“, betont Reindl. Das oft genannte Carsharing werde völlig überschätzt. Der Autoexperte ist nicht von hohen prognostizierten Nutzerzahlen überzeugt. Durch die neuen Entwicklungen kommen auf den Service deutliche Änderungen zu. Reindl geht von weniger beschäftigungsintensiven Wartungs- und Reparaturarbeiten aus. Trotzdem werde immer stärker in Neubauten investiert – ein Widerspruch.

 

https://www.kfz-betrieb.vogel.de/brummender-diesel-laesst-schwaben-hoffen-a-815506/

Chinesen als möglicher Partner

Daimler liebäugelt mit Smart-Verkauf

 

Quelle: Imelda Flaig | Stuttgarter Nachrichten | 27. März 2019

 

Der Stuttgarter Autobauer will offenbar die Hälfte von Smart an seinen chinesischen Großaktionär Geely verkaufen. Autoexperte Stefan Reindl glaubt, dass die chinesische Beteiligung sinnvoll ist.

 

Nach Ansicht des Autoexperten Stefan Reindl, Chef des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) in Geislingen/Steige, könnte das von Vorteil sein. Kleinwagen in Deutschland zu fertigen sei womöglich zu teuer, was wiederum zu hohen Preisen führe. „Insofern könnte die Beteiligung von Geely tatsächlich Sinn machen, wenn nämlich das Interesse des chinesischen Unternehmens dazu führt, Zulieferernetzwerke – insbesondere für den Elektroantrieb – zu nutzen, um die Kosten in der Beschaffung zu senken“, sagte Reindl unserer Zeitung. Darüber hinaus könnte der Absatz in China über die Zusammenarbeit mit Geely gestärkt werden.

 

Der Smart, der 1998 erstmals im Werk Hambach (Frankreich) vom Band lief, gilt als wirtschaftlich wenig erfolgreich und fährt Verluste ein. Im vergangenen Jahr wurden rund 128000 Fahrzeuge verkauft, deutlich weniger als in den beiden Jahren zuvor. Im Vergleich zu 2017 bedeutet das ein Minus von 4,6 Prozent. Das ursprüngliche Absatzziel von jährlich 200000 wurde nie erreicht. Ab 2020 soll der Smart laut Daimler die erste reine Elek­tromarke des Konzerns werden. Der Transfer ins Elektrozeitalter war eher holprig, sagt Reindl. Daimler verkaufte im vergangenen Jahr weniger als 15000 Elektroversionen, Kunden müssen mitunter sehr lange warten, zudem gab es wohl Ärger mit dem Batterielieferanten. Die Fertigung von Elektrofahrzeugen sei insgesamt teuer und bei Kleinwagen derzeit wenig profitabel oder gar verlustreich, sagt Autoexperte Reindl. Auch würden die Verbraucher die hohen Preise derzeit wohl nicht akzeptieren. Dennoch benötige Daimler E-Fahrzeuge auch im Kleinwagensegment. „Und an dieser Stelle könnte eine engere Zusammenarbeit mit Geely tatsächlich eine Chance darstellen, um auch preislich attraktive Elektro-Smarts anzubieten“, sagt Reindl. Für die CO2-Thematik bei Daimler spiele der Smart angesichts der niedrigen Stückzahlen allerdings eine untergeordnete Rolle. Um den Kohlenstoffdioxidausstoß über die gesamte Flotte zu reduzieren, hat Daimler die Elektrooffensive EQ gestartet, zu der alle elektrifizierten Varianten der Pkw-Sparte zählen.

 

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.chinesen-als-moeglicher-partner-daimler-liebaeugelt-mit-smart-verkauf.d6322e6a-9e75-4e59-8191-234a33eea302.html

"Für Verkehrssicherheit unverzichtbar"

Kritik an Teslas Ausstieg aus Serviceintervallen

 

Quelle: Christoph Rührmaier | Automobilwoche | 26. März 2019

 

Teslas Ausstieg aus der regelmäßigen Wartung seiner Fahrzeuge stößt auf Kritik. Dabei geht es sowohl um die Sicherheit als auch um finanzielle Folgen. Noch vor kurzem wurden dagegen vorbezahlte Verträge für jährliche Wartungen angeboten. Diese Kehrwende stößt auf Kritik von mehreren Seiten.

 

Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA), sieht Teslas Vorgehen bei der Wartung ebenfalls kritisch – der US-Hersteller “verzichtet da auf eine Wertschöpfungsmöglichkeit”, sagte er. Die Wartungskosten für Elektroautos sind niedriger als die von Benzin- oder Diesel-Pkw. Bisher hat Tesla vorbezahlte Serviceverträge verkauft und damit zusätzliche Einnahmen generiert, diese fallen nun weg. “Die Frage ist, warum macht Tesla das”, so Reindl. Er glaubt, dass der Elektroautobauer mit dem Schritt das Fehlen eines flächendeckenden Servicenetzes ausgleichen, möglicherweise auch die Kunden beruhigen will. Es stelle sich aber die Frage: “Was mache ich mit den Kunden, die ein Servicenetz benötigen, weil etwas kaputt ist oder weil sie einen Unfall hatten.”

 

https://www.automobilwoche.de/article/20190326/BCONLINE/190329933/fuer-verkehrssicherheit-unverzichtbar-kritik-an-teslas-ausstieg-aus-serviceintervallen

Risiko Elektroautos

Problemfall Street Scooter

 

Quelle: Nadine Scheer, Danny Voigtländer und Sebastian Splesnialy | ARD | 

          Plusminus | 20. März 2019

 

Elektroautos stellen Feuerwehren vor neue Herausforderungen. Bei Bränden sind sie nicht immer gleich als E-Fahrzeuge zu erkennen und wegen des Stroms nicht gefahrlos zu löschen. Ein aktueller Problemfall ist das E-Mobil der Deutschen Post. Der Lieferant oder Hersteller der vermutlich fehlerhaften Batterien wurde dagegen trotz mehrfacher Nachfrage nicht genannt und auch nicht, wie man künftig Sicherheitslücken schließen will. Genau das sei das Problem der unerfahrenen Autohersteller, meint Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft. Um das zu ändern, müssten sie seiner Ansicht nach eine gleichmäßig hohe Qualität bei den Fahrzeugen sicherstellen: "Dieses ganze Qualitätsmanagementsystem, das muss man eben auch organisieren zunächst. Da muss man Strukturen schaffen im Unternehmen. Insofern muss man da tatsächlich analysieren, wie ist die Qualitätssicherung insgesamt. Das ist übrigens ein großes Thema. Das können die etablierten Automobilhersteller möglicherweise besser, als Streetscooter es kann." Die Konkurrenz hat nämlich längst aufgeholt. Weltweit bauen die etablierten Automobilkonzerne mittlerweile Elektrolieferwagen. Trotzdem will die Streetscooter GmbH ihre Produktion ausweiten – und hat sich dafür den Automobilhersteller Ford ins Boot geholt.

