Ausgewählte Beiträge & Artikel

Fragen  & Antworten zu den verschärften

CO2-Grenzwerten

Die Autoindustrie ist entsetzt, Umweltschützer freuen sich

 

Quelle: Dietmar Keller | LR ONLINE | 18. Dezember 2018

 

In der EU soll der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2030 kräftig verringert werden. 2021 dürfen Neuwagen, die in der EU zugelassen werden, nur 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Es gibt einiges zu tun: Im letzten Jahr waren es noch 118,5 Gramm. Nunmehr geht es um das Jahr 2030, um die Klimaschutzziele der EU zu erreichen. Für rund ein Viertel aller Klimagase ist der Verkehr verantwortlich. Die EU-Kommission hatte, ebenso wie Deutschland, darauf gedrängt, die maximal zulässigen Werte verglichen mit 2021 nur um 30 Prozent zu senken. Länder wie Großbritannien, Frankreich und Italien waren deutlich ehrgeiziger. Auf ihr Drängen hatten sich die EU-Umweltminister auf 35Prozent geeinigt. Das EU-Parlament wollte dagegen mit 40 Prozent noch mehr. Jetzt trafen sie sich mit 37,5 Prozent in der Mitte. Für „sehr ambitioniert“ hält Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Einigung der Europäischen Union. „Das war eine politische Entscheidung“, sagt Prof. Stefan Reindl, Chef des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen. Nahezu kein Autohersteller werde die Grenzwerte schaffen. Mit dem Diesel wäre es leichter – aber der ist in Verruf. VDA-Präsident Mattes sieht deutsche Arbeitsplätze in Gefahr. Auch der Wissenschaftler Reindl rechnet mit dem Verlust von Jobs, allerdings hauptsächlich, weil weltweit zunehmend Elektroautos gefragt sind. Dafür sei die Nachfrage in China und Nordamerika ausschlaggebend. „Die Entscheidungen fallen nicht bei uns.“ Es gibt auch andere Ansätze. Als interessant, aber technisch schwierig gilt schon lange die Brennstoffzelle. Daimler forscht daran seit Jahrzehnten genauso wie Hyundai und Honda. Daimler hat gerade erst das erste Modell mit Hybridantrieb auf den Markt gebracht, das es allerdings nur zu mieten und nicht zu kaufen gibt. Zudem existieren kaum Wasserstofftank-stellen. Der Wissenschaftler Reindl hat die Brennstoffzelle noch nicht abgeschrieben. Entscheidend sei allerdings die Nachfrage in China und den USA, die nicht auf sie setzten.

 

www.lr-online.de/nachrichten/politik/in-der-eu-soll-der-kohlendioxid-ausstoss-bis-2030-kraeftig-verringert-werden_aid-35212501

Wirtschaftsaufschwung

Gutes Jahr für die Autoindustrie

 

Quelle: Dorothee Torebko | MOZ | 6. Dezember 2018

 

Dieselkrise, CO2-Diskussionen, Handelsstreit mit den USA – war da was?, könnte man fragen angesichts der am Mittwoch veröffentlichten Produktionszahlen der Automobilindustrie für 2018. Die Skandale der vergangenen Monate haben den deutschen Herstellern nicht geschadet. Doch das könnte sich bald ändern. Die Klimapolitik gefährdet das Wachstum. Um dieses zu gewährleisten, müssen sich VW und Co. etwas einfallen lassen. Das Heilsversprechen lautet Elektromobilität. Die kommt mit massiven Investitionen daher. Die Hersteller verdreifachen in den kommenden drei Jahren ihr Angebot an E-Modellen auf 100 und sie pumpen bis dahin 40 Milliarden Euro in E-Antriebe.

 

„Die Branche ist auf Hochtouren unterwegs, E-Fahrzeuge auf den Markt zu bringen“, sagt Professor Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) in Geislingen. Er ist auf Automobilherstellung- und Handel spezialisiert und ein Kenner der Szene. Neben den positiven Aspekten – Reduktion von giftigen Stickoxiden und bei umweltfreundlicher Batterieherstellung Reduktion von CO2 – betont Reindl aber auch die Gefahren von Elektromobilität. „Wenn man nur darauf setzt, wird sie Arbeitsplätze kosten“, betont der Wissenschaftler. Einer Rechnung des IFA zufolge könnten bis 2030 bis zu 15 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen. Der Grund: Für den Bau von Elektromotoren braucht es nicht so viele Fachkräfte wie von Verbrennungsmotoren.

 

Also doch lieber auf Diesel und Benziner setzen? Reindl und auch Politikern aus der SPD und Union zufolge wird es ohne diese Antriebe erst einmal nicht gehen. Vor allem bei größeren Fahrzeugen, die lange Strecken fahren müssen, „behält der Verbrennungsmotor Bedeutung“, schätzt der Professor. Denn das E-Auto hat ein großes Problem: Es ist derzeit nicht nur teurer als Diesel und Benziner, es fehlt auch die Infrastruktur. Reindl sieht dabei die Hersteller in der Pflicht, VDA-Chef Mattes die Politik. „Der größte Teil der Ladevorgänge findet im privaten Bereich statt. Damit elektrisches Laden selbstverständlich wird, müssen auch das Bauordnungs-, Miet- und Eigentumsrecht angepasst werden.“ Derzeit hat Deutschland 13 500 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Viel zu wenige, wenn es nach den Herstellern geht. Andere Länder stehen besser da. In Oslo teilen sich 450 Einwohner eine Ladestation, in Berlin kommt eine Station auf 4500 Autofahrer.

 

https://www.moz.de/wirtschaft/regionale-wirtschaft/artikel-ansicht/dg/0/1/1695981/

Die Branche strotzt vor Kraft und sorgt sich dennoch

 

Quelle: Dorothee Torebko | Südwest Presse | 05. Dezember 2018

 

Die USA lassen in Sachen Strafzölle mit sich reden. Trotz guter Zahlen der deutschen Hersteller sehen Branchenexperten Gefahren.

 

„Die Branche ist auf Hochtouren unterwegs, E-Fahrzeuge auf den Markt zu bringen“, sagt Professor Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) in Geislingen. Er ist auf Automobilherstellung- und Handel spezialisiert und ein Kenner der Szene. Neben den positiven Aspekten – weniger Stickoxide und bei umweltfreundlicher Batterieherstellung weniger CO2 – betont Reindl aber auch die Gefahren von Elektromobilität. „Wenn man nur darauf setzt, wird sie Arbeitsplätze kosten“, betont der Wissenschaftler. Einer Rechnung des IFA zufolge könnten bis 2030 bis zu 15 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen. Denn für den Bau von Elektromotoren braucht es nicht so viele Fachkräfte wie von Verbrennungsmotoren.

