Beiträge & Artikel

Händlerzufriedenheit 2010

Titel: Was Händler glücklich macht - eine Sonderanalyse aus dem Schwacke MarkenMonitor 2010 zu den Treibern der Händlerzufriedenheit.

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez/Dr. Konrad Weßner
Quelle: AUTOHAUS Nr. 14-15, Juli 2010, S. 44-45

Für den aktuellen Schwacke MarkenMonitor 2010 haben wir fünf Stellhebel der Händlerzufriedenheit identifizieren können:

1. Verkaufsförderungsaktionen des Herstellers
2. Netzpolitik des Herstellers
3. Persönlicher Kontakt zu den Verantwortlichen des Herstellers
4. Image der Marke
5. Kompetenz des Außendienstes

Diese fünf Faktoren zeigen, wo den Händlern aktuell der Schuh drückt. Gerade deshalb sind dies die Bereiche, wo Hersteller/Importeure wirksam die Zufriedenheit ihrer Händler steigern können. Es lohnt sich also, diese Faktoren genauer zu beleuchten.

  

Zukunft Daimler

Titel: Global Awakening - The world of automobiles is changing - and so is Daimler, the business pioneer

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Quelle: Business Baden-Württemberg, Juli 2010, S. 36-39

It is not just a coincidence: Right at the moment the company starts to get ready for the future, it puts a stronger emphasis on traditional values at the same time. The Best or Nothing - after all this new slogan comes from founding father Gottlieb Daimler himself. The brand values "quality" and "perfection" have been identified to provide cultural support to the rapidly changing corporate and product world of Mercedes-Benz. The shiny chrome trademark is back in the commercials: A fixed star in a Daimler world that has become more complex and more global.

  

Neue GVO

Titel: Interview zu den Auswirkungen der GVO-Novellen auf die Automobilwirtschaft

Im Gespräch mit Prof. Dr. Willi Diez
Quelle: KSzW - Kölner Schrift zum Wirtschaftsrecht 03/2010, S. 215-216

"Die Vertikal-GVO, die ja auch für den Automobilhandel gelten wird, sieht vor, dass ein Hersteller seinen Vertragspartner einen Mehrmarkenhandel im gleichen Showroom für fünf Jahre untersagen kann. Die Frage ist, ob es für diejenigen Händler, die heute Mehrmarkenhandel betreiben einen Bestandsschutz geben wird. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass andere Formen des Mehrmarkenhandels, also zum Beispiel der Verkauf mehererer Marken in getrennten Verkaufsräumen oder Verkaufshäusern, weiterhin möglich sein werden und von möglichen Wettbewerbsverboten in den Händlerverträgen nicht betroffen sind."

  

Automobilhandel in Deutschland 2010

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Automobilhandel in Deutschland 2010: Markt nach der Abwrackprämie – Wegweiser der Branche
Quelle: Automobilwoche Spezial 2010

Das neue Automobilwoche Spezial beinhaltet wieder zahlreiche Beiträge aus der Forschungsarbeit des IFA-Instituts. So u.a. Auswertungen aus der Händlerzufriedenheitsanalyse Schwacke MarkenMonitor, der TOP 100 Studie, dem IFA HandelsMonitor sowie Ergebnisse einer Studie zum Supply Chain Management in der Automobilbranche. Unter dem Titel „Größe schützt vor Torheit nicht“ kommentiert Professor Diez den aktuellen Konsolidierungsprozess im Automobilhandel der mittlerweile auch vor großen Händlergruppen nicht halt macht.

  

Schwacke MarkenMonitor 2010

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Zufriedenheit im Aufwärtstrend
Quelle: AUTOHAUS Extra, Beilage mit AUTOHAUS 11/2010, S. 4-7

Die Zufriedenheit der deutschen Fabrikatshändler mit ihren Herstellern und Importeuren hat in diesem Jahr weiter zugenommen. Nachdem bei der von EurotaxSchwacke in Auftrag gegebenen Studie bereits in den Jahren 2008 und 2009 ein Zufriedenheitszuwachs festgestellt wurde, stieg die durchschnittliche Händlerzufriedenheit gemäß der diesjährigen Erhebung auf die Note 2,77 gegenüber der Vorjahresnote 2,83 (Schulnotensystem: 1 = sehr zufrieden; 6 = unzufrieden). In der nun 13. Erhebung zum Schwacke MarkenMonitor wurden insgesamt 1.059 Vertragshändler in Deutschland telefonisch befragt.

  

Händlerzufriedenheit

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Händlerzufriedenheit – Erfolgsfaktor für Hersteller?
Quelle: AUTOHAUS Extra, Beilage mit AUTOHAUS 11/2010, S. 8-9

Kaum ein Hersteller oder Importeur wird bestreiten, dass zufriedene Händler für ihn wichtig sind. Trotzdem bewegt sich die Zufriedenheit der deutschen Automobilhändler auf einem nach wie vor niedrigen Niveau. Die Händlerzufriedenheit kann vertriebspolitisch gesteuert werden. Allerdings meinen viele Vertriebs- und Netzverantwortliche der Automobilhersteller und –importeure, man müsste nur an ein paar Stellen schrauben drehen und schon würden aus unzufriedenen zufriedene Händler. Zwar gibt es bei den meisten Fabrikaten ein Auf und Ab bei der Händlerzufriedenheit. Fakt ist aber auch, dass sich nur solche Fabrikate auf einem hohen Zufriedenheitsniveau halten können, die die Beziehung zu ihren Händlern über lange Zeit gepflegt und entwickelt haben. Mercedes, BMW und Porsche, aber auch Toyota, Skoda und vor allem Subaru sind Fabrikate, die schon seit vielen Jahren an der Spitze der Händlerzufriedenheit stehen.