 

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/risiko-elektroautos-video-100.html

E-Mobilität

Elektromobilität kostet Tausende von Jobs

 

Quelle: Thomas Anders und Sebastian Deliga | Tagesthemen | ARD |

          17. März 2019

 

In der Autobranche sind Elektroautos die Alternative zu Verbrennern. Durch die Elektrifizierung droht aber der Verlust von Tausenden Jobs in der Produktion. Professor Stefan Reindl befürchtet, dass sogar noch weitere Stellen in anderen Branchenbereichen bedroht sind. „Was immer nicht berücksichtigt wird, ist das Kfz-Gewerbe – also die Händler und Werkstätten mit derzeit rund 440.000 Mitarbeitern.“ Sie werden zeitversetzt vom Umbruch betroffen sein. Ein Elektrofahrzeug benötige weniger Reparatur und Wartung als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

 

http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt-6625.html

Kfz-Gewerbe rüstet sich für Transformationsprozess:

Zukunftswerkstatt für die Branche

 

Quelle: Bettina John | Automobilwoche | 15. März 2019

 

Das Kfz-Gewerbe steht unter hohem Veränderungsdruck. Das Land Baden-Württemberg fördert daher den Aufbau einer Zukunftswerkstatt. Die Projektverantwortung trägt das Institut für Automobilwirtschaft (IfA). Die "Zukunftswerkstatt 4.0" für die Kfz-Branche, ein Projekt des "Transformationsrats Automobilwirtschaft" des Landes Baden-Württemberg, ist unter dem Vorsitz von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut gestartet worden. Ziel des Projektes ist es, Unternehmen des Kfz-Gewerbes frühzeitig auf den technologischen Transformationsprozess vorzubereiten, um die Beschäftigung der Branche auch künftig abzusichern. Das Land Baden-Württemberg fördert das Projekt mit 700.000 Euro. Die Projektverantwortung übernimmt das Geislinger Institut für Automobilwirtschaft (IfA).

 

"Der derzeitige Technologiewandel wirkt sich auf die gesamte automobilwirtschaftliche Wertschöpfungskette aus", sagt Ministerin Hoffmeister-Kraut. "Digitale Informations- und Kommunikationsmedien in der Kundeninteraktion, neue Technologien in der Produktpräsentation, sinkende Umsatzgrößen im Werkstattbereich durch die Elektromobilität, aber auch neue Wertschöpfungspotenziale durch das Connected Car sind nur wenige Beispiele für den hohen Veränderungsdruck." Während die meist großbetrieblichen Strukturen den Unternehmen der Autoindustrie bessere Voraussetzungen bieten, die Transformation zu bewältigen, haben die Autohäuser und Werkstätten häufig enge Grenzen bei der Erprobung neuer Technologien und Dienste. "Insbesondere markenungebundene Unternehmen sind tendenziell vom Veränderungsdruck und der offensichtlichen Transferdynamik häufig überfordert", betont IfA-Direktor Professor Stefan Reindl. "Wir vereinen die Theorie mit praxistauglichen Lösungsansätzen", erläutert der wissenschaftliche Projektleiter Benedikt Maier. Alle 22 Lernstationen sind mit einem Multi-Touch-Table ausgestattet und bieten zusätzlich praktische Anwendungsmöglichkeiten zur Erprobung. Diese Kombination sei ein wichtiger Bestandteil des didaktischen Konzeptes und ein "Alleinstellungsmerkmal".

 

https://www.automobilwoche.de/article/20190315/NACHRICHTEN/190319961/kfz-gewerbe-ruestet-sich-fuer-transformationsprozess-zukunftswerkstatt-fuer-die-branche

Kfz-Gewerbe im Südwesten

IfA baut Zukunftswerkstatt auf

 

Quelle: Ralf Padrtka | AUTOHAUS | 14. März 2019

 

In Baden-Württemberg soll künftig ein Wissens- und Innovationszentrum Kfz-Betriebe beim Technologiewandel mit praxistauglichen Konzepten unterstützen. Im Großraum Stuttgart soll ein Qualifizierungs- und Innovationsstandort für das regionale Kfz-Gewerbe entstehen. Der Lenkungskreis des "Transformationsrats Automobilwirtschaft" in Baden-Württemberg hat jetzt unter der Leitung von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut die sogenannte "Zukunftswerkstatt 4.0" auf dem Weg gebracht. Das Bundesland fördere das Projekt mit 700.000 Euro, teilte das verantwortliche Institut für Automobilwirtschaft (IfA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen mit.

 

Die Zukunftswerksatt soll dem kleinbetrieblich strukturierten Kfz-Gewerbe helfen, den hohen Veränderungsdruck in der Branche zu meistern und die Beschäftigung langfristig abzusichern. Sie werde "Innovationsschaufenster, Schulungszentrum und Testlabor für die Technlogien, Prozesse und Geschäftsmodelle von morgen und übermorgen sein. Wir schaffen damit eine praxisorientierte Anlaufstelle für das mittelständische Kraftfahrzeuggewerbe im Land", erklärte Hoffmeister-Kraut.

 

Die Ministerin verwies in dem Zusammenhang auf Herausforderungen wie veränderte Kundenpräferenzen, digitale Informations- und Kommunikationsmedien, neue Technologien in der Produktpräsentation, sinkende Werkstattumsätze durch die E-Mobilität und neue Wertschöpfungspotenziale durch vernetzte Fahrzeuge. Während die großen Autokonzerne auf den Transformationsprozess aktiv Einfluss nehmen könnten, seien insbesondere markenungebundene Kfz-Unternehmen "tendenziell vom Veränderungsdruck und der offensichtlichen Transferdynamik häufig überfordert", betonte IfA-Direktor Prof. Stefan Reindl.

 

Benedikt Maier, Wissenschaftlicher Projektleiter, erklärte: "In der Zukunftswerkstatt 4.0 vereinen wir die Theorie mit praxistauglichen Lösungsansätzen." Jede Lernstation sei mit einem Multi-Touch-Table ausgestattet und halte zusätzlich die dazugehörigen praktischen Anwendungsmöglichkeiten zur Erprobung bereit. Maier: "Diese Kombination ist ein wichtiger Bestandteil des didaktischen Konzeptes und stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar."