 

www.swp.de/wirtschaft/news/beschwichtigungsbesuch-im-weissen-haus-28531930.html

Nach Verkaufsverboten im Diesel-Skandal

Wie löst Daimler den Neuwagenstau auf?

 

Quelle: Harry Pretzlaff | Stuttgarter Zeitung | 30. Oktober 2018

 

Im vierten Quartal will Daimler ohne Preiskampf wieder zu einem normalen Lagerbestand an Neuwagen kommen – denn in den Halden stehen viel zu viele Wagen. „Es gibt sicherlich ein Preisrisiko“, urteilt Stefan Reindl, der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen. „Wenn Autos, die auf der Halde stehen, in den Markt gedrückt werden, funktioniert das in der Regel über den Preis“, sagt Reindl. Der Wissenschaftler meint aber schon, dass es die Stuttgarter schaffen könnten, die Bestände wie geplant abzubauen. 50000 Autos in drei Monaten zusätzlich zu verkaufen dies sei keine übermächtige Dimension angesichts eines weltweiten Absatzes von rund 200000 Autos im Monat.

 

www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.die-halden-sind-gross-wie-loest-daimler-den-neuwagenstau-auf.b375aa95-3f44-4dbc-8325-e82b2b3c864e.html

WIRTSCHAFT

Den Wandel bewältigen – aber wie?

 

Quelle: Henrik Sauer | Nürtinger Zeitung |19. Oktober 2018

 

Beim Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen diskutierten Experten über die Zukunft der Branche. Die Automobilindustrie steht vor einem fundamentalen Wandel. Hinzu kommen Probleme wie Fahrverbote und Nachrüstungen für Diesel-Fahrzeuge. Vor diesem Hintergrund fand am Donnerstag der Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen statt. Zu den Rednern gehörten unter anderem die Chefs von Porsche und Skoda, Oliver Blume und Bernhard Maier. „The future is unwritten“, lautete das Motto, unter das die Organisatoren die 19. Auflage ihres Branchenevents gestellt hatten. Dabei handle es sich um ein Zitat des Sängers der englischen Punkrock-Band „The Clash“, Joe Strummer, erklärte Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen. Der Satz passe auch auf die Automobilbranche: „Die Zukunft lässt sich auch für uns nicht vorhersagen“, so Reindl. Was heute diskutiert werde, könne morgen schon wieder obsolet sein.

 

www.ntz.de/nachrichten/wirtschaft/artikel/den-wandel-bewaeltigen-aber-wie/

Im Schatten der Diesel-Krise

Autobranche diskutiert über Zukunft

 

Quelle: dpa | Zeit Online | 18. Oktober 2018

 

Nürtingen (dpa) - Fahrverbote und Nachrüstungen für Diesel-Fahrzeuge, CO2-Ziele der EU - die Hiobsbotschaften für die Autoindustrie reißen nicht ab. Die Branche steht vor einem fundamentalen Wandel. Doch ist der Ausstieg aus Technologien wie dem Diesel oder sogar allen Verbrennungsmotoren die Lösung? Heute widmet sich ein Branchengipfel der Zukunft der Autoindustrie in Nürtingen dem Thema. Geladen sind neben dem Porsche-Chef Oliver Blume auch der Skoda-Chef Bernhard Maier und der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes.

 

Der Sportwagenbauer Porsche hatte jüngst den Ausstieg aus dem Diesel angekündigt. Bis 2025 sollen 50 Prozent der verkauften Porsche reine Elektroautos sein. Der Nischenanbieter sticht mit seinen ehrgeizigen Zielen in der deutschen Branche heraus. BMW und Daimler wollen 2025 etwa 15 bis 25 Prozent ihres Absatzes mit Elektroautos bestreiten. Volkswagen will in dem Jahr eine Million E-Fahrzeuge verkaufen.

 

Nach Einschätzung von Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft der Hochschule Geislingen - dem Ausrichter des Branchengipfels - wird schon ein Ausstieg aus dem Diesel „anspruchsvoll für die Branche. Denn die Produktion für Elektroautos wird erstmal teurer für die Hersteller, gleichzeitig können die nicht teuer verkauft werden. «Ein Ausstieg aus dem Diesel, wie ihn Porsche plant, lässt sich nicht auf andere Hersteller übertragen“, prognostiziert Reindl.

 

https://www.zeit.de/news/2018-10/18/autobranche-diskutiert-ueber-zukunft-181017-99-416518

IfA-Markenmonitor:

Citroën wird Nachhaltigkeitssieger

 

Quelle: Christof Rührmair| Automobilwoche | Mittwoch, 17. Oktober 2018

 

Der diesjährige Sieger des Nachhaltigkeitsrankings, das die "stetige, nachhaltige Verbesserung der zufriedenheitsrelevanten Aspekte in der Beziehung zwischen Herstellern und Händlern" bewertet, ist Citroën, wie IfA-Direktor und Studienleiter Stefan Reindl am Mittwochabend mitteilte. Die höchste Bewertung erreichte dieses Jahr Citroen mit 66,27 vor Porsche mit 65,90 und BMW mit 61,02 von jeweils 100 möglichen Punkten. Damit ist kein einziger Hersteller aus dem Siegertrio des Vorjahres erneut vertreten. Damals hatte Mitsubishi vor Volvo und Renault den Nachhaltigkeitstitel erhalten.

Der Nachhaltigkeitssieger Citroën verdankt seinen Titel unter anderem der Tatsache, dass er seine Händlergesamtzufriedenheit von 3,32 im Jahr 2015 - mit Zwischenschritten von 3,17 (2016) und 2,83(2017) - auf die Note 2,66 im Jahr 2018 steigern konnte. Punkten konnte der Importeur vor allem in den Bereichen "Produkt und Marke", "Vertriebspolitik" und "Netzpolitik".