  

Partnerschaft auf Rädern

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Partnerschaft auf Rädern
Quelle: St. Galler Tagblatt, 10. April 2010, S. 2

Die deutsch-französische Ehe zwischen Daimler und Renault mag auf den ersten Blick wenig sinnvoll anmuten: Was soll herauskommen, wenn ein Premiumhersteller mit einem klassischen Volumenhersteller zusammenarbeitet? Sind Konflikte da nicht programmiert, wenn zwei nicht nur national, sondern auch industriell unterschiedliche Unternehmenskulturen aufeinanderprallen? Und hat nicht Daimler mit seiner Übernahme von Chrysler und seiner Beteiligung an Mitsubishi vor wenigen Jahren die Erfahrung gemacht, dass „Masse“ und „Klasse“ nur schwer zusammenpassen?

  

Margensysteme

Verfasser: Prof. Dr. Stefan Reindl
Titel: Mängel im Margensystem – Wie ist der Stand der Dinge und wohin sollte es in der Branche gehen?
Quelle: AUTOHAUS Nr. 5, 08. März 2010, S. 28-29

Nicht zuletzt die Abwrackprämie im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass Incentivierungsprogramme für die Automobilbranche von essenzieller Bedeutung sind. Um den Absatz anzukurbeln, erhalten die Vertragspartner im Handel zusätzliche Prämien, da die normale Händlermarge zu niedrig ist, um mit Preisabschlägen die notwendigen Impulse für das Neuwagengeschäft zu setzen. Es stellt sich vor dem Hintergrund der skizzierten Situation die Frage, ob Margensysteme in einer Zeit, in der sich die Hersteller- und Importeursorganisationen mit Absatzförderungsaktionen überbieten, überhaupt noch notwendig sind.

  

Kundenbindung im Autohaus

Verfasser: Prof. Dr. Stefan Reindl
Titel: Die Zukunft sichern – Welche Bedeutung kommt Customer Relationship Management in Krisenzeiten zu?
Quelle: AUTOHAUS Nr. 4, 22. Februar 2010, S. 51-53

Das Einzige, was nicht kopierbar ist, sind die Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Mitarbeitern und die Beziehungen der Mitarbeiter zu ihren Kunden. Diesen Satz sagte vor einiger Zeit der erfolgreiche Hotel-Manager Klaus Kobjoll. Nicht nur in der Hotelerie liefert die Notwendigkeit von Maßnahmen im Kundenbeziehungsmanagement erheblichen Diskussionsstoff. Auch die Kfz-Branche ist um kaum eine Antwort verlegen, wenn es um das „Customer Relationship Management“ (CRM) geht.

  

Strategiewechsel von General Motors

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Strategiewechsel von General Motors sollte nicht bedauert werden
Quelle: ifo Schnelldienst Nr. 23/2009, Dezember 2009, S. 12-14

Der angekündigte Restrukturierungsplan mit einem doch erheblichen Beschäftigungsabbau kann nur der Ausgangspunkt für eine dringend notwendige Produkt- und Markenoffensive von Opel in Europa sein. Opel braucht neue und zusätzliche Modelle, um im Wettbewerb mit den Big Four der europäischen Automobilindustrie Volkswagen, Renault, Peugeot und Fiat bestehen zu können.

Die Chancen, dass es dazu kommt, sind gut, denn einer der Folgen der Autokrise ist, dass sich der nordamerikanische Automobilmarkt in einer Phase der "Europäisierung" befindet: Große hubraumstarke Fahrzeuge mit entsprechend hohen Verbräuchen sind auch auf dem nordamerikanischen Markt "out" und der Trend geht klar zu kompakteren und verbrauchssparsamen Fahrzeugkonzepten.

Angesichts dieser Situation spricht viel dafür, dass es künfig zu einer noch engeren technischen Zusammenarbeit zwischen dem Mutterkonzern und seiner europäischen Tochter kommen wird. Vor allem im Bereich der Antriebstechnologie werden beide künftig im Gleichschritt marschieren können, weil in Europa wie jenseits des Atlantiks ähnliche Antriebskonzepte gefordert sein werden. Der Chevrolet Volt, ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug, der in diesem Jahr auch schon als Opel Ampera in Europa vorgestellt wurde, könnte zum Symbol für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der heftig zerstrittenen GM-Familie werden.

  

Automobile Finanzdienstleistungen

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Volkswirtschaftliche Bedeutung der automobilen Finanzdienstleistungen in Deutschland
Quelle: Stenner, F. (Hrsg.): Handbuch Automobilbanken - Finanzdienstleistungen für Mobilität, Springer-Verlag, Heidelberg November 2009, S. 17-22

Neben bedeutenden betriebswirtschaftlichen Effekten auf die Ergebnisstruktur des jeweiligen Automobilherstellers haben die automobilen Finanzdienstleistungen der herstellergebundenen Autobanken auch beträchtliche volkswirtschaftliche Effekte. Der Beitrag ermittelt auf Basis eines Schätzmodelles die Auswirkungen des Angebotes und der Inanspruchnahme automobiler Finanzdienstleistungen auf Wertschöpfung, Beschäftigung und technischen Fortschritt.

  

Technik für neue Märkte

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Technik für neue Märkte
Quelle: pro Magazin Heilbronn-Franken Nr.9, September 2009, S. 10-11

Die Wirtschaftskrise hat die Automobilindustrie hart getroffen. Daneben müssen sich die Hersteller auf die Verlagerung der regionalen Wachstumsmärkte, den Klimawandel sowie steigende Ölpreise einstellen. Die deutschen Automobilhersteller müssen sich neu im Weltmarkt positionieren.

  

Reduktion der Cost-of-Ownership 

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez und Markus Kohler
Titel: Reduktion der Cost-of-Ownership als Herausforderung
Quelle: OEM&Lieferant Ausgabe 2/2009, September 2009, S. 90

Nach einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft im Auftrag der DEKRA hat der Wertverlust mit einem Anteil von durchschnittlich 50,4 Prozent im Jahr 2007 über alle Fahrzeugklassen hinweg die objektiv größte Bedeutung, gefolgt von Kraftstoffkosten (23,9 Prozent), den Kosten für Steuern und Versicherung (16,5 Prozent) sowie den Kosten für Wartung und Reparatur (9,2 Prozent).

