IFA-Kongress 2014

Future Retail: Veränderungen bei Vertriebsaufgaben und -funktionen

Das Team um die IFA-Chefs Prof. Dr. Willi Diez und Prof. Dr. Stefan Reindl konnte während der beiden Kongresstage am 15. und 16. Oktober 2014 mehr als 1.200 Gäste in Nürtingen begrüßen. Allein während der Unternehmenskontaktmesse „Automotive TopCareer“ am 15. Oktober 2014 wurden rund 700 Besucher gezählt. Der Tag der Automobilwirtschaft am 16. Oktober 2014 war mit mehr als 500 Fachbesuchern abermals ausgebucht. Im Mittelpunkt: Keynotes von Luca de Meo, Audi-Vorstand Marketing und Vertrieb, Peter Chr. Küspert, Opel-Geschäftsführer Verkauf & Aftersales, sowie Jürgen Stackmann, Vorsitzender des Vorstands von SEAT S.A., zum Kernthema des Kongresses „Future Retail: Wie erreichen wir den Kunden von morgen?“

    Nur noch 2,9 Mio. Neuzulassungen im Jahr 2015

Traditionsgemäß bezieht Professor Willi Diez auch in diesem Jahr bereits während der Einführung zum 15. Tag der Automobilwirtschaft zum aktuellen und künftigen Marktgeschehen Stellung: Mit Blick auf Krisenherde im internationalen Umfeld und zu erwartenden konjunkturellen Dellen geht er von einem rückläufigen Markt aus: "Ich rechne im kommenden Jahr 2015 mit einem Rückgang auf 2,9 Millionen Pkw-Neuzulassungen in Deutschland.“

    Luca de Meo: „Der Handel bleibt das Herz unseres Vertriebssystems“

Mit seiner Keynote geht Audi-Vertriebsvorstand Luca de Meo der Kernfrage des Kongresses nach: Welche Rolle der Automobilhandel in den Vertriebssystemen der Hersteller künftig spielen werden? De Meo  kommt bei diesem Themenkomplex zu dem Schluss, dass relevante Rahmenbedingungen und aktuelle Trends zu nachhaltigen Veränderungen im Automobilvertrieb führen werden. Der Handel bleibt das Herz unseres Vertriebssystems“, so der Vertriebsvorstand des Premiumherstellers.  Dennoch: „Das Geschäft mit Automobilen wird sich in den nächsten zehn Jahren stärker ändern als in den vergangenen 30“. Luca de Meo zeigt sich überzeugt, dass die Kunden künftig mit den traditionellen Handelsformaten nicht mehr erreichbar wären. Es seien neue, ergänzende Formate nötig, um den drei großen Trends der Urbanisierung, Digitalisierung und Vernetzung gerecht zu werden.

    Jürgen Stackmann: „Wir brauchen starke Händler“

Neben Peter Chr. Küspert, Opel-Vertriebschef, ist auch der SEAT-Chef Jürgen Stackmann  davon überzeugt, dass der Präsenzhandel für die „zweitgrößte Anschaffung nach einer Immobilie“ auch künftig den Automobilvertrieb dominieren wird. Der wesentliche Erfolgsfaktor für die Marke Seat sei der Vertrieb: „Wir brauchen starke Händler", so der SEAT-Chef. Die durchschnittliche Umsatzrendite der 400 deutschen Seat-Händler liege seinen Aussagen zufolge bei 2,5 Prozent. Leistungsfähige Betriebe würden sogar 5,5 Prozent erzielen. Und: den Schwerpunkt im SEAT-Händlernetz bilden nach wie vor Familienbetriebe.

     Professionalisierung der Händlerbetriebe

Raymond Damerow, Ford-Verkaufsdirektor, liefert Ansatzpunkte zur Optimierung des Kundenbindungsmanagements. Die wesentliche Änderung im Vergleich zur Vergangenheit sei, dass der Kaufprozess heute im Internet beginne. Aber: Rund 80 Prozent der Kunden möchten vor dem Kauf eine Probefahrt mit dem Wunschfahrzeug durchführen.  Zwar bleibe der stationäre Handel nach wie vor das wichtigste Vertriebselement, dennoch führten die Online-Vermittler zu verschärftem Wettbewerb. Er kommt zu dem Schluss, dass die wesentliche Herausforderung für den Handel die Optimierung des Kundenbeziehungsmanagements sei.