 

www.automobilwoche.de/article/20181017/NACHRICHTEN/181019905/ifa-markenmonitor-citroen-wird-nachhaltigkeitssieger

Autohäuser unter Druck

Wie der Dieselskandal den Autohändlern schadet

 

Quelle: Mario Brück, Matthias Hohensee, Martin Seiwert und

Peter Steinkirchner | Wirtschaftswoche | 15. Oktober 2018

 

Das Autohaus war einst stolzes Symbol des deutschen Wirtschaftswunders. Doch das ist vorbei. Dieselkrise, Elektroantrieb und Druck der Hersteller gefährden eine deutsche Institution. Weiße und rote Laser zuckten durch den Kunstnebel, auf der Multimedialeinwand verschmolzen die vier Ringe des Herstellers Audi mit den Umrissen des neuen Autohauses. 600 Gäste waren zu der für ostwestfälische Verhältnisse großen Show gekommen, mit der das Unternehmen Max Moritz in Bielefeld die Eröffnung der neuesten Filiale zelebrierte. Die Gaudi ist erst drei Jahre her – und das Vorzeigehaus schon Geschichte.

 

Denn Ende 2017 musste Max Moritz Insolvenz anmelden. Die Kette gehörte zur Osnabrücker Weller-Gruppe, die mit mehr als 30 Standorten ihrerseits eine der größten Handelsketten Deutschlands ist – und derzeit umdenken muss. „Ein Haus mit den Dimensionen wie in Bielefeld würde ich heute nicht mehr bauen“ sagt ihr Chef Burkhard Weller: „Die Zeiten der Paläste mit Platz für 50 und mehr Neufahrzeugen ist vorbei.“

 

https://www.wiwo.de/my/unternehmen/auto/autohaeuser-unter-druck-wie-der-dieselskandal-den-autohaendlern-schadet/23172148.html?ticket=ST-404070-aS1prTiveRkR3q1RXRd7-ap2

Die EU könnte gerade den endgültigen Sieg des E-Auto besiegelt haben

Er kommt früher als gedacht

 

Quelle: Claudia Saatz, BUSINESS INSIDER DEUTSCHLAND, 13. Oktober 2018

 

Verbrennungsmotoren könnten bald der Vergangenheit angehören. Nach dem Beschluss der europäischen Umweltminister am vergangenen Dienstag sollen die CO2-Grenzwerte von Neuwagen bis 2030 voraussichtlich um 35 Prozent reduziert werden, was ein klarer Vorteil für Elektroautos wäre. Fachleute sagen damit das Aus für Verbrennungsmotoren voraus, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet. Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen, schließt sich dieser Meinung an. „Das Ziel der Schadstoffreduktion ist sehr ambitioniert. Das bedeutet, dass der Umbau hin zu elektrifizierten Antrieben schneller und dynamischer vonstatten gehen muss, als die Branche das bisher geplant hat.“

IfA Branchengipfel 2018

Porsche-Chef zeigt Zukunftsperspektiven auf

 

Quelle: AUTOHAUS, 12. Oktober 2018

 

Der Wandel in der Autobranche vollzieht sich rasant. Welchen Herausforderungen sich Hersteller- und Händlerebene stellen müssen, wollen Top-Entscheider beim IfA-Kongress 2018 herausarbeiten. Porsche-Chef Oliver Blume will beim 19. Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) die Zukunftsperspektiven für die Kfz-Branche aufzeigen. "Elektrifizierung, Digitalisierung, Konnektivität – diese drei großen Trends verändern die Mobilität radikal", erklärt der Topmanager im Vorfeld des Fachkongresses am 17. und 18. Oktober in Nürtingen. "Da sich die Weltmärkte unterschiedlich schnell entwickeln, stellt sich Porsche derzeit möglichst breit auf." Der IfA Branchengipfel zählt zu den größten automobilwirtschaftlichen Kongressen in Deutschland. Institutschef Prof. Stefan Reindl erwartet an beiden Tagen bis zu 600 Teilnehmer. "Gerade der Einbezug aller Branchenakteure – von der Industrie- über die Handelsebene bis hin zu Mobilitätsdienstleistern und politischen Entscheidungsträgern – zeichnet den IfA-Kongress auch in seiner 19. Auflage aus. Insbesondere in solch bewegten Zeiten sind die Entscheider auf derartigen Austausch angewiesen, denn die Zukunft der Branche ist keineswegs abgesichert."

Verkaufsförderung

Im Rabatt-Labyrinth

 

Quelle: Felix Reek, Süddeutsche Zeitung, 12. Oktober 2018

 

Bei den Kaufprämien für alte Diesel gibt es viele Fallstricke im Kleingedruckten. Von den Prämien profitieren vor allem Neuwagenkäufer. Die Angebote lohnen sich nur für die, die sowieso ein neues Auto kaufen wollen. "Bei Renault sieht man, dass gerade die Fahrzeuge mit hohem Absatzvolumen mit weniger Abwrackprämie versehen werden, absatzschwächere mit höheren Prämien", erklärt Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft (IfA). Gute Angebote sind es trotzdem. "Auch 5000 Euro sind deutlich über dem, was man sonst bekommt. Solche Rabatte lassen sich tatsächlich nicht erzielen, wenn ich normal kaufe", so der Leiter des IfA. Die deutschen Hersteller sind bei ihren Rabatten deutlich zurückhaltender - trotz den Absprachen mit der Bundesregierung. "Was Verkehrsminister Scheuer da aufgesetzt hat, ist ein Positionspapier", so Reindl, "es gibt keine rechtliche Handhabe. Die Politik gibt in diesem Zusammenhang ein schlechtes Bild ab."

Gastkommentar

Von Durchbruch weit entfernt

 

Quelle: swp.de, 12. Oktober 2018

 

Professor Dr. Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft der HfWU, sieht die bisherigen Ergebnisse des Dieselkompromisses kritisch: Konkrete Maßnahmen wurden noch nicht definiert, vom „Good will“ der Hersteller hänge viel ab, schreibt er in seinem Gastkommentar. Von einem Durchbruch ist man aber weit entfernt: Weder konkrete Maßnahmen noch die Höhe der Beteiligung der Hersteller bei Umtauschprämien sind bisher definiert und vom „Good will“ der Hersteller und Importeure abhängig. BMW und Opel haben schon erklärt, dass sie sich nicht an der Finanzierung der Umrüstung beteiligen wollen. Ohne Fördermittel wird es nicht gelingen, die Fahrzeughalter von Kosten zu verschonen. Die Umrüstlösung wird bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen. Dazu kommen Haftungsfragen und mögliche Wettbewerbsnachteile für deutsche Autohersteller. Es bleibt schon ­aufgrund des relativ geringen Anteils der in Betracht gezogenen Fahrzeuge abzuwarten, ob sich Fahrverbote tatsächlich vermeiden lassen. Dies zeigt nicht zuletzt das höchstrichterliche Urteil bezüglich Berlin.