Die Reduktion der Cost-of-Ownership muss als Entwicklungsziel schon im Rahmen des Produktplanungsprozesses von Automobilherstellern Berücksichtigung finden. Im Vordergrund stehen dabei die folgenden Kostenelemente: Die Kraftstoffkosten, der Wertverlust sowie die Wartungs- und Reparaturkosten.

Unterstellt man, dass die in der Vergangenheit wirksamen Trends auch in Zukunft ihre Wirksamkeit behalten, ist davon auszugehen, dass die Cost-of-Ownership in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Ihr Anteil an den monatlichen Haushaltsnettoeinkommen könnte sich von heute 20,4 auf 22,8 Prozent im Jahr 2015 und 25,0 Prozent im Jahr 2020 erhöhen.

  

GW-Markt

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez und Prof. Dr. Stefan Reindl
Titel: Königsdisziplin: GW-Markt - das Gebrauchtwagengeschäft bleibt die Königsdisziplin für professionelle Autohändler
Quelle: AUTOHAUS SPEZIAL, Sonderheft mit AUOTHAUS Nr. 18, September 2009, S. 4-6

Auch in den kommenden Jahren wird das Gebrauchtwagengeschäft unter dem Druck des Neuwagenmarktes bleiben. Hohe Rabatte bei Neuwagen schlagen sowohl quantitativ wie auch vom Ergebnis her auf den Gebrauchtwagenbereich durch. Dennoch bietet dieses Geschäftsfeld auch künftig große Chancen.

  

Eine Frage der Einstellung

Verfasser: Prof. Dr. Stefan Reindl
Titel: Eine Frage der Einstellung
Quelle: Automotive Agenda Nr. 03, September 2009, S. 106-109

Premium-Fahrer wollen Premium-Leistungen – auch dann, wenn das Auto mal stehen bleibt. Welchen Zielgruppen sich Handel und Hersteller mit welchen Ideen und Produkten widmen sollten, erläutert Prof. Dr. Stefan Reindl.

  

Margen zu niedrig

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Margen zu niedrig
Quelle: AUTOHAUS Nr. 17, 07. September 2009, S. 48-49

Die Margensysteme sind seit jeher ein neuralgischer Punkt in der Hersteller-Händler-Beziehung. So liegt die Zufriedenheit der Händler mit dem Margen- und Bonussystem schon seit vielen Jahren unter der Gesamtzufriedenheit mit dem jeweiligen Hersteller oder Importeur. Mit einer durchschnittlichen Note von 3,30 (Schulnotensystem) bewegt sich die Beurteilung der Magensysteme deutlich in der „Zone der Unzufriedenheit“. Das ist nicht verwunderlich: Für den Händler ist die Margenhöhe ein wichtiger Einflussfaktor auf seine Profitabilität im Neuwagengeschäft, für den Hersteller stellt sie eine „Erlösschmälerung“ dar: je höher die Marge, desto niedriger der Werksabgabepreis.

  

Autobauer müssen sich neu positionieren

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Die neue Liebe zum kleinen Auto
Quelle: WELT am SONNTAG Nr. 37, Herbst 2009

Nicht erst seit der Finanzkrise ist erkennbar, dass sich die weltweiten Automobilmärkte in einem tiefgreifenden, nicht umkehrbaren Strukturwandel befinden. So sind die traditionellen Märkte (Nordamerika, Westeuropa und Japan), auf die heute noch mehr als die Hälfte des Weltautomobilabsatzes entfällt, weitgehend gesättigt und versprechen keine großen quantitativen Wachstumspotenziale mehr. Hohe Wachstumsraten sind demgegenüber mittel- und langfristig in den Emerging Markets Osteuropas und Lateinamerikas, vor allem aber in Asien zu erwarten.

  

Die Automobilwelt ist in Aufruhr

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Die Automobilwelt ist in Aufruhr
Quelle: St. Galler Tagblatt vom 9. Mai 2009, Seite 2

Fiat steigt bei Chrysler ein und will gleichzeitig auch noch Opel übernehmen. Porsche versucht VW zu kaufen, verschluckt sich dabei und wird nun zur zehnten Marke eines „integrierten Automobilkonzerns“. General Motors, jahrzehntelang weltweit größter Autohersteller, droht den Kampf gegen die Insolvenz doch noch zu verlieren. – Die Automobilwelt ist in Aufruhr, die Ereignisdichte so hoch, dass sich fast Endzeitgedanken einstellen. Die Finanzkrise als Totengräber der einstigen Vorzeigebranche?

  

Verschrottungsprämie

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Konjunkturpakete für die Automobilindustrie - Königsweg, Sackgasse oder einfach wirkungslos?
Quelle: ifo Schnelldienst 1/2009, S. 12-15

Die sich dramatisch zuspitzende Marktsituation auf den Weltautomobilmärkten und die enorme gesamtwirtschaftliche Bedeutung der deutschen Automobilindustrie erzeugt einen hohen politischen Handlungsdruck im Hinblick auf die Umsetzung konjunkturpolitischer Maßnahmen zugunsten der Branche. Aufgrund der starken globalen Verflechtungen in der Weltautomobilindustrie haben national ausgerichtete Konjunkturprogramme allerdings eine nur begrenzte Wirkung auf die Beschäftigungssicherung am Standort Deutschland.

Während direkte staatliche Hilfen für die Automobilhersteller ordnungspolitisch fragwürdig sind, erfassen Programme, die auf eine Stimulierung der Binnennachfrage ausgerichtet sind, aufgrund der hohen Exportquote der deutschen Automobilhersteller einen vergleichsweise kleinen Teil ihres Gesamtabsatzes. Gleichwohl ergibt sich für eine staatliche Verschrottungsprämie eine sowohl unter fiskal- wie auch beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten positive Gesamtbilanz.

  

Premiumautomobile und Klimawandel

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Die Zukunft des Premium-Segments im Zeichen des Klimawandels
Quelle: Top Career Guide 2009, S. 20-22

Die Diskussion um den Klimawandel und die zunehmenden politischen Forderungen nach einer Reduktion der CO2-Emissionen bedeuten nicht das Ende des Marktes für Premiumautomobile. Vielmehr haben gerade Premiumhersteller die Chance, ihre technisch-ökologische Kompetenz unter Beweis zu stellen und sich gleichzeitig über ihre emotionalen Werte zu profilieren.