 

https://www.autohaus.de/nachrichten/kfz-gewerbe-im-suedwesten-ifa-baut-zukunftswerkstatt-auf-2272737.html

Initiative von Automobilwoche und IfA:

Wer sind die besten Autohaus-Arbeitgeber?

 

Quelle: Bettina John | Automobilwoche | 13. März 2019

 

Wer qualifizierten Nachwuchs auf den eigenen Betrieb aufmerksam machen will, hat mit dem Award „Beste Autohaus Arbeitgeber“ gute Chancen. Noch bis zum 31. Mai können sich Autohäuser um den Titel bewerben. Gestartet wurde die Initiative von der Automobilwoche und dem Geislinger Institut für Automobilwirtschaft (IfA). Teilnehmende Autohäuser erhalten umfassende Daten zur Mitarbeiterzufriedenheit und erfahren, wo ihre Stärken und Schwächen im Hinblick auf das Personalmanagement liegen. Befragt werden sowohl die Mitarbeiter als auch die Führungskräfte, um herauszufinden, inwieweit die Eigenwahrnehmung, also die Perspektive des Managements, mit der Fremdwahrnehmung, also der Sichtweise der Mitarbeiter, übereinstimmt – oder eben nicht. "Wir stellen die Sichtweisen einander gegenüber", sagt IfA-Direktor Stefan Reindl. Dabei geht es um das Arbeitsklima und die Zusammenarbeit, um Perspektiven zur beruflichen Weiterentwicklung, um das Lohn- und Gehaltsniveau und um das Weiterempfehlungsverhalten.

 

https://www.automobilwoche.de/article/20190313/NACHRICHTEN/190319951/initiative-von-automobilwoche-und-ifa-wer-sind-die-besten-autohaus-arbeitgeber

INTERVIEW - Initiative "Beste Autohaus Arbeitgeber"

Viele Jobsuchende sehen wenig Aufstiegschancen im Handel

 

Quelle: Rebecca Eisert | Automobilwoche | 13. März 2019

 

Sie erheben jährlich die Attraktivität von Arbeitgebern in der ­Autobranche. Wie schlägt sich der Handel im Vergleich?

Das Bewertungsniveau von Händlern ist ganz deutlich unterhalb dessen von Herstellern und Zulieferern. Viele Jobsuchende sehen wenig Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen im Handel. Ebenso fehlen in der Regel Auslandsstandorte. Und das Gehaltsniveau ist niedriger als in der Autoin­dustrie.

 

Womit könnte der Handel gegenüber Arbeitgebern aus der Industrie punkten?

Unsere Befragung zeigt: Die Bedeutung weicher Faktoren hat zugenommen. Das Gehalt ist nicht mehr so bedeutend wie früher. Bewerber achten mehr auf Wohlfühl-Faktoren wie die Integration in dynamisch agierende Teams und Work-Life-Balance. Wichtiger wird auch die Übernahme von Verantwortung. Hier könnte der Handel punkten, denn Autohäuser gelten schon wegen flacherer Hierarchien als hoch flexibel.

 

Die Automobilwoche und das IfA starten die Initiative „Beste Autohaus Arbeitgeber“. Dazu gehört auch eine Befragung. Was fragen Sie?

Wir befragen das Autohaus-Management und die Mitarbeiter. Dann stellen wir die Sichtweisen einander gegenüber. Es geht um das Arbeitsklima und die Zusammenarbeit, aber auch um Perspektiven zur beruflichen Weiterentwicklung sowie um das Lohn- und Gehaltsniveau. Das Weiterempfehlungsverhalten – sowohl aus Kunden- als auch aus Mitarbeiterperspektive – ist ebenfalls Thema.

 

https://www.automobilwoche.de/article/20190313/NACHRICHTEN/303139958/interview----initiative-beste-autohaus-arbeitgeber-hold-fuer-handels-nl-viele-jobsuchende-sehen-wenig-aufstiegschancen-im-handel

Kfz-Betriebe müssen sich auf Wandel einstellen

Professor Stefan Reindl spricht bei Versammlung der Kfz-Innung Ostthüringen

 

Quelle: Holger Zietz | kfz-betrieb | 11. März 2019

 

Der Automobilvertrieb steht vor einem umfangreichen Wandel. Auch in Zukunft wird es Autohäuser und Werkstätten geben, doch insgesamt wird deren Zahl zurückgehen. Diese Auffassung vertrat in der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Ostthüringen in Altenburg Professor Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.

 

„Bei Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Konnektivität verlassen sich die Verantwortlichen in den Markenbetrieben häufig auf Herstellerinitiativen. Dabei gäbe es viele Prozesse und Funktionen in den Autohausunternehmen, die - ohne den Einfluss der Herstellerseite - einer eigenständigen Optimierung zugänglich wären“, so Reindl. Als Beispiel nannte er administrative Prozesse wie Fakturierung, die Zentralisierung von Funktionen wie Disposition und Marketing sowie die Schaffung von Kompetenzzentren wie zum Beispiel Lack- und Karosserie-Zentren.

 

https://www.kfz-betrieb.vogel.de/kfz-betriebe-muessen-sich-auf-wandel-einstellen-a-808495/

Start der neuen Formel-1-Saison

Mercedes bekennt sich zur Formel 1

 

Quelle: Dominik Ignée | Stuttgarter Nachrichten | 8. März 2019

 

Am 17. März beginnt die neue Formel-1-Saison. Natürlich mit Mercedes. Und das soll auch so bleiben. Mercedes-Sportchef Toto Wolff glaubt trotz des Engagements in der Elektroserie Formel E an die Zukunft der Formel 1 mit Verbrennungsmotoren.

 

Mercedes geht als einziger Autohersteller in der Formel 1 und ab Dezember auch in der Formel E an den Start. Stefan Reindl, der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen, begrüßt derweil gegenüber unserer Redaktion das Formel-E-Engagement von Mercedes und gibt der Formel 1 in ihrer jetzigen Form allerdings keine große Zukunft. „Momentan hat die Formel 1 noch ihre Berechtigung, aber langfristig ist sie nicht mehr zeitgemäß. Wenn sie nicht wegkommt vom Verbrennungsmotor, wird ihr irgendwann die soziale Akzeptanz fehlen“, prognostiziert Reindl.