Kohlendioxid-Ausstoß

"Fossiles Auto grün angemalt"

 

Quelle: Thomas Veitinger, Schwäbisches Tagblatt, 11. Oktober 2018

 

Wenn alle Beteiligten unzufrieden sind, heißt es, ist ein Kompromiss gut. Von daher scheint der Kompromiss gelungen, den die EU-Umweltminister in der Nacht zu Mittwoch erreicht haben. Denn so richtig anfreunden kann sich kaum jemand mit dem 35 Prozent geringeren CO2-Ausstoß für Neuwagen von 2030 an. Für den Auto-Experten Stefan Reindl ist es eine Entscheidung, die „Auto-Herstellern auf den Zahn fühlt“ und den Transformationsprozess der Elektrifizierung der Antriebe voranbringt. „35 oder 40 Prozent sind ambitioniert, müssen aber nicht zwangsläufig eine Überforderung sein“, sagt der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Es seien höhere Investitionen und mehr Mitarbeiter nötig, um den Umbau zu bewältigen.

automotive TopCareerAwards 2018

Die attraktivsten Arbeitgeber in der Autobranche

 

Quelle: asp - autoservicepraxis.de, 10. Oktober 2018

 

Der Autohandel fährt den Herstellern und Zulieferern bei der Arbeitgeber-Attraktivität deutlich hinterher. Das zeigt eine Online-Umfrage des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) unter Studierende und Young Professionals. Der Trend der vergangenen Jahre, die auf eine Schließung der Lücke in der Attraktivitätsbewertung zwischen Industrie und Handel hingewiesen hat, könne in der aktuellen Untersuchung nicht fortgeschrieben werden, sagte IfA-Leiter Prof. Stefan Reindl am Dienstag bei der Verleihung des "automotive TopCareerAward 2018" in Stuttgart. Beliebtester Autohändler ist demzufolge die Hahn Gruppe, die erstmals an der Spitze der jährlichen Branchenstudie steht. Die große VW-Autohandelsgruppe aus Stuttgart erhält von den Befragten die Durchschnittsnote 2,90. Der Vorjahressieger, die Emil Frey Gruppe (3,01), landet auf Platz zwei – gefolgt von der Wellergruppe (3,23). Zum Vergleich: Bosch bekommt von den Nachwuchskräften eine durchschnittliche Bewertung von 1,76. Der Technologie-Riese gilt damit als attraktivster Arbeitgeber der Branche. Unter den Autoherstellern genießt Mercedes-Benz mit der Note 1,78 die höchste Wertschätzung. Dicht auf den Fersen ist der Lokalrivale Porsche (1,79). Das Sieger-Treppchen komplettiert BMW mit einem Wert von 2,09.

Automotive TopCareer Awards 2018

Bosch ist beliebter als Mercedes-Benz

 

Quelle: Gerd Scholz, Automobilwoche, 9. Oktober 2018

 

Innerhalb der Automobilindustrie ist Bosch für Studierende und Young Professionals der attraktivste Arbeitgeber – haarscharf vor Mercedes-Benz. Der Zulieferer und der Premiumhersteller gewannen zwei der acht automotive TopCareerAwards 2018, die vom Institut für Automobilwirtschaft und der Automobilwoche in acht Kategorien vergeben wurden. Innerhalb der Automobilbranche zeigt sich ein klares Beliebtheitsgefälle zwischen den verschiedenen Teilbereichen. Bei der Online-Befragung von rund 1000 Studierenden und Young Professionals durch das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) vereinten die Automobilhersteller im Durchschnitt die höchsten Beliebtheitswerte auf sich. Die zweitattraktivsten Arbeitgeber finden sich unter den Automobilzulieferern. Danach folgen die Bereiche Automotive Consulting und Entwicklungsdienstleister. Die Captive-Finanzdienstleister liegen dann etwas vor den Automobilhandelsgruppen, die ungefähr gleich auf liegen mit den Dienstleistern im Automobilumfeld. Auf dem letzten Platz landen als Gruppe die Non-Captive Finanzdienstleister. Bewertet wurde die Attraktivität der Arbeitgeber auf einer an das Schulnotensystem angelehnten von eins Skala (sehr attraktiv) bis sechs (unattraktiv).

Nachrüst-Chaos

Böse Überraschung für Diesel-Fahrer

 

Quelle: Bild | 8. Oktober 2018

 

Wer dachte, dass sich das Diesel-Problem mit dem Maßnahmenpaket der GroKo in Luft auflöst, lag voll daneben …

Denn langsam aber sicher wird klar: Diesel-Fahrer werden noch eine Weile auf die vom Verkehrsministerium angedachten Nachrüstsysteme warten müssen. Hersteller wie Baumot wollen zwar 2019 mit ersten für Euro 5-Diesel vorgesehenen Lösungen auf den Markt kommen. Doch Experten kalkulieren vorsichtiger: „Ich rechne erst in zwei Jahren mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen“, sagt etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen.

Die Regierung will mit Hardware-Nachrüstungen (SCR-Katalysatoren) drohende Fahrverbote verhindern. In Städten wie Stuttgart werden vom 1. Januar 2019 an zunächst die Euro 4-Diesel aus der Innenstadt verbannt, im September 2019 könnte dann das Aus für Euro 5-Diesel kommen. Wer auf nachgerüstete Katalysatoren setzt, um trotzdem fahren zu dürfen, wird bis dahin also maximal auf ein Schulterzucken in den Werkstätten stoßen …

 

https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/diesel-boese-nachruestungs-ueberraschung-fuer-euro-5-halter-57705174.bild.html

Drohende Fahrverbote

Das Problem der Diesel-Nachrüstung weitet sich aus

 

Quelle: Herbie Schmidt, Neue Zürcher Zeitung, 8. Oktober 2018

 

Das Damoklesschwert drohender Fahrverbote für alte Dieselautos in Deutschland bleibt laut Experten noch Jahre bestehen. Derweil warnt die EU-Kommission die Hersteller vor dem Export eingetauschter Fahrzeuge.