    Klaus Zellmer: „Premium hat Zukunft“

Während Jürgen Stackmann, Peter Chr. Küspert und Raymond Damerow spezifische Aspekte im Vertrieb von Volumenfahrzeugen herausstellen, ist der Deutschlandchef des Porsche-Vertriebs, Klaus Zellmer, der Ansicht, dass sich die Exklusivität von Premiummarken am Point of Sales fortsetzen müsse. Für ihn steht „Premium“ synonym für „erstklassig“ und „hochwertig“. „Die Marke Porsche ist für unsere Kunden das wichtigste Kaufmotiv“, so Zellmer. Gerade im Premiumsegment sei erstklassiger Service und hohe Betreuungsqualität von großer Bedeutung. Zellmer weiter: „Ansprechpartner für die Kunden wird weiterhin das Autohaus sein. Der Handel ist im Premiumsegment unverzichtbar. Die Händler sind die Marke vor Ort. Wir bekennen uns ganz klar zu unseren Handelspartnern“. Weltweit wachse Zellmer zufolge der Markt für Premiumautomobile bis 2020 um bis zu sechs Prozent. Aber auch im Premiumsegment nehme der Wettbewerb zu. Und der deutsche Markt sei immer auch eine besondere Herausforderung für Automobilhersteller: „Wir wachsen nicht um jeden Preis. Im Mittelpunkt von Porsche steht wertschaffendes Wachstum. Am liebsten wollen wir ein Auto weniger bauen, als der Markt aufzunehmen bereit ist.“ Die Frage nach Renditezielen im Handel beantwortet der Porsche-Deutschlandchef wie folgt: „Gemeinsam mit dem Händlerverband haben wir dieses Ziel auf zwei Prozent Betriebsergebnis ausgerichtet.“ Das „Schicksal“ der zwei Prozent liege aber nicht allein beim Hersteller, sondern insbesondere beim Handel.

    ZDK-Präsident mit höheren Renditezielen

Gerade hinsichtlich der Zwei-Prozent-Marke bei der Händlerrendite zeigt sich der ZDK-Präsident, der zum Kongress genau 125 Tage im Amt ist, ambitioniert. Die steigenden Kundenanforderungen und die damit steigenden Standards in den Händlerverträgen seien ihm zufolge mit einer Rendite von zwei Prozent nicht finanzierbar. Wesentlich größerer Spielraum sei nötig, um die Zukunftsinvestitionen in die Händlerbetriebe zu realisieren. Hinsichtlich seines Kongressthemas „Kundenbindungsprogramme und Wahlfreiheit des Kunden – ein Widerspruch?“ ist der ZDK-Präsident auf die Zusammenarbeit zwischen Hersteller- und Handelsebene fokussiert. Ohne eine stärkere Verzahnung und Abstimmung der Aktivitäten sei die Zukunft im Kundenbeziehungsmanagement nicht nachhaltig gestaltbar. Karpinski weiter: „In den neuen Vertriebswelten mag es Mega-Stores und Auto-Citiy-Stores geben, aber die Menschen brauchen auch künftig den Händler von nebenan“. Seiner Ansicht nach seien zu viele Kollegen heute noch zu ängstlich beim Umgang mit den neuen Medien. Sie würden in der Digitalisierung mehr Gefahren als Chancen sehen. Die Branche brauche aber einen nachhaltigen Innovationsprozess, denn der Kunde entscheide darüber, welchen Kommunikationsweg und Handelspartner er wähle.

    Händlerrunde zur Funktions- und Aufgabenteilung im Automobilvertrieb

Professor Stefan Reindl begrüßt im traditionellen Händlerforum Rudolf Wohlfarth (Emil Frey Gruppe), Nicholas Dunning (Gottfried Schultz Gruppe) und Franco Barletta (Jürgens-Gruppe) zur aktuellen Branchendiskussion über die  Aufgaben- und Funktionsteilung im Automobilvertrieb. Jürgen Barletta ist davon überzeugt, dass Markenwerkstätten heute mit sinkendem Service-Umsatzvolumen  konfrontiert seien. „Vor allem Privatkunden im Premiumsegment kämpfen mit Stundenverrechnungssätzen von über 100 Euro“, so Franco Barletta. Er geht davon aus, dass der „Verteilungskampf“ zwischen Freien Werkstätten und Markenbetrieben noch zunehmen würde und die Unterstützung durch Hersteller nicht ausreiche, im Wettbewerb zu bestehen. Die Jürgens-Gruppe hat sich deshalb bereits mit einer eigenen Servicesubmarke im Markt etabliert. Mit dem „Jürgens Economy Konzept – die Freie Werkstatt für Mercedes-Benz-Kunden“ nimmt der Mercedes-Händler mit einer „Festpreismatrix“ vor allem Kunden älterer Fahrzeuge ins Visier. Barletta: „Bei uns kann der Kunde morgens bezahlen, was er abends abholt“. Um die betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzeptes sicherzustellen, müsse der Kunde aber auf eine umfassende Beratung, Mobilitätspakete und „jeglichen Luxus einer Premiummarke“ verzichten.