 

Zukunft Elektroautos

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Zurück in die Zukunft?
Quelle: Automotive Agenda Nr. 1/2008, S. 14-17

Wir gehen davon aus, dass sich die Verbreitung von Elektroautos in zwei Wellen vollziehen wird: Die erste Welle – ab 2009/2010 – wird durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Rahmen von Pilotprojekten sowie den Einsatz bei öffentlichen und privaten Fuhrparkbetreibern geprägt sein. Limitiert wird der Absatz in diesem Zeitraum vor allem durch das begrenzte Angebot an voll alltagstauglichen Autos. Erst mit der zweiten Welle, deren Beginn wir auf die Mitte des nächsten Jahrzehnts ansetzen, kann mit einer stärkeren Ausbreitung von Elektroautos auch in Richtung privater Käufer gerechnet werden. Bis dahin dürfte sich das Angebot an Fahrzeugen deutlich erweitert haben und durch Skaleneffekte in der Produktion die Kosten für Elektroautomobile reduziert worden sein.

 

Mobilität für alle

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Der Traum vom billigen Aufofahren
Quelle: Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung, 4. Oktober 2008

Die Ölreserven sind begrenzt. Vielleicht reichen sie noch vierzig Jahre. Schon jetzt spüren wir die Folgen: Der Benzinpreis steigt. Wird Mobilität wieder zum Luxusgut für Reiche? Oder lässt sich die Verheißung „Mobilität für alle“ auf andere Art sichern? Prof. Dr. Willi Diez bilanziert die Lage.

 

Ökologieorientiertes Marketing

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Ökologie als Markenwert
Quelle: Werben & Verkaufen, September 2008

Spätestens mit der Diskussion um Klimawandel und die Reduktion der treibhausrelevanten CO2-Emissionen stellt sich für alle Automobilhersteller die Frage: Wie hältst Du es denn mit der Ökologie im Rahmen Deiner Markenpolitik?

Die Anforderungen an ein ökologieorientiertes Marketing sind hoch. Drei Grundsätze müssen beachtet werden: Ganzheitlichkeit , Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit.

Ökologie muss in eine ganzheitliche Marken-Positionierungsstrategie eingebunden werden. Eine zu einseitige Ausrichtung der Markenpolitik auf diesen Themenbereich könnte die Attraktivität von Automobilmarken beeinträchtigen.

 

Retail (r)evolution?

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Retail (r)evolution?
Quelle: Automotive Now, Autumn 2008

Why does the „Wheel for Retailing“ turn so slowly in the automotive sector? Whereas in other sectors – think consumer electronics, furniture or clothing – distribution and retail structures have been fundamentally transformed in the last 30 years, the structures of the automotive sector have hardly changed at all. On the contrary: even in the emerging markets, such as China or India, the automotive trade is organized in accordance with the Anglo-European model. And even new automotive brands – such as Dacia – work with authorized dealer systems organized along traditional lines.

 

Modellvielfalt

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Fluch und Segen
Quelle: AUTOHAUS, 28. Juli 2008

Kaum ein Hersteller oder Importeur, der seine Händler nicht mit einer Produktoffensive auf eine positive Zukunft einstimmen will. Tatsächlich haben nahezu alle Hersteller und Importeure ihre Produktprogramme in den letzten Jahren stark ausgebaut. So ist etwa bei VW die Zahl der angebotenen Baureihen zwischen 1990 und 2008 von 5 auf 13 gestiegen. Mehr als verdreifacht hat sich im gleichen Zeitraum auch das Modellprogramm von Mercedes – ganz zu schweigen von der kaum noch überschaubaren Zahl an Motorisierungs- und Aufbauvarianten.

Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend in Zukunft weiter fortsetzen und vielleicht sogar beschleunigen wird. Denn künftig werden alle Hersteller eine viel größere Bandbreite an Antriebsalternativen anbieten müssen: Gas-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge werden fester Bestandteil der Modellpalette. Auch bei den Aufbauvarianten ist kein Ende der Entwicklung absehbar. Mit immer neuen „Crossover-Fahrzeugen“ wird die Zahl der Marktsegmente weiter zunehmen.

 

Ein Mythos will gehütet sein

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Porsche wird sechzig und feiert Firmenjubiläum - ausgerechnet in Zeiten, da aus dem erfolgreichen David ein Goliath werden könnte
Quelle: Stuttgarter Zeitung, 31. Mai 2008, Wochenendbeilage

Auch zeitlos schöne Fahrzeuge werden älter. Im Juni vor sechzig Jahren wurde der erste Sportwagen mit dem Namen Porsche zugelassen – der 356. In jenem Jahr wurde auch der Grundstein für das Unternehmen gelegt. Ausgerechnet jetzt, im Jubiläumsjahr, verbindet sich – wieder einmal – die Geschichte von Porsche und VW. Einst schuf Ferdinand Porsche den Volkswagen. Heute wollen seine Nachkommen den Wolfsburger Konzern übernehmen. Der Autor untersucht die Legenden, die sich um Porsche ranken. Kann der Mythos überleben, wenn der kleine, feine Automobilhersteller zu einem Konzern werden sollte, der sich wie andere auch in den Niederungen der Branche bewegen muss? Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen.

 

Kundenzufriedenheit

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Notwendigkeit oder Übel?
Quelle: AUTOHAUS Nr. 7, 7. April 2008, Seite 12 - 13

„Der Kunde ist König“ – an dieser alten Weisheit hat sich bis heute nichts geändert. Zufriedene Kunden sind die Basis jedes Geschäfts, denn nur sie werden auch zu Stammkunden: Und da die Gewinnung eines Neukunden vier bis fünf Mal teurer ist als das Halten eines Stammkunden, ist eine hohe Kundenbindung nicht nur gut für den Absatz, sondern auch für die Vertriebskosten.