 

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.start-der-neuen-formel-1-saison-mercedes-bekennt-sich-zur-formel-1.e5153cc0-ee96-478f-bba4-c8ab2ffecec6.html

heute journal

Genfer Automobilsalon

 

Quelle: A. Jany und A. Linke | heute journal | ZDF | 5. März 2019

 

In der Autoindustrie herrscht Aufbruchsstimmung. Experten sehen in Elektromotoren und neuen Mobilitätskonzepten die Zukunft. Die deutschen Autokonzerne bekommen große Konkurrenz aus anderen Branchen und aus dem Ausland. Stefan Reindl: „Wir werden künftig weniger Beschäftigte in der Produktion haben. Auf der anderen Seite bieten sich Chancen durch neue Geschäftsmodelle“.

 

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/genfer-automobilsalon-100.html

Interview: Automobilbranche

"Ich hätte auch nicht gedacht, dass der Boom so lange anhält"

 

Quelle: Christina Müller | Süddeutsche Zeitung | 5. März 2019

 

Vor einem Jahr dominierte noch der Diesel den Genfer Autosalon, auf dem die Branche Anfang März das neue Modelljahr einläutet. Dieses Jahr schicken sich Hersteller an, irgendwie den Spagat zu schaffen zwischen CO₂-Zielen auf der einen Seite und dem Wunsch der Kunden nach großen, schweren SUV-Modellen auf der anderen Seite. Stefan Reindl, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule in Geislingen, erklärt im Interview, was passieren muss, damit Autokäufer auf E-Wagen umsteigen und warum auch er gerne SUV fährt.

 

SZ: In Genf gibt es kaum einen Hersteller, der nicht mindestens ein Elektro- oder Hybrid-Modell vorstellt. Ist die Branche wirklich aufgewacht oder sind das alles nur haltlose Versprechen, die sich am Ende kaum einer leisten kann? Stefan Reindl: Ein Elektroauto ist dann massentauglich, wenn es nicht mehr kostet als ein vergleichbarer Verbrenner. Davon sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Die Milliarden-Investitionen von VW und anderen Herstellern zeigen aber, dass man es jetzt konsequent angeht. Das Motto kann allerdings auch nur lauten: Wenn, dann jetzt Vollgas.

 

Wie bekommt man die Leute dazu, sich von ihrem Verbrenner zu verabschieden? Ich war schon immer dafür, einen Termin zu nennen, ab dem keine Verbrenner mehr zugelassen werden dürfen. Die Politik, aber auch die Autokonzerne haben die Thematik viel zu lange ergebnisoffen diskutiert. Ein machbarer und gleichzeitig zuverlässiger Termin gibt den Herstellern, Zulieferern und Automobilkunden die notwendige Entscheidungssicherheit. Menschen reagieren nur dann, wenn es eine verlässliche Ansage gibt. Wenn ich weiß, in fünf Jahren oder zehn Jahren ist Schluss mit dem Verbrenner, dann mache ich mir jetzt schon Gedanken darüber, was vielleicht das passende Elektroauto für mich sein könnte.

 

Neben Elektroautos werden auch in Genf wieder viele SUVs präsentiert. Warum ist dieser Trend immer noch ungebrochen, obwohl große Autos mit dicken Motoren weder gut für die Umwelt sind, noch für die Enge in den Städten taugen? Ich gebe zu, ich fahre selbst auch einen SUV. Es ist eine Gefühlssache - man fühlt sich schon wegen der höheren Sitzposition und des größeren und gedrungeneren Fahrzeugaufbaus überlegen - er suggeriert zusätzliche Sicherheitsreserven. Man könnte eben, wenn man wollte ... Es ist rational schwer zu begreifen. Und was sollen die Hersteller machen, wenn die Nachfrage einfach da ist? Ich hätte auch nicht gedacht, dass der Boom so lange anhält. Mittlerweile sehe ich eher die Gefahr, dass sich Hersteller - fabrikatsbezogen, aber auch markenübergreifend - selbst kannibalisieren, wenn sie immer noch weitere SUV-Modelle in unterschiedlichen Fahrzeugklassen in ihr Portfolio aufnehmen. Aber solche Autos sind natürlich aus Herstellerperspektive profitabel. Bei der Vermarktung von Elektroautos fehlen aktuell die notwendigen Deckungsbeiträge, das heißt, der Anteil der Entwicklungskosten fällt noch relativ hoch aus. Es fehlen die notwendigen Stückzahlen, um diese auszugleichen.

 

https://www.sueddeutsche.de/auto/genfer-autosalon-elektroautos-1.4351422

Gespräch mit Autoexperten

„Automessen sind teures Marketing“

 

Quelle: Harry Pretzlaff | Stuttgarter Zeitung | 3. März.2019

 

Automessen sind teuer, oft verpufft die Werbung. Deshalb gibt es immer mehr Absagen, sagt Autoexperte Stefan Reindl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen. Autohersteller präsentierten sich gerne individueller.

 

Genf - Die Glanzzeit der Automessen ist vorbei. Autobauer setzen lieber auf andere Marketingaktionen, die besser in den Köpfen der Kunden hängenbleiben, meint Stefan Reindl, der Chef des Instituts für Automobilwirtschaft.

 

Herr Reindl, Ford hatte immer einen recht großen Stand auf dem Genfer Autosalon.  Dieses Jahr wird Ford nicht vertreten sein, ebenso fehlen Opel, Volvo und Hyundai. Verlieren Automessen generell an Attraktivität?

Auf den Automessen sind viele Hersteller vertreten. Die Premieren finden in einem schnellen Takt statt. Da ist es für den einzelnen Hersteller schwer, herauszuragen. Zudem sind Messen ein relativ teures Marketinginstrument, deshalb sucht mancher Autobauer nach neuen Wegen.

 

Zum Beispiel?

Volvo macht eigene Roadshows in verschiedenen Regionen, oft gemeinsam mit den Händlern, um sich exklusiv zu präsentieren. Damit kann man die eigene Marke in den Mittelpunkt stellen, ohne Wettbewerber. Dadurch werden die Aktivitäten – im Gegensatz zu Messen – auf spezifische Zielgruppen fokussiert sowie gleichzeitig Streueffekte reduziert.

 

Die deutschen Autohersteller sind im Januar fast alle statt nach Detroit zur Elektronikschau CES nach Las Vegas gefahren. Dort geht es aber eigentlich um Produkte wie Smartphones und Fernseher. Sind die Autobauer da nicht fehl am Platz?

Das Auto ist heute schon ein fahrender Computer. Die Präsenz auf der Elektronikmesse dient dazu, das Auto neu zu positionieren im Hinblick auf Lifestyle, Vernetzung und neue Trends. Deshalb dürften einige Automessen schon Probleme bekommen, besonders die kleineren.

