Forschungsprojekte
Schwacke MarkenMonitor 2010
Händlerzufriedenheit im „Jahr der Abwrackprämie“ gestiegen
Die Zufriedenheit der deutschen Fabrikatshändler mit ihren Herstellern und Importeuren hat in diesem Jahr weiter zugenommen. Nachdem bei der von EurotaxSchwacke in Auftrag gegebenen Studie bereits in den Jahren 2008 und 2009 ein Zufriedenheitszuwachs festgestellt wurde, stieg die durchschnittliche Händlerzufriedenheit gemäß der diesjährigen Erhebung auf die Note 2,77 gegenüber der Vorjahresnote 2,83 (Schulnotensystem: 1 = sehr zufrieden; 6 = unzufrieden). In der nun 13. Erhebung zum Schwacke MarkenMonitor wurden insgesamt 1.059 Vertragshändler in Deutschland telefonisch befragt.
Der Ergebnisbericht kann bei eurotaxSchwacke bestellt werden. Weiterhin ist als Beilage zu Autohaus Nr. 11/2010 ein Spezial zum Schwacke MarkenMonitor erschienen.
Mobility Services
Chancenpotenziale für herstellergebundene Finanzdienstleister
Vor dem Hintergrund deutlich veränderter politischer wie auch wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stellt sich die Frage, ob Automobilhersteller und automobilnahe Dienstleister ihr künftiges Marktleistungsangebot erweitern müssen, um die sich daraus ergebenden Marktpotenziale auszuschöpfen. Die bisherigen herstellergebundenen Angebote an Mobilitätsdienstleistungen waren sehr stark auf die Förderung des Automobilabsatzes fokussiert. Möglicherweise lassen sich aufgrund eines veränderten Mobilitätsverhaltens Ergebnisbeiträge auf Basis originärer, nutzungsorientierter Dienstleistungskonzepte generieren. Zielsetzung der vorliegenden Studie ist es, ein innovatives Mobilitätsdienstleistungskonzept zu entwickeln und Wege zu seiner Umsetzung aufzuzeigen. Dies erfolgt anhand der beiden Märke Deutschland und Japan.
Die Untersuchung wurde im Auftrag eines großen Finanzdienstleistungsunternehmens durchgeführt.
Time to Customer
Zeit- und Kostenoptimierung von der Produktion bis zum Kunden
Da es sich bei Automobilen um extrem hochpreisige Produkte handelt, führen beispielsweise große Lagerbestände und lange Auslieferungszeiten zu hoher Kapital- und Kapazitätsbindung mit entsprechenden Folgekosten. Die zügige Bereitstellung des Neufahrzeugs nach dem Kauf stellt darüber hinaus ein zunehmend wichtiges Instrument zur Differenzierung im Wettbewerbsumfeld dar. So besteht zwischen der Einhaltung des Liefertermins und der Kundenzufriedenheit ein nachweisbarer Zusammenhang.
Kernziel des Projekts „Time to Customer” ist vor dem skizzierten Hintergrund die Identifizierung von Optimierungspotenzialen entlang der gesamten Prozesskette – von der Fahrzeugbestellung bis zur Kundenauslieferung. Die Projektergebnisse zeigen Möglichkeiten zur Kosten- und Zeitreduktion auf und belegen zudem qualitative Effekte, die nicht zuletzt zu einer höheren Kundenzufriedenheit und –bindung führen. Eine wesentliche Erkenntnis der Studie ist, dass die frühzeitige Festlegung und Einhaltung eines konkreten Auslieferungstermins zur Kostenoptimierung und Kundenzufriedenheit gleichermaßen beiträgt. Durch ein zentrales und Akteur übergreifendes Daten- und Dokumenten-Management können daneben unnötige Pufferzeiten – insbesondere von der Fahrzeugbereitstellung ab Werk oder im Auslieferungslager bis hin zur Fahrzeugauslieferung an den Kunden vermieden werden. Dadurch lassen sich logistische Prozesse sowie die Werkstattplanung im Autohaus besser koordinieren und frühzeitig planen.