 

Automobilhandel in Deutschland 2008

Verfasser: U. a. Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Ein Markt im Umbruch – Wegweiser für die Branche
Quelle: Automobilwoche Spezial, April 2008

Die Spezialausgabe Automobilhandel der „Automobilwoche“ enthält u.a. einige Beiträge aus Forschungsarbeiten und Projekten des IFA-Instituts. So etwa zu den TOP-50-Händlergruppen in Deutschland, zur Händlerzufriedenheitsanalyse Schwacke MarkenMonitor, zu Margensystemen sowie Langfristprognosen zu den für den Automobilhandel relevanten Geschäftsfeldern. In einem Gastkommentar beleuchtet Prof. Willi Diez den Verdrängungswettbewerb im deutschen Automobilhandel.

 

Kundenkontakt-Management

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez und Christian Frederik Merten
Titel: Kundenkontakt-Management
Quelle: AUTOHAUS Nr. 17/2007

Zunehmend besser informierte Kunden, gesättigte Märkte, neue Wettbewerber: Die Notwendigkeit, neue Kunden zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden, wird immer wichtiger. Customer Relationship Management (CRM), also der Aufbau und die Erhaltung von Kundenbeziehungen entwickelt sich vor diesem Hintergrund zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Hers­teller gleichermaßen wie für die Autohäuser. Das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) hat hierzu im Auftrag des Netzwerk und IT-Dienstleisters BT (vormals British Telecom) sowie in Kooperation mit dem internationalen Call-Center-Dienstleister Bosch Communication Center eine Untersuchung durchgeführt. Dabei sollten Stand, Entwicklungstendenzen und Optimierungspotenziale der CRM-Aktivitäten auf dem deutschen Automobilmarkt identifiziert werden. Im Zeitraum von Oktober 2006 bis Februar 2007 wurden mit dem CRM-Verantwortlichen ausgewählter Automobilhersteller und deren Händlern 36 persönliche Interviews durchgeführt. Die Studie bietet einen umfangreichen Ein­blick in die CRM-Aktivitäten sowohl von Premium- wie auch Volumenmarken.

 

Co-Evolution

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Co-Evolution in der Hersteller-Händler-Beziehung
Quelle: AUTOHAUS Nr. 16/2007, S. 20

Noch immer ist die Hersteller-Händler-Beziehung vor allem durch gegenseitige Schuldzuweisungen im Hinblick auf die gegenwärtige Misere im deutschen Automobilhandel bestimmt. Während Hersteller ihren Händlern gerne „mangelnde Professionalität“ vorwerfen, beklagen sich viele Händler über die Markenrituale der Hersteller. Das bringt letztlich niemanden weiter: Denn zum einen sollten sich die Hersteller selbstkritisch fragen, ob sie denn immer besonders professionell arbeiten, und andererseits sollten Händler nicht verkennen, dass auch sie von starken Marken in ihren Verkaufsräumen profitieren und nicht nur die Hersteller. Das Leitmotiv für eine Optimierung der Hersteller-Händler-Beziehungen sollte daher „Co-Evolution“ lauten. Das heißt: Hersteller und Händler müssen sich gleichermaßen weiterentwickeln, aber nicht gegen-, sondern miteinander.

 

Rezessionskonsum und Spaßkultur

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Der Automobilmarkt im Spannungsfeld von Rezessionskonsum und Spaßkultur
Quelle: Canzler, W. und Schmidt, G (Hrsg.).: Zukünfte des Automobils – Aussichten und Grenzen der autotechnischen Globalisierung, Berlin 2007

Die Dialektik von Geiz und Verschwendung, Rezessionskonsum und Spaßkultur lässt sich gegenwärtig in kaum einem anderen Markt so anschaulich studieren wie in dem für Automobile. Die Anzeigen großer Autohäuser unterscheiden sich beinahe nicht von denen der Media-Märkte, Möbelgiganten oder Lebensmittel-Discounter. Der Vorsitzende von General Motors Europe, Peter Forster, stellte vor einiger Zeit fast schon resignierend fest, dass die Kunden keine Autos, sondern Schnäppchen kaufen würden.

Seien es Umtauschprämien oder Pendlerwochen, Bar-Rabatte in dreistelliger Höhe oder Null-Finanzierungen, die Automobilbranche hat sich erstaunlich schnell auf die "Geiz ist geil"-Mentalität ihrer Kunden eingestellt: Mit immer neuen Incentives wird der Markt zwar mühsam, doch im Endeffekt ganz erklecklich am Laufen gehalten. Die Kunden kaufen nur noch mit Rabatt, aber immerhin: Sie kaufen.

 

Entwicklungen und Konsequenzen

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Entwicklungen in der Automobilwirtschaft und Konsequenzen für die Versicherungswirtschaft
Quelle: H. Herrmann und P. Gruner (Hrsg): Perspektiven vernetzter Wirtschaft und Wissenschaft, Nürnberg 2007

Bei dem Beitrag handelt es sich um eine leicht überarbeitete Fassung eines Vortrages des Verfassers beim Nordbayrischen Versicherungstag im Herbst 2006. Es werden die für die Versicherungswirtschaft relevanten Entwicklungstendenzen in der Automobilwirtschaft dargestellt, und zwar sowohl aus Sicht der Automobilhersteller als auch aus Sicht des Automobilhandels. Dabei wird die insbesondere auf die strategische Bedeutung der Vermarktung von Versicherungsdienstleistungen mit Blick auf das Schadensmanagement eingegangen.

 

Flops erkennen und vermeiden

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Produktmanagement – Flops erkennen und vermeiden
Quelle: Marketing Journal Nr. 9/2007

Schon heute wissen, was morgen im Automobilmarkt floppt – geht das? Im Rahmen einer Studie hat das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) 25 automobile Flops untersucht und nach den Ursachen dieser produktpolitischen Fehlschläge gefragt. Erstaunliches Ergebnis dieser Untersuchung: Bei praktisch keinem der untersuchten Fälle, waren technische oder Qualitätsmängel Flop-Ursache. Die entscheidenden Fehler werden vielmehr schon in der Planungsphase gemacht. So zeigt sich beispielsweise, dass viele Premiumhersteller die Preisbereitschaft ihrer Kunden überschätzen, während umgekehrt Volumenhersteller die Image-Barrieren unterschätzen, um im Premiumsegment erfolgreich zu sein.