 

Hat der Genfer Autosalon eine Zukunft?

Der Genfer Autosalon könnte sich schon noch einige Zeit halten. Genf war auch im Hinblick auf die Kommunikation der Akteure untereinander immer etwas Besonderes. Man trifft hier die Branchengrößen, unterhält sich mit den Meinungsbildnern. Davon allein kann die Messe auf Dauer aber nicht leben. Die Messe ist relativ klein. Ich will jetzt keine Prognose wagen. Aber ich würde schon sagen: Es dürfte auf lange Sicht nicht einfach werden.

 

Brauchen die klassischen Automessen ein neues Konzept? Die Frankfurter Automesse IAA versucht ja ihrerseits Internetunternehmen und Start-ups aus dem Bereich der Mobilität anzulocken. Kann das die Lösung sein?

Das hängt davon ab, ob Automessen wirklich so attraktiv sein können, dass sie wichtige branchenfremde Unternehmen, etwa aus der IT- und der Internetbranche, anziehen und einen eigenen Marktplatz etablieren können. Das wird schon spannend. Denn diese Unternehmen haben ja auch ihre angestammten Messen. Für mich ist wahrscheinlicher, dass diese Unternehmen eher abwarten, bis die Autos auf ihre Messen kommen.

 

Ist die geringere Attraktivität von Messen auch darauf zurückzuführen, dass es das Internet gibt, wo bequem viele Informationen über neue Automodelle zu finden sind?

Das spielt gewiss eine Rolle. Das Informationsverhalten hat sich geändert. Es gibt durch neue Medien heute viel mehr Informationen, die Transparenz des Angebots ist viel größer.

 

Spielt auch eine Rolle, dass das Auto, anders als früher, nicht mehr so begehrt ist?

Das Automobil ist heute nicht mehr so emotional aufgeladen wie in der Vergangenheit. Gerade jüngere Menschen interessieren sich heute mehr für Mobilität und nicht unbedingt für Automobilität. Der Wunsch nach einem eigenen Auto ist oft nicht mehr so stark. Es steht viel mehr im Mittelpunkt, wie man von A nach B kommt. Das heißt nicht, dass es künftig keine Menschen mehr geben wird, die ein eigenes Auto besitzen werden. Aber die Emotionalität ist ein Stück weit verloren gegangen. Das Verhältnis zum Auto ist weit rationaler als in der Vergangenheit.

 

Werden die Marketingbudgets umgeschichtet oder sparen die Automobilhersteller beim Marketing?

Alle Unternehmen sind angestrengt unterwegs, um die Zukunftsinvestitionen zu bewältigen. Zudem haben viele Autobauer derzeit ein Sparprogramm aufgelegt, um die Kosten zu optimieren. Bei den Marketingbudgets wird genau geprüft, was welche Maßnahme kostet und was sie bringt. Auch deshalb konzentriert man sich lieber auf wenige große Messen und wählt stattdessen andere Marketingaktionen, die besser in den Köpfen der Kunden hängen bleiben. Ich glaube, dass dieser Trend unaufhaltsam ist.

 

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.gespraech-mit-auto-professor-einige-automessen-duerften-probleme-bekommen.bfdb07fb-b802-4e46-8890-5c44c0d0478b.html

Genfer Autosalon:

Die kleinen Stromer kommen

 

Quelle: Jürgen Pander | Automobilwoche | 1. März 2019

 

In Genf debütieren etliche Elektro-Klein- und -Kompaktwagen, aber lässt sich damit Geld verdienen?

 

Allmählich wächst die Auswahl an Elektroautos – zu Preisen von 75.000 Euro oder mehr. Denn so viel kosten Audi e-tron Quattro, Jaguar I-Pace oder Mercedes EQC. „Als Premiumangebote funktionieren Elektroautos. Kleine Modelle jedoch haben bei Wertschöpfung und Deckungsbeiträgen grundsätzlich ein Problem“, sagt Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.

 

https://www.automobilwoche.de/article/20190301/HEFTARCHIV/190309994/genfer-autosalon-die-kleinen-stromer-kommen

Automobilindustrie

Die neue Strategie zeigt Teslas Not

 

Quelle: Max Hägler, Christina Müller und Veronika Wulf | Süddeutsche Zeitung  1. März 2019

 

Auch bei den etablierten Autoherstellern setzt sich langsam die Einsicht durch, dass Online-Direktvertrieb ohne Händler ein Zukunftsgeschäft sein könnte. Volvo hat beispielsweise ein Abo-Modell aufgelegt, bei dem die Kunden online direkt beim Hersteller ein Auto ordern können. Volvo wirbt damit, dass sich jeder sein neues Fahrzeug direkt vom Sofa ausleihen kann. Das deckt sich mit Studien, denen zufolge sich mehr als die Hälfte der Befragten vorstellen kann, ihr nächstes Auto online zu kaufen.

 

 Ob sie das tatsächlich tun, bezweifelt Stefan Reindl, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen. "Für den europäischen Markt ist das womöglich zu früh", sagt er mit Blick auf die Online-Offensive von Tesla. "Kunden beschäftigen sich hier sehr lange und intensiv mit einem Autokauf und möchten persönlichen Kontakt haben, zum Beispiel bei der Beratung und vor Probefahrten." So sehen das auch die Verkäufer im Münchner Tesla-Store. Gerade in einer Stadt mit so viel Konkurrenz von anderen Herstellern müsse man präsent sein. Das dort ausgestellte weiße Model 3 ist noch nicht die neue Basis-Variante. Doch auch das bisher erhältliche Modell ist quasi über Nacht 3000 Euro günstiger geworden und kostet nun 52 300 Euro.

 

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tesla-verkauf-online-schulden-1.4350539

Stefan Reindl

zur Kooperation zwischen Daimler und BMW

 

Quelle: Professor Stefan Reindl im Interview mit Ingo Zamperoni |Tagesthemen 28. Februar 2019

 

IfA Direktor Prof. Dr. Stefan Reindl: "Die Differenzierung erfolgt anhand anderer Merkmale wie Design, Haptik oder Bedienelemente."

Daimler und BMW wollen zukünftig bei der Weiterentwicklung autonomer Fahrzeuge zusammenarbeiten. Ziel ist die Bündelung von Know-how und die Verteilung der Risiken, vor allem im Hinblick auf die starke Konkurrenz aus den USA und China.