    Rudolf Wohlfarth: Marken und Leistungsversprechen im Einklang

Rudolf Wohlfarth, Mitglied der Geschäftsleitung von Emil Frey und CEO Deutschland, ist davon überzeugt, dass das Marken- mit dem Leistungsversprechen im Einklang stehen sollte. Nur, wenn der Kunde das Leistungsversprechen tatsächlich erfahre, könnten sich die Handelsbetriebe von ihren Wettbewerbern absetzen. Rudolf Wohlfarth weiter „Ob ich eine oder mehrere Marken verkaufe, ist nicht entscheidend.“ Viel wichtiger sei die Beziehung zwischen den Autohausmitarbeitern und den Automobilkunden. Der Emil-Frey-Deutschland-Chef ist strukturell der Auffassung, dass die Sparten in Händlergruppen jeweils getrennt zu führen seien, um die spezifische Markenpräsenz sicherzustellen. Er geht ebenso wie der ZDK-Präsident allerdings davon aus, dass dabei zwei Prozent Umsatzrendite allerdings nicht ausreichten, um alle Anforderungen der Hersteller markenadäquat umzusetzen.

    Nicholas Dunning: Glaspaläste nicht mehr State of the Art

In die gleich Kerbe schlägt der Gottfried-Schultz-Chef Nicholas J. Dunning: „Glaspaläste und Vollfunktionsbetriebe an jedem Standort gibt der Markt nicht mehr her“. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung im Automobilvertrieb geht er davon aus, dass es keine gesicherten Erkenntnisse über die künftigen Strukturen gebe, „ …. aber es wird anders werden als bisher.“  Ihm zufolge müssten sich der Handel, aber auch die Automobilhersteller stärker denn je an vorgegebene Rahmenbedingungen anpassen, um mit der Zeit zu gehen. Dass die Aktivitäten der Hersteller noch immer nicht mit denen im Handel synchron abliefen, sei eine große Schwäche.

    Schluss-Statement von Dr. Tonio Kröger

Den Abschluss des IFA-Kongresses 2014 bilden „Herausforderungen in Marketing und Vertrieb im Zeitalter der Vernetzung“ mit Dr. Tonio Kräger, CEO der DDB Group Germany. Ein Blick über Branchengrenzen hinweg zeigt seinen Ausführungen zufolge, dass  „…wir sind immer noch am Anfang des digitalen Zeitalters stehen. Er glaubt nicht, „ … dass diese Revolution an der Automobilindustrie vorbeigehen wird? Natürlich nicht!“ Es sei nicht zielführend, die aktuellen Entwicklungen zu ignorieren: „Was passiert eigentlich wenn der erste millionenschwere Player wie Sixt in das Neuwagengeschäft einsteigt?“ Er ist der Auffassung, dass die digitale Infrastruktur Herstellermarken, Händler und Käufer untereinander vernetze. Dies sei mehr mit Chancen als mit Risiken verbunden. Diesen Pfad aufzunehmen verspreche einen großen Effizienz- und Nutzenzuwachs im Automobilvertrieb.

    Substanzielle Ergänzung: Automotive TopCareer

Der IFA Kongress wird seit 1995 – zunächst im zweijährigen, seit 1999 im einjährigen Rhythmus – veranstaltet. Er zählt mittlerweile zu den größten Branchen-Events in Deutschland. Der IFA-Kongress beinhaltete in diesem Jahr erstmals drei Einzelveranstaltungen: Die Unternehmenskontaktmesse „Automotive TopCareer“ am 15. Oktober 2014 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr, den „IFA BusinessTalk“ ab 20.00 Uhr sowie den 15. Tag der Automobilwirtschaft am 16. Oktober 2014 von 09:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr.