Für weitere Informationen zu den Ergebnissen stehen wir Ihnen gerne unter der E-Mail-Adresse mail@ifa-info.de zur Verfügung.
Artega
Marktuntersuchung für einen neuen Super Sportwagen: Artega
Das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) hat im Auftrag des westfälischen Automobilzulieferers Paragon eine Untersuchung über die Marktchancen des Super Sportwagens Artega durchgeführt. Dabei ging es darum, die generellen Entwicklungstendenzen in diesem Marktsegment aufzuzeigen und einen Vorschlag für die Markt- und Preispositionierung zu entwickeln. Außerdem musste ein Mengengerüst für die Absatz- und Kapazitätsplanung erstellt werden. Der Artega GT, ein zweisitziges Coupe mit einer Motorleistung von 300 PS, wird im Laufe des Jahres in die Serienproduktion gehen. Das emotionale Design des Fahrzeugs stammt von dem ehemaligen Chef-Designer von Aston Martin, Henrik Fisker. Gebaut wird das Fahrzeug in einer neuen Fabrik in Delbrück, wo auch ein Artega-Markenzentrum entsteht. Die ersten Kundenauslieferungen werden noch in diesem Jahr erfolgen. Weitere Informationen zu diesem innovativen Fahrzeugkonzept: www.artega.de.
Die Markt- und Positionierungsanalyse steht ausschließlich dem Auftraggeber zur Verfügung.
Schmierstoffgeschäft
Ölmarketing als Erfolgsfaktor
Der Markt für Automobilschmierstoffe – und insbesondere für Motoröle – war in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der verlängerten Wartungsintervalle im Pkw- und Lkw-Bereich insgesamt stark rückläufig. Daneben gilt er als ein hart umkämpfter Markt mit hohem Preisdruck. Hinzu kommen die gedämpfte Konsumneigung, die hohe Preissensibilität im Endverbrauchergeschäft sowie die rückläufige Auslastung der Kfz-Werkstätten. Auf Basis dieser Rahmenbedingungen agieren die Mineralölkonzerne mit verschiedenen Marken- und Absatzstrategien. Neben eigenen Vermarktungskanälen werden häufig Kooperationen mit den Automobilherstellern im Erstausrüstergeschäft sowie mit den Vertriebsorganisationen im Servicegeschäft genutzt. Zusätzlich haben einige Automobilhersteller eigene Ölmarken etabliert. Ziel des Projektes ist es, die wesentlichen Treiber in diesem Teilmarkt der Mineralölbranche zu identifizieren. Auftraggeber ist die TECHNO-Einkauf GmbH in Hamburg.
Rahmenbedingungen in Europa
Dealer Assistance
Der Nicht zuletzt die seit 2002 geltende Gruppenfreistellungsverordnung sollte einen wesentlichen Beitrag zur Harmonisierung des EU-Binnenmarktes leisten. Die Verordnung gilt als wesentlicher Treiber der Veränderungen im europäischen Kfz-Gewerbe. Offensichtlich sind aber die Märkte sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite unterschiedlich strukturiert. Um die Marktbedingungen der Vertragshändler in der EU zu analysieren, sind demnach neben der GVO weitere Einflussfaktoren zu berücksichtigen, die aus den unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den EU-Mitgliedsländern resultieren. Dazu zählen unter anderem unterschiedliche Kundenstrukturen, Preisdifferenzen, die fiskalpolitischen Spezifika sowie die unterschiedlichen Strategieausrichtungen der Importeure und Hersteller in den einzelnen Ländern.