Die zweifache Wahllösung aber könnte nun doppelt ins Leere greifen. So melden sich nun Experten zu Wort, die nicht an eine rasche Verfügbarkeit von Hardware-Kits zur Nachrüstung älterer Dieselmotoren glauben. «Ich rechne erst in zwei Jahren mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen», sagte etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. «Jeder Fahrzeugtyp erfordert jeweils eine spezifische Ausgestaltung der Umrüstlösungen», so Reindl.

KBA: Erst ein System zur Freigabe

Diesel-Nachrüstsysteme lassen auf sich warten

 

Quelle: Tino Böhler, AUTOMOBILPRODUKTION, 8. Oktober 2018

 

Bislang liegt dem Kraftfahrtbundesamt nur ein Nachrüstsystem zur Freigabe vor, wie das Bundesverkehrsministerium jetzt mitteilte. Experten wie Stefan Reindl rechnen "erst in zwei Jahren mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen“. Bundesverkehrsministerium angedachten Nachrüstsysteme warten müssen. Hersteller wie Baumot wollen zwar im kommenden Jahr mit ersten für Euro 5-Diesel vorgesehenen Lösungen auf den Markt kommen. Doch Experten kalkulieren vorsichtiger: „Ich rechne erst in zwei Jahren mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen“, sagt etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen.

Konzept für saubere Luft 

Maximal ein Diskussionsvorschlag

 

Quelle: rp, autohaus.de, 4. Oktober 2018

 

Die Nachrüstsysteme für ältere Diesel werden wohl nicht schnell genug zur Verfügung stehen, um Fahrverbote zu verhindern. Dafür gibt es mehrere Gründe. Diesel-Fahrer werden noch eine Weile auf die vom Bundesverkehrsministerium angedachten Nachrüstsysteme warten müssen. Hersteller wie Baumot wollen im kommenden Jahr mit ersten für Euro 5-Diesel vorgesehenen Lösungen auf den Markt kommen. Doch Experten kalkulieren vorsichtiger: "Ich rechne erst in zwei Jahren mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen", sagt etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen. Mit Blick auf drohende Fahrverbote dürfte das für einige Dieselfahrer nicht reichen. In Städten wie Stuttgart werden vom 1. Januar 2019 an zunächst die Euro 4-Diesel, im September 2019 könnte dann das Aus für Diesel der Abgasnorm Euro 5 kommen.

Daimler-Chef Zetsche hört auf

Daimler-Chef Zetsche hört auf - Schwede Källenius übernimmt

 

Quelle: welt.de, 26. September 2018

 

Zuletzt war Zetsche wegen des Vorwurfs von Abgasmanipulationen bei Mercedes mehrfach von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einbestellt worden. Im Juni ordnete die Bundesregierung dann einen amtlichen Rückruf mehrerer Diesel-Modelle an, von dem deutschlandweit 238.000 Fahrzeuge und europaweit sogar 774.000 Autos betroffen sind. Daimler kündigte an, mit den Behörden zu kooperieren. Dass der Wechsel an der Konzernspitze aber auch damit zu tun haben könnte, glaubt Autoexperte Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen, nicht. Unter Zetsche habe sich Daimler "durchaus positiv" entwickelt, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Departing Daimler CEO Dieter Zetsche leaves successor with big challenges

 

Quelle: The Economic Times, 26. September 2018

 

Flamboyantly-moustachioed Zetsche broke with many of the staid codes of corporate Germany, often making public appearances in jeans and Converse sneakers and managing to come off as "cool, self-deprecating and convincing," business daily Handelsblatt judged earlier this year. The affable exterior conceals the heart of "the best salesman in the country," the paper added.  Observers credit Zetsche with skilfully managing Daimler's 2007 divorce from Chrysler after their 1998 merger proved unsuccessful. Since then, Daimler's books have prospered under Zetsche's leadership, with net profits last year of 10.9 billion euros (USD 12.8 billion) on revenues of 164 billion euros. Trained as an engineer, "he's seen as someone who thinks very well strategically, but is also assertive about getting things done," expert Stefan Reindl of car industry institute IFA told AFP. After becoming head of Chrysler in 2000, Zetsche convinced unions to accept 26,000 job losses and six factory closures to turn the business around. As for the reasons for his departure, "there's no kind of crisis forcing (Zetsche) to leave now," Reindl said.

Pop-up-Store

Hamburg – das Schaufenster für Elektroflitzer

 

Quelle: Volker Mester | Hamburger Abendblatt | 19. September 2018

 

Auch Jaguar entdeckt die norddeutsche Metropole und zeigt in einem Pop-up-Store an den Großen Bleichen seine Innovation.

Showdown bei der Diesel-Nachrüstung

Abgase - Showdown bei der Diesel-Nachrüstung

 

Quelle: Thomas Veitinger, tagblatt.de, 19. September 2018

 

Laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sind 3,1 Mio. Euro-4-Fahrzeuge technisch nicht umrüstbar, bei Euro-5 sollen es 3,5 Millionen sein. Dem widersprechen die Nachrüst-Anbieter und das Kraftfahrzeuggewerbe, die zum Teil eine Nachrüstmöglichkeit von mehr als 90 Prozent sehen. Dafür wäre die Mitarbeit der Autohersteller hilfreich, die technische Informationen zur Verfügung stellen müssten. Scheuer sieht die Autobauer ohnehin in der Pflicht: „Ohne Automobilhersteller, die rechtlich ja nicht verbindlich dafür zuständig sind, werden wir keine Lösungen finden.“ Müssen die Autohersteller verkaufte Diesel nachrüsten, die Stickoxidvorschriften nicht einhalten? Juristisch wohl nicht. „Die Fahrzeuge haben bei ihrem Verkauf den Anforderungen genügt und die Hersteller können rechtlich nicht dazu gezwungen werden, sie auf eigene Kosten nachzurüsten“, sagt Stefan Reindl, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft.

Hamburg – das Schaufenster für Elektroflitzer

Pop-Up-Store: Hamburg – das Schaufenster für Elektroflitzer

 

Quelle: Volker Mester, abendblatt.de, 19. September 2018

 

„Erst die Digitalisierung hat es möglich gemacht, etwas darzustellen, was man physisch nicht vorrätig hat“, sagt dazu der Branchenexperte Stefan Reindl, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Auch Jaguar, Tesla und Mercedes könnten in ihren kleinräumigen City-Showrooms und Pop-up-Stores ja nur beispielhaft in realer Form zeigen, welche Ausstattungsvarianten möglich seien, darüber hinaus greife man stark auf digitale Medien zurück. Aus Sicht von Reindl passt die technologielastige Präsentationsform aber gut zu der neuen Generation von vollelektrischen Autos. Schließlich habe sich zum Beispiel Tesla einst ja auch einiges von den durchgestylten Apple-Stores abgeschaut.