Kann man heute schon erkennen, was morgen flopt? Ja, man kann! Auf der Basis der Untersuchungsergebnisse wurde ein „Flop-Sensor“ entwickelt, mit dem man die Risiko-Profile geplanter oder neuer Projekte sehr gut erkennen kann. Damit ist es möglich, Flop-Ursachen prospektiv zu identifizieren und entsprechend entgegenzuwirken.

 

Kostenmanagement und Controlling

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Kostenmanagement und Controlling im Automobilhandel
Quelle: Controlling, Heft 4/5 11. Juli 2007, S.223-230

Im Mittelpunkt des Beitrages stehen Ansätze für ein strategisches und operatives Kostenmanagement im Automobilhandel. Als ein Instrument des strategischen Kostenmanagements wird der "Kostenwürfel" vorgestellt, der eine Identifikation und Priorisierung von Kostensenkungsmaßnahmen anhand der Kriterien "Marktleistungsrelevanz", "Kostenvolumen" und "Beeinflussbarkeit" vornimmt. Weiterhin werden die am IFA-Institut entwickelten Musterkostenrechnungen vorgestellt. Der Beitrag schließt mit der Darstellung einer automobilhandelsspezifischen Balanced Scorecard, die nicht zuletzt auch für die Kommunikation mit den Banken eingesetzt werden kann.

 

Der Markt für Super-Sportwagen

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Der Markt für Super-Sportwagen
Quelle: Eckelt, W.K. (Hrsg.): Top Career Guide 2008, Stuttgart 2007, S. 30-32

Der Markt für Super-Sportwagen übt eine hohe Faszinationskraft aus. Zunächst natürlich durch die Produkte, von denen jedes ein Ausbruch aus den Konventionalitäten des automobilen Massengeschäfts darstellt. Faszinierend sind aber auch die Menschen, die in diesem Geschäft Geschichte geschrieben haben, Männer wie Enzo Ferrari oder Ferdinand Porsche. In keinem anderen Segment des Automobilmarktes besteht eine so enge Verbindung zwischen Personen und Produkten wie in dem für Super-Sportwagen.

Der Beitrag zeigt kurz die regionale Absatzstruktur für Super-Sportwagen auf und fasst die Gründe für die positive Marktentwicklung zusammen. Daran werden anschließend Wettbewerbssituation und Wettbewerbsstrategien aufgezeigt. Abschließend werden einige Trends skizziert, die von erheblicher Relevanz für die künftige strategische Ausrichtung in diesem Markt sind.

Die Studie "Herausforderungen und Perspektiven im Markt für Supersportwagen" (Arbeitspapier Nr. 1/2007) kann für 89.- € zzgl. gesetzlicher MwSt. und Versandkosten beim Institut für Automobilwirtschaft bestellt werden: IFA-Bestellformular

 

Die Zukunft eines Projektes

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Die Zukunft eines Projektes oder warum die Marke smart heute erfunden werden müsste, wenn es sie noch nicht gäbe
Quelle: Smartismus, hrsg. vom Motorbuch Verlag Stuttgart 2007, S. 135-162

Der Beitrag analysiert die Geschichte der Marke smart, welche Ziele mit diesem Projekt verbunden waren, welche Strategien eingeschlagen und auch wieder geändert wurden und warum smart in vielerlei Hinsicht die Branche beeinflusst hat. Vor dem Hintergrund der Klimawandel-Diskussion ist die Marke smart so aktuell wie nie zuvor und dabei, sich eine Zielgruppe zu erobern, die Life-Style mit Sustainability in ihrem Konsumverhalten zu verbinden sucht. Ohne Zweifel: Würde es die Marke smart nicht geben, man müsste sie heute erfinden! 

 

Tradition und Markenmanagement

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Grundlage und Potenziale von Tradition und Markenmanagement
Quelle: Herbrand, N. O. und Röhrig, St. (Hrsg.): Die Bedeutung der Tradition für die Markenkommunikation, Stuttgart 2006

Tradition vermag im Rahmen einer ganzheitlichen Markenführung drei Funktionen zu übernehmen: Tradition als Quelle von Orientierung, Differenzierung und Authentizität. Selbstverständlich darf die Traditionsorientierung in der Markenführung aber nicht überhand nehmen. Der Grundsatz für eine zukunftsgerichtete Nutzung sollte lauten: Innovation aus Tradition!

 

Die Zukunft des Automobilhandels

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Die Zukunft des Automobilhandels
Quelle: Meunzel, R. und Brachat H. (Hrsg.): Stimme der Branche - 50 Jahre Autohaus, München 2006, S. 15-24

Der Automobilvertrieb und Automobilhandel waren in Deutschland bis weit in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hinein durch eine geringe Veränderungsdynamik gekennzeichnet. Während die Entwicklung in den meisten anderen Konsumgüterbranchen bereits in den 60er und 70er Jahren durch eine dramatische Ausbreitung von Großbetriebsform des Einzelhandels gekennzeichnet war, blieb der traditionelle Fachhandel die typische Betriebsform im Automobilhandel. Erst seit Mitte der 90er Jahre ist in die Vertriebspolitik der Automobilhersteller Bewegung geraten. Dies betrifft praktisch alle Bereiche von der Neugestaltung der Händlernetze bis hin zur Neuausrichtung des Kundenmanagements. Der Beitrag behandelt die Faktoren der Veränderung und die Trends im Automobilvertrieb und -handel.