Die nunmehr seit Oktober 2005 geltende Niederlassungsfreiheit wird zusätzlich die Wettbewerbssituation Länder übergreifend nachhaltig beeinflussen. Andererseits werden dadurch die Möglichkeiten zur Vertriebssteuerung der Hersteller und Importeure beschnitten. Dem Auftraggeber - er ist das europäische Händlerverbandsorgan eines deutschen Automobilherstellers - muss es vor diesem Hintergrund gelingen, die verschiedenen Interessenlagen seiner Mitglieder auf Basis fundierter Kenntnisse über die Marktmechanismen und -situationen in den EU-Ländern zu vertreten. Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der europäischen Marktstrukturen und der spezifischen Strukturen und Herausforderungen gemeinsame Ziele und Strategien abzuleiten.
CRM
Customer Relationship Management (CRM) in der Automobilwirtschaft
Vor dem Hintergrund der gestiegenen Wettbewerbsintensität und des erhöhten Informationsniveaus der Kunden auf dem Automobilmarkt gewinnt die Loyalisierung der Kunden weiter an Bedeutung. Dies gilt für die Automobilhersteller wie auch für den Automobilhandel.
Im Auftrag des Netzwerk- und IT-Dienstleisters BT Germany und in Kooperation mit dem internationalen Callcenter-Dienstleister Bosch Communication Center führte das Institut für Automobilwirtschaft Ende 2006 bis Anfang 2007 deutschlandweit eine Befragung von 36 CRM-Verantwortlichen in ausgewählten Industrie- und Handelsunternehmen der Automobilwirtschaft durch. Ziel der Befragung war es, aktuelle Maßnahmen im Hinblick auf das Kundenbindungsmanagement zu identifizieren und mögliche Perspektiven für das CRM der Zukunft aufzuzeigen.
Dabei bestätigen die Untersuchungsergebnisse die generell hohe CRM-Relevanz in der Automobilwirtschaft und weisen auf die erfolgsrelevante Bedeutung des persönlichen Kontakts als Basis für eine langfristige Kundenbeziehung hin. Für weitere Informationen zu den Ergebnissen stehen wir Ihnen gerne unter der E-Mail-Adresse mail@ifa-info.de zur Verfügung.
BMBF-Projekt: MACS
Mobile Automotive Cooperative Services
Das Verbundprojekt Mobile Automotive Cooperative Services (MACS) der TU München, dem Institut für Automobilwirtschaft und der Audi AG hat zum Ziel, wissensintensive Dienste im automobilen Bereich zu erforschen, zu entwickeln und in einer abschließenden Projektphase auch prototypisch in das Fahrzeug zu implementieren. MACS untersucht Informationsdienstleistungen mobiler Online-Anwendungen aus den Bereichen Mobilfunk, Internet und Kfz-Telematik. Durch die Evaluierung dieser Dienste, sollen telematische Dienstleistungen für den automobilen Bereich identifiziert werden, die personen- und fahrzeugbezogene Mehrwerte unter Berücksichtigung moderner Breitbandtechnologien (GPRS/UMTS) generieren. In einem ersten Schritt wurden bereits neben Dienstleistungen von Mobilfunkanbietern und Internetportalen auch die Telematikdienste der Automobilhersteller analysiert und bewertet.
Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Weitere Informationen erhalten Sie unter mail@ifa-info.de.
Das Buch - herausgegeben von Prof. Dr. Prof. h.c. Dr. h.c. Ralf Reichwald, Prof.Dr. Helmut Krcmar und Prof. Dr. Stefan Reindl - greift die Entwicklung mobiler Dienste auf Basis eines Wertschöpfungsnetzwerkes auf. Daneben werden Erfolgsfaktoren für eine Wirtschaftsstufen übergreifende Wertschöpfung in Netzwerken sowie Erfolgsfaktoren für die Umsetzung geeigneter Dienstleistungsszenarien herausgearbeitet.
Das Projekt MACS wurde von der Integrata-Stiftung mit dem Wolfgang Heilmann-Preis für die humane Nutzung der Informationstechnologie 2007 ausgezeichnet.
Reichwald, Ralf; Krcmar, Helmut; Reindl, Stefan:
Mobile Dienste im Auto der Zukunft - Konzeption, Entwicklung, Pilotierung
EUR 32,00
ISBN 978-3-89936-588-7