Elektromobilität

Bläst Deutschland jetzt zur Aufholjagd?

 

Quelle: Gerhard Schröder, deutschlandfunkkultur.de, 18. September 2018

 

Das hält auch Stefan Reindl vom Institut für Automobilwirtschaft in Stuttgart für die falsche Strategie. Statt weiter auf den Verbrennungsmotor zu setzen, empfiehlt er einen baldigen Ausstieg: "Wir brauchen eine klare Zeitschiene, wann welche Antriebe nur noch akzeptiert werden bei den Neuzulassungen. Dann entsteht Druck auf die Automobilindustrie. Das ist nicht zwangsläufig negativ, es gibt auch Sicherheit den Herstellern und Zulieferern, in welche Technologien sie investieren müssen."

Diesel-Skandal

Diesel-Krise auch nach drei Jahren ungelöst

 

Quelle: Dorothee Torebko, swp.de, 17. September 2018

 

Die Autoindustrie profitiert: Infolge des Diesel-Gipfels vor einem Jahr versprachen die Autobauer erstens, 5,3 Millionen Diesel der Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6 mit einer neuen Software zu versehen. Das ist bei 2,9 Millionen Fahrzeugen geschehen. Bis Ende des Jahres sollen alle alten Diesel upgedatet werden. Das hält der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft, Stefan Reindl, für unrealistisch: „Die Zeit ist zu kurz. Viele Kunden werden zögern, weil sie von einem Update einen höheren Verbrauch befürchten.“

Handelsabkommen

Verschärfung der NAFTA-Regeln schmerzt deutsche Autobauer kaum

 

Quelle: industriemagazin.at, 31. August 2018

 

Die Veränderung dieser 'Rules of Origin' würde vor allem Automobilhersteller sanktionieren, die Fahrzeugteile aus anderen Ländern, insbesondere aus Asien oder Europa, nach Nordamerika einführen, um sie dort zu verbauen", erklärt der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen, Stefan Reindl. "Davon profitieren würden vor allem US-amerikanische Automobilhersteller." Aber auch für die deutschen Hersteller mit Werken in Mexiko sei die neue Regelung im Prinzip vorteilhaft, so Reindl weiter. Viele produzieren dort nämlich für den US-Markt. Allerdings führen die Hersteller auch komplette Fahrzeuge nach Nordamerika ein, auf die Zölle fällig werden. "Ich gehe davon aus, dass sich beide Effekte größtenteils gegeneinander aufheben könnten."

 

Eine weitere Bestimmung ist, dass künftig 40 bis 45 Prozent der Autoteile in einer Fabrik hergestellt werden müssen, in der Arbeiter mindestens 16 Dollar (13,7 Euro) pro Stunde bekommen. "Auf den ersten Blick stützt diese Regelung so die US-amerikanische Automobilwirtschaft", erklärt Reindl. "Mexikaner verdienen im eigenen Land lediglich ein Viertel US-amerikanischer Arbeitnehmer, die in der Automobilindustrie durchschnittlich rund 30 Dollar je Stunde erhalten."

 

Allerdings könnten die Autohersteller Reindl zufolge auch den niedrigen Zollsatz von 2,5 Prozent akzeptieren, der bei Nichteinhaltung der Quote droht. "Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit der in Mexiko produzierenden Unternehmen wohl nur geringfügig beeinflussen."

Studie zur Händlerzufriedenheit:

Startschuss für den IFA MarkenMonitor 2018

 

Quelle: os | Automobilwoche | 14. August 2018

 

Wie zufrieden sind die Autohändler? Der IFA MarkenMonitor 2018 will die Frage beantworten und hat daher in dieser Woche mit Telefoninterviews begonnen. Der Startschuss für den MarkenMonitor 2018 unter Federführung des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) ist gefallen. Die Interviews mit Geschäftsführern und Inhabern von Autohäusern haben bereits diese Woche begonnen. "Wir haben die Ursprungskonzeption der Händlerzufriedenheitsanalyse in den vergangenen 20 Jahren stets verfeinert und den neuen Gegebenheiten der Branche angepasst", sagt IFA-Chef Stefan Reindl, der seit 2013 für das Forschungsprojekt verantwortlich ist.

 

So wurden bereits neuere Entwicklungen hinsichtlich der Digitalisierungs- und Direktvertriebsbestrebungen sowie im Hinblick auf den Einfluss neuer Antriebstechnologien auf das Servicegeschäft in das Befragungskonzept aufgenommen. "Die bewährte IFA-Konzeption zum Händlerzufriedenheits-Monitoring sorgt darauf aufbauend für hohe Datenqualität und methodische Weiterentwicklung gleichermaßen", so Reindl weiter.

 

https://www.automobilwoche.de/article/20180814/NACHRICHTEN/180819974/studie-zur-haendlerzufriedenheit-startschuss-fuer-den-ifa-markenmonitor-

Diesel Gipfel - Ein Jahr danach

Viel versprochen, viel gebrochen

 

Quelle: Nils Viktor Sorge und Emil Nefzger, spiegel.de, 02. August 2018

 

Abwrackprämien für alte Autos - was wurde versprochen? Nach dem Gipfel kündigten die großen Autohersteller eine "Umstiegsprämie" für alte Dieselautos an. Käufer eines Wagens mit "modernster Abgasnachbehandlung" oder von E-Fahrzeugen sollten einen Bonus erhalten, wenn sie zugleich einen Wagen der Schadstoffklasse Euro 4 oder älter abgeben.

 

Das ist passiert: Nahezu alle großen Hersteller buhlten tatsächlich mit hohen Eintauschprämien um Kunden. Volkswagen und Audi zahlten bis zu 10.000 Euro an Fahrer, die einen alten Diesel abgaben und einen Neuwagen kauften. Ford spendierte bis zu 8000 Euro, BMW und Mercedes bis zu 2000 Euro. Stefan Reindl vom Geislinger Institut für Automobilwirtschaft schätzt, dass 200.000 Neuwagen mit derartigen Rabatten verkauft wurden.