 

Perspektiven für Finanzdienstleistungen

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Zukunftsperspektiven für Finanzdienstleistungen in der Automobilwirtschaft
Quelle: Meunzel, R. und Brachat H. (Hrsg.): Stimme der Branche - 50 Jahre Autohaus, München 2006, S. 177-210

An der Wertschöpfung sind eine Vielzahl an Akteuren beteiligt, neben den Automobilherstellern sind dies hauptsächlich Zuliefererunternehmen sowie die Automobilhändler und -werkstätten. Zunehmende Bedeutung erlangt das Dienstleistungsspektrum, hier insbesondere der Finanzdienstleistungsbereich, der heute als fester Bestandteil automobiler Angebotsstrukturen gilt. Ob Ratenkreditfinanzierung oder Kfz-Versicherungen, die Herstellerbanken offerieren inzwischen ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen. Der Beitrag behandelt die Produkte, deren Potenziale sowie zukunftsgerichtete Entwwicklungstrends für den deutschen Markt.

 

Problemlösung Finanzdienstleistungen

Verfasser: Prof. Dr. Stefan Reindl
Titel: Problemlösungen: Autohäuser müssen sich mit Hilfe von Finanzdienstleistungen zum Mobilitätsprovider entwickeln
Quelle: AUTOHAUS Nr. 18/2006 vom 09.10.2006

Die Neu- und Gebrauchtwagenmärkte in Deutschland können an der zunehmenden Automobilität nicht partizipieren. Denn die Automobilnachfrage wird bereits heute etwa zu 90 Prozent vom Ersatzbedarf getragen. Die Sättigung des Pkw-Marktes in Verbindung mit der nachhaltigen Kaufzurückhaltung zwingt zu einer Neuausrichtung der Handelsstrategien. Es geht künftig vielmehr um die Bereitsstellung von Lösungen, die einen bedeutsamen und charakteristischen Mehrwert aus Kundenperspektive schaffen. Erste Ansätze, dieser Anforderung nachzukommen, bieten innovative Produkte aus dem Finanzdienstleistungsbereich. Zwar ist der Finanzdienstleistungsbereich heute fest im Angebotsspektrum der Händler verankert. Allerdings werden die Chancen aus dem breiten Spektrum der Leistungsalternativen noch nicht umfassend ausgeschöpft, um Leistungsbündel anzubieten, die "vom Kunden her denken". 

 

Händlerzufriedenheit als Frühindikator

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Händlerzufriedenheit als Frühindikator
Quelle: AUTOHAUS Nr. 13/2006 vom 03.07.2006

Die Händlerzufriedenheits-Analyse Schwacke MarkenMonitor liefert nicht nur Daten über aktuelle Stärken und Schwächen in den Hersteller-Händlerbeziehungen. Vielmehr stellen die Urteile von Händler auch einen Frühindikator für mögliche Problemlagen beim Hersteller dar. Weil die Händler sehr marktnah agieren, sehen sie häufig schon frühzeitig mögliche Fehlentwicklungen. Am Beispiel von Mercedes wird in diesem Beitrag aufgezeigt, dass die Händler sehr frühzeitig die Qualitätsprobleme der Marke erkannt haben. Umgekehrt deutet die zuletzt wieder gestiegene Zufriedenheit der Mercedes-Vertreter in Sachen Qualität darauf hin, dass die Qualitäts-Offensive des Herstellers im Markt ankommt.

  

Neuwagenrabatte

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez und Christian Frederik Merten
Titel: Viel hilft nicht viel
Quelle: AUTOHAUS Nr. 9/2006 vom 02.05.2006

Der Neuwagenmarkt ist in Deutschland in großem Maße von der Vergabe von Preisnachlässen geprägt. Für den Automobilhandel stellt sich vor diesem Hintergrund insbesondere die Frage, ob diese Form der Preispolitik neben der Belebung des Marktes weitere positive Auswirkungen haben kann. Dies gilt besonders für das Niveau der Kundenzufriedenheit.

Um diese Frage wissenschaftlich zu beantworten, hat das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Herbst 2005 eine schriftliche Befragung von Neuwagenkunden einer deutschlandweit tätigen Automobilhandelsgruppe durchgeführt. Als wesentliches Ergebnis der Untersuchung ist herauszustellen, dass die Gewährung von Preisnachlässen durchaus positive Effekte auf die Kundenzufriedenheit hat. Eine allgemeingültige Regel, welcher Preisnachlass zu maximaler Kundenzufriedenheit führt, ist aus den Forschungsergebnissen jedoch nicht abzuleiten. Allerdings konnte die Studie ein mittleres Rabattempfinden bei Fahrzeugkäufern bestätigen, das in etwa bei zehn Prozent des Listenpreises liegt. Den Forschungsergebnissen zufolge können sich Preisnachlässe unterhalb dieses Niveaus negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirken. 

 

Die Zukunft von Finanzdienstleistungen

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez und Christian Frederik Merten
Titel: Die Zukunft automobilwirtschaftlicher Finanzdienstleistungen
Quelle: FLF - Finanzierung, Leasing, Factoring Nr. 3/2006 (Mai 2006)

Der Ertragsdruck im bislang für die Automobilhersteller lukrativen Markt für Finanzdienstleistungen wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Ursache dafür ist ein immer stärkerer Wettbewerb zwischen Herstellerbanken und unabhängigen Spezialbanken. Die Phase einer mehr oder weniger friedlichen Koexistenz beider Anbietergruppen geht zu Ende, weil Hersteller- und Spezialbanken versuchen, zunehmend in das Geschäftsfeld des Wettbewerbers einzudringen.

Alles in allem deuten die Forschungsergebnisse darauf hin, das die Wettbewerbsintensität im Markt für automobilwirtschaftliche Finanzdienstleistungen zunehmen wird und einhergehend damit die "Phase der friedlichen Koexistenz" zwischen Auto- und Spezialbanken beendet werden wird. Auf diesen Trend deutet insebsondere die Tatsache hin, dass sowohl die Auto-, als auch die Spezialbanken planen, sich jeweils verstärkt im angestammten Markt und Geschäftsfeld des Wettbewerbers zu engagieren. Verlierer dieses verstärkten Wettbewerbs dürften hauptsächlich die Universalbanken sein, die im Automobilgeschäft über keinen - zum Ausbau ihrer Marktposition jedoch notwendigen - erkennbaren Wettbewerbsvorteil verfügen. Eine Konsequenz der erhöhten Wettbewerbsintensität wird sich in der Verringerung der bis zum jetzigen Zeitpunkt hohen Margen des Finanzdienstleistungeschäfts zeigen. 