 

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-510641.html

Diesel umrüsten (SCR): Euro-5-Diesel nachrüsten

Das sollten Sie zur Nachrüstung wissen

 

Quelle: Benjamin Gehrs, Frank Rosin, Christian Jeß, Matthias Brügge | autobild.de | 24. Februar 2019

 

Autofahrer werden wohl noch eine Weile auf Diesel-Nachrüstsysteme warten müssen. Zwar haben Hersteller wie Baumot die für Euro-5-Diesel vorgesehenen Lösungen schon für 2019 angekündigt, doch einige Branchenexperten kalkulieren vorsichtiger: "Ich rechne erst in zwei Jahren [2020, d. Red.] mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen", sagt etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen. Mit Blick auf bereits für 2019 beschlossene oder drohende Fahrverbote dürfte das nicht reichen. Zuletzt hatten sich Zulieferer optimistisch zum Thema geäußert.

 

https://www.autobild.de/artikel/diesel-umruesten-scr-euro-5-diesel-nachruesten-2317355.html

Batterietechnik Elektroautos

Deutsche Hersteller abgehängt?

 

Quelle: Peter Ilg | Firmenauto | 20. Februar 2019

 

Daimler, VW und Co haben es versäumt, früh in die Produktion eigener Batteriezellen zu investieren. Deshalb sind sie abhängig von asiatischen Zulieferern. Doch es gibt Hoffnung in Form einer neuen Batterietechnologie. Zulieferer aus dem Ausland angewiesen. Heute übliche Lithium-Ionen-Akkus kommen aus Japan, Südkorea und vor allem China von Unternehmen wie Panasonic, Samsung und dem chinesischen Produzenten CATL. Diese Firmen bilden ein Oligopol aus wenigen marktbeherrschenden Großunternehmen. Allein der Marktanteil chinesischer Batteriezellenhersteller dürfte bei rund 80 Prozent liegen. Zellen für Autobatterien werden in Deutschland nicht gefertigt. "Bisher fehlt es dafür am Know-how, am Zugang zu den relevanten Rohstoffen Mangan, Lithium, Kobalt und an der Infrastruktur für die Produktion", sagt Professor Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen. Hinzu kommen hohe Strompreise für die energieintensive Produktion der Zellen. Bis es in Deutschland qualifizierte Mitarbeiter für die Zellenproduktion, Abbaurechte für die Rohstoffe sowie Produktionsstätten gibt, um effizient Batteriezellen zu fertigen, wird noch einige Zeit vergehen. "Bis dahin bleibt die Abhängigkeit von den heute führenden Batterieherstellern nicht nur auf hohem Niveau, sie wird mittelfristig sogar noch ansteigen", mutmaßt Reindl. Er geht davon aus, dass die deutschen Hersteller sich erst gar nicht an Lithium-Ionen-Akkus versuchen werden, sondern sich gleich auf Feststoffbatterien mit einer höheren Energiedichte konzentrieren.

 

Die Preise für die Batteriezellen haben starken Einfluss auf den Gesamtpreis eines Elektroautos, denn etwa ein Drittel der Herstellungskosten entfällt auf die Akkus. Damit sind die Batterien das weitaus teuerste Teil an einem Elektroauto. "Insgesamt muss es das Ziel der Hersteller sein, den Kosten- beziehungsweise Preisanteil der Batteriespeicher in Autos deutlich zu senken", fordert Reindl. Insofern sollten sie die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten hinsichtlich alternativer Speichertechnologien verstärken, um die Abhängigkeit von Rohstoffmärkten und einzelnen Produzenten dauerhaft zu senken. Reindl hält das für möglich mit Feststoffbatterien. Diese Superakkus speichern viel mehr Energie als aktuelle Lithium-Ionen-Batterien, dadurch vergrößert sich die Reichweite. Sie sind sicherer, bezahlbar und ressourcenschonend. In vielversprechenden Projekten wird an alternativen Energiespeichern geforscht. "Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis massentaugliche Batteriemodule entwickelt sind", so Reindl. Und es müssen Recyclingstrukturen aufgebaut werden, um seltene Rohstoffe zurückzugewinnen.

 

https://www.firmenauto.de/batterietechnik-elektroautos-deutsche-hersteller-abgehaengt-10705295.html

Was für eine Zellproduktion in Deutschland wichtig ist

 

Quelle: Michael | www.elektroauto-news.net | 14. Februar 2019

 

Die Zeit hat zu dem Thema den Experten Stefan Reindl befragt. Er ist Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft und Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt. „Allein der Marktanteil chinesischer Batteriezellenhersteller dürfte bei 80 Prozent liegen“, schätzt Reindl, und stellt eine marktbeherrschende Stellung weniger Firmen im Bereich der Batteriezellen fest. Damit können diese Unternehmen den Preis und die verfügbare Menge der für Elektroautos so wichtigen Bauteile diktieren. Reindl sagt, die deutschen Autohersteller stellen die Batteriezellen momentan noch nicht selbst her, da es „dafür am Know-how fehlt, am Zugang zu den relevanten Rohstoffen und an der Infrastruktur für die Produktion.“ Auch die hohen Strompreise in Deutschland verteuern demnach die energieintensive Herstellung der Zellen. Mittelfristig werde die Abhängigkeit der europäischen Autobauer von den asiatischen Zellenherstellern sogar noch ansteigen, so der Autoexperte. Erst mit der nächsten Zelltechnologie, der Feststoffbatterie, dürfte sich das ändern. Bei der aktuellen Zelltechnologie scheint der Vorsprung der Asiaten uneinholbar.

 

Reindl empfiehlt den deutschen Autoherstellern eine verstärkte Forschung und Entwicklung alternativer Speichertechnologien, um mit den günstiger produzierten Akkus auch günstigere Elektroautos fertigen zu können. Sie müssten sich dafür ebenfalls aus der Abhängigkeit von Rohstoffmärkten und einzelnen Produzenten lösen. Die Produktion von Feststoffzellen in Deutschland hält Reindl der Zeit zufolge durchaus für möglich, da bereits an einigen vielversprechenden Projekten geforscht werde, etwa an Natrium-Ionen-Zellen, Magnesium-Schwefel-Zellen und Flusszellenbatterien. Volkswagen etwa hat bereits 100 Millionen Dollar in ein Joint-Venture mit dem kalifornischen Technologieunternehmen QuantumScape investiert, um bis 2025 eine Großserienproduktion von Feststoffbatterien zu errichten. Die Reichweite eines VW e-Golf würde sich mit Feststoffzellen von aktuell 300 auf 750 Kilometer mehr als verdoppeln, schreibt die Zeit. Reindl empfiehlt zudem den Aufbau eines Batterie-Recyclings, um die wertvollen Rohstoffe aus den Zellen zurückgewinnen zu können.