Große Autohausgruppen verdienen unterdurchschnittlich

Umsatz der größten Handelsgruppen steigt deutlich

 

Quelle: Jens Rehberg | kfzw-betrieb | 1. August 2018

 

2017 haben die 100 größten deutschen Autohandelsgruppen beim Gewinn etwas schlechter abgeschnitten als der Durchschnitt der gesamten Branche. Wie im „Händlergruppenmonitor 2018“ des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) nachzulesen ist, konnten die großen Gruppen im vergangenen Jahr bei Umsatz und Absatzvolumen zwar satte Steigerungen erzielen. Vergleicht man jedoch die durchschnittliche Umsatzrendite der Top-100 mit den ZDK-Kennzahlen für die Gesamtbranche, so lagen die Großen im mittlerweile vierten Jahr in Folge etwas unterhalb des Branchenniveaus. So sank die Umsatzrendite der größten Autohandelsgruppen 2017 laut der IFA-Studie von 1,6 Prozent im Vorjahr auf 1,4 Prozent ab. Für die Gesamtbranche weist der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe für das Jahr 2017 eine Durchschnittsrendite von 1,5 Prozent aus. Bei ihren Analysen konnten die Autoren der IFA-Studie, Prof. Stefan Reindl und Benedikt Maier, auf Kennzahlen von 64 von 100 Handelsgruppen zurückgreifen – 36 der gelisteten Top-100-Unternehmen gaben den Wissenschaftlern keine Zahlen zu ihrer Renditesituation.

 

https://www.kfz-betrieb.vogel.de/grosse-autohausgruppen-verdienen-unterdurchschnittlich-a-738862/

Prof. Stefan Reindl im Interview

"Spekulationen schaden dem Autostandort Deutschland"

 

Quelle: Ralf Padrtka und Frank Selzle | AUTOHAUS | 25. Juli 2018

 

Nach dem Vorwurf eines möglichen Auto-Kartells gerät die durch den Dieselskandal bereits gebeutelte deutsche Autoindustrie weiter unter Druck. Die öffentliche Debatte, die durch den "Spiegel"-Artikel vom Wochenende nochmals angeheizt wurde, schadet dem Image der Branche. AUTOHAUS sprach mit dem Autoexperten Prof. Stefan Reindl, stellvertretender Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU), über die Qualität der Anschuldigungen und die möglichen Folgen.

 

AUTOHAUS: Erst "Dieselgate", nun Kartellvorwürfe: Wie glaubwürdig ist die Autoindustrie aus Ihrer Sicht überhaupt noch? Droht der deutschen Vorzeige-Branche ein Imageverlust?

Prof. S. Reindl: Ja, solche Sachverhalte zehren tatsächlich an der Glaubwürdigkeit der Automobilindustrie. Was mich allerdings ärgert, ist, dass bestimmte Medien tendenziös hinsichtlich rechtlicher Vergehen berichten, obwohl nach meinem Erkenntnisstand bislang weder ausreichend Beweise noch offizielle Anklageschriften vorliegen. Die aktuell veröffentlichten Spekulationen sind insofern nicht zielführend, sie schaden unserer Wirtschaft und dem Automobilstandort Deutschland mehr als sie nutzen.

 

AUTOHAUS: Fahrzeugentwicklung und -produktion sind bekanntlich hochgradig arbeitsteilig: Skandalisiert man nicht hier Prozesse, die für die Branchenplayer absolut relevant sind?

Prof. S. Reindl: Ja, die Notwendigkeit ist in vielfacher Hinsicht gegeben. Die Standardisierung und Normierung bestimmter Bauteile ist nicht nur notwendig, sie führt in vielen Fällen sogar zu niedrigeren Kosten und damit zu einem Zusatznutzen für Verbraucher. Zudem werden Unsicherheiten für Zulieferer minimiert.

 

AUTOHAUS: Geheime Absprachen, Tricksereien und Gesetzesbrüche – braucht die deutsche Autoindustrie einen Kulturwandel?

Prof. S. Reindl: Der Abgasskandal ist sicherlich als negativer Einschnitt hinsichtlich der deutschen Automobilwirtschaft zu bewerten. Wir sollten aber nicht so tun, als wäre der bislang erfolgreiche Industriezweig ein reines "Lügengebäude". Allerdings kann auch die Automobilindustrie – wie andere Industriezweige – nicht vor unrechtmäßig handelnden Personen vollkommen geschützt werden. Und selbstverständlich müssen die Unternehmen der Branche ihre unternehmenskulturelle Ausrichtung auf den Prüfstand stellen, um sich in Zukunft von solchen Skandalen zu schützen.

 

AUTOHAUS: Wie sollten die betroffenen Autobauer jetzt reagieren? Sollten Sie in die Offensive gehen?

Prof. S. Reindl: Ja, unbedingt. Eine glaubwürdige und vollumfängliche Aufklärung der Sachverhalte ist nötig, um das Vertrauen in den Industriezweig wieder zu stärken.

 

https://www.autohaus.de/nachrichten/prof-stefan-reindl-im-interview-spekulationen-schaden-dem-autostandort-deutschland-1972838.html

Innovationen im Schaufenster

Store-Check - Innovationen im Schaufenster

 

Quelle: Pascal Nagel, automotive IT, 23. Juli 2018

 

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. In der breiten Umsetzung gibt es durchaus noch Handlungsbedarf, wie Autoexperte Stefan Reindl im Gespräch mit automotiveIT deutlich macht: „Der digitale Reifegrad von Autohäusern liegt markenübergreifend aktuell wohl eher auf niedrigem Niveau.“ Laut dem Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) fehlen vor allem durchgängige und integrierte Konzepte, die Hersteller- und Händler­ebene mit technischen und softwareseitigen Schnittstellen zu verbinden.