 

Die Inszenierung des Automobils

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Die Inszenierung des Automobils
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 27. April 2006

Mercedes hat es längst, aber bald gibt es ein neues. Auch BMW und Porsche bekommen eines, und Audi hat seines schon vor ein paar Jahren eröffnet. Ohne Zeifel, die Elite der deutschen Autobauer ist auf dem Museumtrip. Ob in München oder in Ingolstadt, in Untertürkheim oder in Zuffenhausen: Überall wird Automobilgeschichte geschrieben. Neben den zahllosen privaten Automuseen schaffen die Hersteller jetzt ihre eigenen Kultstätten - automobile Erlebniswelten mit musealem Anspruch. Der Essay analysiert Gründe für den Museums-Boom in der Automobilindustrie und gibt einen Einblick in die Motive der Automobilhersteller für diese Aktivitäten.

 

Premium-Automobile

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Premium-Automobile - Die Zukunft des Standorts Deutschland?
Quelle: Marketingjournal Sonderheft Automotive, Jan. 2006

An einem Hochkosten-Standort können letztlich nur qualitativ hochwertige Automobile wettbewerbsfähig produziert werden. Es ist daher nicht überraschend, dass sich bereits in den letzten zehn Jahren eine deutliche Verschiebung der Produktionsstruktur am Standort Deutschland vollzogen hat: Während der Anteil von Volumenmodellen rückläufig war, ist der von Premiumautomobilen auf mittlerweile 50 Prozent gestiegen. Auch weltweit sind die deutschen Automobilhersteller vorrangig im Premiummarkt erfolgreich. Es wird die Prognose gestellt, dass sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen wird. Dies wird sich stabilisierend auf die Beschäftigung am Standort Deutschland auswirken.

 

Mobilität als Grundvoraussetzung

Verfasser: Prof. Dr.Willi Diez
Titel: Mobilität als Grundvoraussetzung der Moderne
Quelle: Niemann, H. und Feldenkirchen, W. (Hrsg.): Wo das Auto anfing – Mobilität und Industrialisierung im Neckarraum, Wissenschaftliche Schriftenreihe des DaimlerChrysler Konzernarchivs, Band 8, S. 9-16

Der Beitrag thematisiert das Verhältnis von Mobilität und Moderne. Dieses Verhältnis wird als interdependent charakterisiert: Die Mobilitätsmöglichkeiten wurden insbesondere durch eine Technisierung der Verkehrsmittel deutlich gesteigert und damit der Prozess der Modernisierung beschleunigt. Umgekehrt wurde der Prozess der Modernisierung aber auch wieder zum Auslöser steigender Mobilität. Die enge Verflochtenheit zwischen Mobilität und Moderne ist allerdings nicht nur durch gesellschaftliche Differenzierungs- und Integrationsprozesse vermittelt. Mobilität ist auch ein grundlegendes Element moderner Welterfahrung und Lebensbewältigung. Es ist daher auch nicht überraschend, dass sich das "Unbehagen an der Moderne" häufig in den Mantel der Mobilitäts-Kritik kleidet. Ergebnis dieses Prozesses ist eine zunehmende "Reflexivität" von Mobilität und Moderne. Der Beitrag schließt mit der Feststellung, dass Industrie und Politik aufgefordert sind, die sozialen, kulturellen und ökologischen Folgelasten der globalen Mobilitätssteigerung aktiv zu bewältigen.

 

Verkehrssicherheit und -management

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Das Auto als Produzent von Verkehrssicherheit und Verkehrsmanagement
Quelle: Stopka, U. und Pällmann, W. (Hrsg.): Für eine neue deutsche Verkehrspolitik, Hamburg 2005

Trotz deutlich gestiegener Fahrzeugbestände und Fahrleistungen ist die Zahl der Verkehrsunfälle und der im Straßenverkehr Getöteten erheblich zurückgegangen. Der Beitrag stellt die Entwicklung der Fahrzeugsicherheit als eine Entwicklung vom Produkt- zum Systemdenken dar. Damit ist gemeint, dass durch die Interaktion von Fahrer-Fahrzeug- und Infrastruktur die Sicherheit im motorisierten Individualverkehr in der Vergangenheit deutlich erhöht werden konnte und ein weiteres Potenzial bis hin zum "unfallfreien Fahren" besitzt. Dies wird anhand von zahlreichen Beispielen belegt. Der Beitrag schließt mit einer Betrachtung zum "automatischen Fahren", das zwar weitere Sicherheitsgewinne verspricht, andererseits aber die individuelle Freiheit und Verantwortung begrenzt. 

 

Imagekillier Incentives

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Imagekillier Incentives
Quelle: Autohaus Nr. 8/2005

Der Beitrag zeigt die Wirkungen steigender Incentives auf das Markenimage und den Verkaufserfolg auf. Er macht deutlich, dass mit steigenden Incentives die Markenbegehrlichkeit sinkt, Incentives also vor allem ein Problem für Premium-Marken sind. Abschließend werden Handlungsmöglichkeiten zur Eindämmung der Rabatt-Flut dargestellt.

 

Marken-Commitment


Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Titel: Der Zusammenhang zwischen Händlerzufriedenheit und Marken-Commitment
Quelle: Autohaus Nr. 17/2004

Händler werden häufig als Botschafter der Marke bezeichnet. Tatsächlich sollen Händler aus Herstellersicht, die Marke in ihren jeweiligen Verkaufsgebieten präsentieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Händler selbst ein hohes Commitment zu ihrer Marke haben. Der Beitrag zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit des Händlers mit der Zusammenarbeit mit seinem Hersteller und seinem Commitment zur jeweiligen Marke gibt. Er unterstreicht damit, die Relevanz des Konstrukts "Händlerzufriedenheit" für die Markenpolitik der Hersteller. 

 

 

Das Institut für Automobilwirt-schaft ist eine wissenschaftliche Einrichtung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.

Im Mittelpunkt steht die branchenorientierte und praxisnahe Forschung im Bereich des Automobilvertriebs und -handels.

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