 

https://www.elektroauto-news.net/2019/was-fuer-eine-zellproduktion-in-deutschland-wichtig-ist

Elektromobilität

Wie die Hersteller das Problem mit den Akkus lösen wollen

 

Quelle: Peter Ilg | Die Zeit | 12. Februar 2019

 

Im Jahr 2016 war eine Tonne Kobalt noch für rund 25.000 US-Dollar zu haben. Danach schnellte der Preis zeitweise auf bis zu 95.000 US-Dollar hoch. Kein Wunder: Kobalt ist, ebenso wie Lithium, als Rohstoff für die Fertigung von Batteriezellen der natürlich begrenzte Engpass für die Elektromobilität. "Mit Lithium und Kobalt wird bereits Preis- und Weltpolitik gemacht", sagt Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft und Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt.

 

Bei einem batterieelektrisch betriebenen Auto entfällt rund ein Drittel der Wertschöpfung auf die Batteriemodule. Warum machen sich die deutschen Automobilhersteller also nicht frei von der Abhängigkeit und fertigen die Batteriezellen selbst oder lassen sie herstellen? Die Antwort ist erst einmal simpel: "Weil es dafür am Know-how fehlt, am Zugang zu den relevanten Rohstoffen und an der Infrastruktur für die Produktion", erklärt Reindl. Außerdem verteuern die hohen Strompreise in Deutschland die energieintensive Herstellung der Zellen.

 

Kurz vor dem Jahreswechsel 2018/19 gründete die deutsche Firma ACI Systems Alemania zusammen mit einem bolivianischen Staatsunternehmen eine Gemeinschaftsfirma für die Gewinnung, Nutzung und Vermarktung von Lithium. Dennoch rechnet Reindl damit, dass die Abhängigkeit der europäischen Autobauer von den asiatischen Zellenherstellern hoch bleiben und mittelfristig sogar noch ansteigen wird. "Aller Wahrscheinlichkeit nach werden sich die deutschen und europäischen Automobilbauer gleich auf die Generation der Feststoffbatterien mit einer höheren Energiedichte konzentrieren", mutmaßt der Automobilexperte.

 

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-01/elektromobilitaet-batteriezell-fertigung-elektroautos-nachhaltigkeit-tesla-elon-musk

Letzte Bilanzpressekonferenz von Daimler-Chef Zetsche

Daimler: Gewinn bricht um fast ein Viertel ein

 

Quelle: SWR Aktuell Baden-Württemberg | www.swr.de | 6. Februar 2019

 

Das Jahr 2018 war aus Sicht von Daimler kein gutes. Zwar hat der Stuttgarter Automobilbauer wieder einen Gewinn in Milliardenhöhe gemacht. Doch dieser ist deutlich geringer als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging um 22 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro zurück, teilte der Konzern am Mittwoch mit. "Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind", sagte Konzernchef Dieter Zetsche im Rahmen der Bilanzpressekonferenz, die am Mittwochvormittag in Stuttgart stattfand. Der Gewinneinbruch wird auf mehrere Gründe zurückgeführt. Insbesondere in der Pkw-Sparte lief es 2018 deutlich schlechter also noch im Vorjahr: Hohe Ausgaben für Dieselrückrufe, die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchsstandards WLTP sowie der Handelsstreit zwischen China und den USA bremsten das Geschäft. Zwar konnte Daimler im Lkw-Bereich zulegen, doch das reichte nicht, um den drastischen Rückgang im Pkw-Geschäft auszugleichen.

 

Zetsche kündigte "umfassende Gegenmaßnahmen" in der wichtigen Pkw-Sparte an - nannte dabei allerdings keine Details. „Es gibt keinen Konzern, der nicht von den derzeitigen Problemen der Automobilwirtschaft betroffen ist“, sagt Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft.

 

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Letzte-Bilanzpressekonferenz-von-Daimler-Chef-Zetsche-Daimler-Gewinn-bricht-um-fast-ein-Viertel-ein,daimler-bilanz-102.html

FIAT 500 IM ANGEBOT

Ein Auto vom Discounter – warum Lidl jetzt auch Kleinwagen verkauft

 

Quelle: Lukas Bay | Handelsblatt | 4. Februar 2019

 

Künftig will auch der Discounter Lidl in das Geschäft mit Autos einsteigen. Ab dem 4. Februar bietet der Discounter über seinen Onlineshop den Fiat 500 im Leasing für 89 Euro im Monat an. Limitiert ist das Angebot auf 1000 Fahrzeuge. Hinter dem Angebot steckt nicht der Hersteller direkt, sondern das Berliner Start-up Vehiculum, die Santander Bank und das Autohaus König, ein großer Händler aus Ostdeutschland. Das Angebot sei „gut, aber nicht außergewöhnlich gut“, meint Autoprofessor Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen. Innovativ sei vor allem das System hinter dem Angebot. Denn anders als bei den meisten Leasingangeboten im Netz versprechen Lidl und Vehiculum, den gesamten Prozess online innerhalb von 15 Minuten abzuwickeln – von der Online-Identifizierung über den Vertragsabschluss bis zur Bonitätsprüfung.

 

„Mit seiner monatlichen Zahlung ist Leasing in Zeiten von Film- oder Musikstreaming-Anbietern zwar ultramodern, in der Anschaffung aber so kompliziert und unübersichtlich wie vor 20 Jahren“, kritisiert Vehiculum-Gründer Lukas Steinhilber. Für Autoprofessor Reindl hat der Autohandel tatsächlich digitalen Nachholbedarf. „Nur wenige Händler haben schon heute Systeme und Prozesse, um Leasingverträge komplett digital abzuwickeln“, sagt Reindl. Allerdings ist das Angebot von Lidl vor allem ein Experiment. „Bei individuell konfigurierten Fahrzeugen, die heute insbesondere bei Dienstwagen gefragt sind, wird auch der digitale Abwicklungsprozess komplizierter“, so Reindl. Bei Lidl werden dagegen vorkonfigurierte Fahrzeuge in nur einer Ausstattungsvariante angeboten. Bei den angestammten Händlern dürfte die Offensive allerdings auch kritische Reaktionen hervorrufen. „Gerade bei Fiat wird man sich dieses Leasing-Angebot für den Fiat 500 genau ansehen“, ist Autoprofessor Reindl überzeugt.