Weiterführende Informationen: www.ifa-info.de | www.automotive-topcareer.de

 

Rene-Staud-Lounge

Einmal mehr haben die Rene Staud Studios den IFA Business Talk mit einer Auswahl von faszinierenden Automobilfotos bereichert. Im Lounge-Bereich der Veranstaltung waren die Bilder ein echter Hingucker. Rene Staud war bei der Veranstaltung selbst anwesend und war von der ungewöhnlichen Inszenierung seiner Bilder in der Nürtinger Kreuzkirche beeindruckt. Herzlichen Dank Rene Staud!

 

Antriebsseitige Kundenerwartungen

Titel: "Kunden verlangen keinen bestimmten Antrieb"

Verfasser: Interview der MTZ mit Prof. Dr. Willi Diez
Quelle: MTZ Jubiläumsausgabe 2014, Seiten 8-12

Welche antriebsseitigen Kundenerwartungen an ein Fahrzeug gibt es?

Willi Diez: "Kunden verlangen zunächst einmal keinen bestimmten Antrieb, sondern einen Nutzwert. Sie möchten ein Auto haben, das zuverlässig, kostengünstig und sicher ist sowie Fahrdynamik bietet. Kunden kaufen nicht einzelne Komponenten, sondern immer ein Paket."

 

IFA-/CarGarantie-Studie

„Mehr Profit durch Kundenbindung“

Umsatz- und Ertragspotenziale durch Kundenbindung Bislang konnte über die umsatz- und ertragsseitigen Effekte einer nachhaltigen Kundenbindung nur spekuliert werden. Dieser „Forschungslücke“ begegnet die neue CarGarantie-Studie „Mehr Profit durch Kundenbindung“. Die Studie zeigt, welche Elemente beim Kundenbeziehungs-Management eine besondere Rolle spielen. Dazu ist bei zunehmendem Verdrängungswettbewerb nicht nur die Gewinnung neuer Kunden von Bedeutung. Immer mehr steht auch die Intensivierung bestehender Kundenbeziehungen durch Ver- und Gebundenheitsstrategien im Mittelpunkt.

Angebote gezielt ausrichten

Die Ergebnisse der Marktanalyse beruhen auf der Erwartungshaltung der Kunden und lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Gebrauchtwagenkäufer erwarten beim Fahrzeugkauf verstärkt Garantien mit Verlängerungsoptionen. Dagegen legen Neuwagenkäufer Wert auf Hersteller- und Mobilitätsgarantien. 

Weitere Potenziale ergeben sich bei der Kreditfinanzierung für Gebrauchtwagenkunden. Leasing sollte im Neuwagenbereich verstärkt Einzel- und Privatkunden angeboten werden.

Es besteht ein hoher Bedarf bei der Finanzierung von Wartungs- und Reparaturrechnungen sowohl im Neu- als auch Gebrauchtwagenbereich.
Dies wird bislang vernachlässigt.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Händler- und Kundenbefragung erkennbare Defizite: Die Bedeutung von langfristiger Kundenbindung sowie Garantie- und Finanzdienstleistungen für Umsatz und Ertrag wird zu wenig erkannt und demgemäß bislang auch dem Kunden, insbesondere im Gebrauchtwagensektor, unzureichend vermittelt.

Mit Garantien und Finanzdienstleistungen zum Lock-in-Effekt

Fahrzeuggarantien, Kreditfinanzierung, Leasing und sogenannte Flatrates dienen nicht nur der Absatzförderung, sie verhindern zudem nachhaltig die Abwanderung zu anderen Marken oder Händlern. Die Fahrzeuggarantie mit ihren Verlängerungs-optionen ist eines der wirksamsten Elemente zur Kundenbindung. Allerdings sind die Laufzeiten sowohl bei Leasing- und Finanzierungsverträgen als auch bei Fahrzeuggarantien zeitlich begrenzt. Dieser Umstand verdeutlicht, wie wichtig Verbundenheitsstrategien sind, um die „kritischen Bereiche“ der Kundenbeziehung zu überbrücken. Diese Bereiche werden bei Gebrauchtwagen bereits nach dem ersten Jahr erreicht, da die Gebrauchtwagengarantie meist nur ein Jahr läuft. Bei Neuwagen ergibt sich dieser kritische Punkt nach dem dritten Jahr.