Auto

China bringt Know-how für Batterien nach Deutschland

 

Quelle: Thomas Veitinger und Muschel | SWP Ulm | 10. Juli 2018

 

Am Montag hat der der größte chinesische Batteriezellenhersteller CATL bekanntgegeben, dass er eine Fabrik in Thüringen produzieren will. Zunächst soll ein dreistelliger Millionenbetrag investiert werden. Langfristig sollen in Erfurt bis zu 1000 Arbeitsplätze entstehen. Warum aber wagt sich Bosch nicht in die Fertigung und scheut Investitionen in Deutschland, während die Chinesen diese riskieren? Auch Daimler und der Chemiekonzern Evonik hatten es im sächsischen Kamenz versucht, aber aufgegeben. Stefan Reindl sieht eine mögliche Unterscheidung in der „Fertigungstiefe in der geplanten Fabrikationsstätte“: „Personal- und energieintensive Fertigungsbereiche könnten beispielsweise in China verbleiben“, sagt der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft der Nürtinger Hochschule für Wirtschaft und Umwelt. Dort sind die Löhne und Stromkosten erheblich billiger. Zudem hat CATL laut Reindl besseren Zugang zu den Rohstoffen und besitzt das  Know-how bei der Entwicklung und der Produktion von Batteriezellen. Es mache für deutsche Hersteller durchaus Sinn, zunächst auf Zulieferer und langfristig selbst auf eine Zukunftstechnologie –  wie Festkörperakkus – zu setzen.

 

https://www.swp.de/wirtschaft/news/china-bringt-know-how-fuer-batterien-nach-deutschland-27116496.html

Borgward

Noch hat der Stuttgarter Autobauer viele Baustellen

 

Quelle: Harry Pretzlaff, STUTTGARTER ZEITUNG, 28. Juni 2018

 

Autoexperten sehen die Zukunft von Borgward skeptisch:

 

Autoexperten sehen die Zukunftschancen von Borgward im gesättigten deutschen Markt, auf dem eine ganze Flut von Geländewagen angeboten werden, skeptisch. „Weder das Antriebsaggregat noch das Design oder sonstige Ausstattungsmerkmale sind ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal“, gibt Stefan Reindl, der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft (Ifa) zu bedenken.

Die Krise in unserer wichtigsten Branche

Deutschlands Autobosse im Verhör!

 

Quelle: Auto Bild | 23. Juni 2018

 

Autoexperten sehen die Zukunft von Borgward skeptisch:

 

Deutschlands wichtigste Branche steckt in der Krise: die Auto-Industrie. Der Dieselmarkt stürzt ab! Umweltgesetze werden strenger! Handelszölle drohen! Wie konnte es so weit kommen? Warum ist uns die Konkurrenz beim Thema Elektromobilität enteilt? Was kann Politik tun, um der deutschen Autoindustrie in der Transformation zu helfen?

 

https://www.bild.de/bild-plus/geld/wirtschaft/dieter-zetsche/autobosse-im-verhoer-56100984,view=conversionToLogin.bild.html

Dieselskandal

Angst vor der Justiz

 

Quelle: Thomas Veitinger, Südwest Presse, 20. Juni 2018

 

Für den Autoexperten Stefan Reindl ist die „Salami-Taktik“ der Hersteller eine „Melange aus juristischen und ökonomischen Gründen“. Daneben ergeben sich Unsicherheiten durch Euro-5- und Euro-6-Richtlinien, die einen zulässigen Interpretationsspielraum bieten, sagt der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. „Würde der eine oder andere Unternehmenslenker eingestehen, dass sein Unternehmen die Regelungen zu weit ausgelegt hätte, würde dies wohl zu einer Flut an Klagen führen.“

 

Auch Reindl glaubt an eine Zäsur nach der Inhaftierung Stadlers: Die Staatsanwaltschaft baue eine „neue Drohkulisse für die Unternehmenslenker auf“. Die zweimalige „Einbestellung“ von Daimler-Chef Dieter Zetsche ins Bundesverkehrsministerium komme einer Vorverurteilung gleich – obwohl die Schuld oder Unschuld nicht erwiesen sei.

Geislingen wird zur Autostadt

 

Quelle: Jürgen Wahr | SWP Geislinger Zeitung | 18. Juni 2018

 

Die Neuwagenmesse im Notzental mit zahlreichen Aktionen beschließt den Automobilsommer der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt. Die Besucher strömen scharenweise. Die Autoshow der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) ist als eine der größten Freiluftmessen in Süddeutschland Anlaufstelle für alle Fahrzeug- und Mobilitätsinteressierten in der Region. Professor Dr. Stefan Reindl, Chef des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der HfWU, und sein Studiengang Automobilwirtschaft holten für die 16. Auflage am Wochenende zirka 200 Fahrzeuge von rund 20 in- und ausländischen Marken ins Notzental.

 

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich über Neuheiten und Angebote zu informieren; wer wollte, konnte sich am Samstag anschließend beim Oldtimertreffen in der Fußgängerzone historische Fahrzeuge anschauen. Einige Besucher ließen sich auch zu elektrobetriebenen Fahrzeugen beraten. Diese verfügten zwar mittlerweile über größere Reichweiten, so Experte Reindl. Was aber noch fehle, sei unter anderem die fehlende Infrastruktur, also Ladestationen. Der Automobilprofessor wünscht sich in dieser Hinsicht mehr Aktivität von der Politik. Die Frage nach alternativen Antriebsmöglichkeiten und Ladestationen begegne ihm auch immer wieder als Thema, sagte der Geislinger Oberbürgermeister Frank Dehmer in seiner Begrüßung. Er dankte den Organisatoren für die Ausrichtung der Veranstaltung.

 

In der Parkstraße düsten die Teilnehmer des „Sparkassen Kart-Cup“ um die Wette – die Aktion wurde gut angenommen. Neu im Programm war ein Crash-Test auf dem Platz der Überkinger GmbH in Bad Überkingen und eine Übung der Geislinger Feuerwehr, die einen „Verletzten“ mit Spezialgeräten aus einem Fahrzeug rettete. Interviews von Reindl und Moderator Richard Röckl mit den Autohändlern zu ihren Produktschwerpunkten rundeten die zweitägige Veranstaltung ab. Michael Husse von BMW Fetzer aus Kuchen berichtete, dass vor allem Interesse an Mittelklassewagen bestehe. Immer wieder werde er nach dem „sauberen Diesel“ gefragt, vom Gesetzgeber stehe aber noch die Definition aus, welche Abgasklassen ab wann auf die Straße dürften. Zwei Bands unterhielten die Besucher, für die es auch Essen und Getränke gab. Der Nachwuchs kam beim Bobby-Car-Führerschein schon mit den Autos in Kontakt; Professor Reindl brachte den Jungen und Mädchen bei seiner Vorlesung der Kinderhochschule außerdem das Thema Mobilität näher.

 

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/geislingen/16.-autoshow_-geislingen-wird-zur-autostadt-26998858.html

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