 

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/fiat-500-im-angebot-ein-auto-vom-discounter-warum-lidl-jetzt-auch-kleinwagen-verkauft/23946212.html?ticket=ST-997886-BJO49hbb7xLyliECSHrZ-ap1

Diesel umrüsten (SCR): Euro-5-Diesel nachrüsten

Das sollten Sie zur Nachrüstung wissen

 

Quelle: Benjamin Gehrs, Frank Rosin, Christian Jeß und Matthias Brügge |

Auto Bild | 1. Februar 2019

 

Autofahrer werden wohl noch eine Weile auf Diesel-Nachrüstsysteme warten müssen. Zwar haben Hersteller wie Baumot die für Euro-5-Diesel vorgesehenen Lösungen schon für 2019 angekündigt, doch einige Branchenexperten kalkulieren vorsichtiger: "Ich rechne erst in zwei Jahren [2020, d. Red.] mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen", sagt etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen. Mit Blick auf bereits für 2019 beschlossene oder drohende Fahrverbote dürfte das nicht reichen. Zuletzt hatten sich Zulieferer optimistisch zum Thema geäußert.

 

https://www.autobild.de/artikel/diesel-umruesten-scr-euro-5-diesel-nachruesten-2317355.html

Zwischen Fahrverbot und Raserei

Wohin steuert das Auto?

 

Quelle: SWR2 Forum | www.swr.de | 31. Januar 2019

 

Neue Rekorde bei den Staus, Fahrverbote für Diesel und demnächst vielleicht ein generelles Tempolimit auf Autobahnen? Die Freude am Fahren ist uns im Autoland Deutschland gründlich vergangen.

 

Die Lage ist inzwischen derart verworren, dass manche Beobachter schon das Ende des Autostandorts Deutschlands prophezeien. Aber vielleicht deutet sich ja in Fragen der Mobilität eine Wende an: weg vom größer und schneller hin zum ökologischen Fahren?

 

Fragt sich nur, wie das realisiert werden kann. Und ob die Deutschen darauf abfahren.

 

Es diskutieren:

Guido Bellberg, Autoexperte und freier Journalist (u.a. Focus, die Welt)

Prof. Dr. Caroline Kramer, Karlsruher Instiut für Technologie (KIT)

Prof. Dr. Stefan Reindl, Institut für Automobilwirtschaft, Geislingen

Gesprächsleitung: Thomas Ihm

 

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/swr2-forum-zwischen-fahrverbot-und-raserei/-/id=660214/did=23035000/nid=660214/1nzu9i0/index.html

Mobilitätstrends

Freie Fahrt in die Zukunft

 

Quelle: Bernd Nusser | e-tailment | 24. Januar 2019

 

PS und Drehmoment haben als Währung ausgedient. Die Automobilindustrie arbeitet mit Hochdruck an neuen Fortbewegungskonzepten und will sich als Dienstleister etablieren.

 

Stefan Reindl, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA)  in Geislingen ist angesichts all der Ambitionen und Verheißungen allerdings skeptisch: „Dass Autohausunternehmen mit ihren Herstellern und Importeuren eigenständige und zukunftsfähige Mobilitätsplattformen betreiben werden, halte ich tendenziell für ausgeschlossen“, erklärt der Experte und schränkt ein: „Um die Kundenschnittstelle in einzelnen Geschäftsmodellen zu erobern und stabil aufrecht zu erhalten, sind spezifisches Know-how und eine ausreichende Leistungsfähigkeit nötig. Man denke nur an multimodale Mobilitätssysteme, die auf verschiedene Verkehrsträger mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln zugreifen müssen.“

 

Der Automobilprofessor geht deshalb davon aus, dass „Autohäuser zusammen mit anderen Marktakteuren künftig Mitwirkende in den relevanten Ökosystemen sein werden – also in Systemen für die übliche Vermarktung und den Service für Fahrzeuge im Personal-Ownership-Bereich sowie für die Bereitstellung und die Wartung beziehungsweise Reparatur von Fahrzeugen im Corporate-Mobility-System sowie in Shared-Mobilty-Konzepten.“ Und noch ein Hindernis steht auf dem Weg in die digitale Verkehrswelt: Um Angebote und Services auf Basis vernetzter Informationen nutzen zu können, müssen oft persönliche Daten übermittelt werden. Dazu wiederum ist, laut der aktuellen Continental-Mobilitätsstudie, weniger als die Hälfte der deutschen Autofahrer bereit.

 

https://etailment.de/news/stories/Mobilitätstrends-Carsharing-Dienstleistungen-21956#

Abgasaffäre

Viele Diesel noch nicht nachgerüstet

 

Quelle: Dorothee Torebko | SWP | 11. Januar 2019

 

Mit ihrem Ziel, bis Ende 2018 die Software von 5,3 Mio. Dieselautos zu erneuern, sind die deutschen Autohersteller krachend gescheitert. Nur 3,75 Mio. Autos wurden fertig umgerüstet, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) der „Passauer Neuen Presse“. Spitzenpolitiker der SPD, Linken und Umweltschützer laufen Sturm gegen das verfehlte Ziel und kritisieren Scheuer für seine mangelnde Durchsetzungskraft. Der Minister ist enttäuscht von den Herstellern. Doch mit Konsequenzen droht er nicht.

 

Vor einem Jahr hatten die Autobauer zugestimmt, freiwillig 5,3Mio. Diesel mit einer neuen Software versehen. Das ist offenbar nur zum Teil passiert, wobei VW nach Angaben des Verkehrsministeriums im Vergleich zu Daimler und BMW noch am besten dasteht. Die Gründe liegen laut Scheuer da­rin, dass die Hersteller zu ihren Anträgen auf Freigabe der Software-Updates noch die notwendigen technischen Unterlagen an das Kraftfahrtbundesamt (KBA) liefern müssen. Da es sich um freiwillige Softwareupdates handelt, hat der Bund keine rechtliche Handhabe für Strafzahlungen, erläutert der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) in Geislingen, Stefan Reindl. Damit könnten auch die nicht upgedateten Autos nicht stillgelegt werden. „Es ist aber ein weiterer herber Rückschlag für das Vertrauen in die Autoindustrie“, sagt Reindl.

 

https://www.swp.de/wirtschaft/viele-diesel-noch-nicht-nachgeruestet-28995015.html

alpha-demokratie  

Autoland Deutschland

 

Quelle: BR | alpha-demokratie | 8. Januar.2019

 

alpha-demokratie hat das "Autoland Deutschland" zum Thema. Studiogast für die einstündige Sendung ist Prof. Dr. Stefan Reindl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Er fordert mehr systemisches Denken bei der Vernetzung des Autobausteins mit anderen Verkehrsträgern.

 

https://www.br.de/mediathek/video/alpha-demokratie-08012019-autoland-deutschland-av:5ba150a47999e9001839e767

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