Ausgaben für Werkstattleistungen erhöhen Profit

Eine intensive Kundenbindung ist vor allem für die Servicebereiche von Bedeutung, denn die Ausgaben für Serviceleistungen summieren sich bei Neuwagenkunden über zehn Jahre auf ein Umsatzpotenzial von rund 8.100 Euro mit einem Service-Deckungsbeitrag von etwa 2.100 Euro. Gebrauchtwagen schneiden hier mit einem Umsatz von rund 9.000 Euro und einem Service-Deckungsbeitrag (III) von knapp 2.400 Euro noch besser ab. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz eines erfolg-reichen Kundenbeziehungs-Managements.

Fazit

Zusammenfassend macht sich das Engagement im Kundenbeziehungs-Management unbedingt bezahlt. Gerade die aufgezeigten Umsatz- und Ertragseffekte belegen, dass der gezielte Einsatz einzelner Elemente den Profit nachhaltig stärkt. Die Bindung zu Gebrauchtwagenkäufern ist insgesamt weniger eng als bei Neuwagenkunden. Hier besteht also besonderes Potenzial. Da der Gebrauchtwagenkäufer seltener den Verkaufsbereich des Autohauses aufsucht, muss er folglich verstärkt im Service-bereich angesprochen werden.

Pressekontakt und Bestellinformationen:

CG Car-Garantie Versicherungs-AG, Ina Berger,Leitung Marketing & Public Relations,                         E-Mail: ina.berger@cargarantie.com

Tatjana Hambruch, E-Mail: tatjana.hambruch@cargarantie.com

 

IFA-/MPS-Studie 2014:

Autohaus-Eigeninitiative bei Smart-Repair

Smart-Repair-Angebote sind dazu geeignet, sowohl die Kosten- wie auch die Erlös- und Ertragsseite im Autohaus spürbar und nachhaltig positiv zu beeinflussen. Sie sorgen dafür, dass Kunden – vor allem preissensible Autofahrer mit älteren Fahrzeugen – dem Autohaus treu bleiben. Neukunden können sich daneben von der Attraktivität des Smart-Repair-Angebots überzeugen. Die Integration von Smart-Repair-Bereichen ist außerdem mit Synergien hinsichtlich der verschiedenen Auto-hausbereiche verbunden. Die Studienergeb- nisse belegen, dass insbesondere die Gebrauchtwagenbereiche umsatz- und ertragsseitig von der Umsetzung im Autohaus profitieren. So die zentralen Ergebnisse der neuen IFA-/MPS-Studie, die während der Automechanika in Frankfurt vorgestellt werden.

Marktpotenziale für Smart-Repair

Angesichts der gewonnenen Erkenntnisse ist nicht nachvollziehbar, weshalb viele Autohausunternehmer der Integration von Smart-Repair-Bereichen in eigene Betriebe skeptisch gegenüberstehen. Entgegen dieser Skepsis zeigen die Berechnungen innerhalb der Studie, dass bereits jeder 12. bis 15. Pkw oder Kombi in Deutschland jährlich mit solchen Methoden instandgesetzt. Die vorliegende Studie geht allein im Spot-Repair-Lackierbereich von einem Potenzial aus, das zwischen 11,0 Mio. bis 15,4 Mio. jährlichen Reparaturaufträgen liegt. Nach den vorliegenden Berechnungsergebnissen ergäbe sich bei vorsichtiger Marktabschätzung für den deutschen Markt ein jährliches Umsatzvolumen zwischen 2,42 Mrd. €, sogar 4,31 Mrd. € bei einem ambitionierten, oberen Erwartungshorizont.

Kundenperspektive zu Smart-Repair-Angeboten

Insgesamt ist zu berücksichtigen, dass die Kundenerwartungen hinsichtlich der Reparaturqualität bereits auf hohem Niveau liegen – und noch steigen werden. Gerade aber bei Bagatellschäden, die keine Auswirkungen auf die Funktionstüchtigkeit oder Sicherheit der Fahrzeuge haben, ist eine steigende Kundenbereitschaft für den Einsatz von Smart-Repair-Methoden feststellbar. Dies gilt insbesondere auch für die Beseitigung von kleineren Lackschäden, da hier aus Kundenperspektive sehr gute Kosten-/Nutzen-Relationen im Hinblick auf Werterhalt und -steigerung von Pkw und Kombi erzielbar sind. Neben den Endkunden sind Kfz-Versicherer bestrebt, ihre Schadenquoten durch den Einsatz kostensenkender Reparaturmethoden zu senken. Zudem ist die Rechtsprechung tendenziell dazu übergegangen, solche Reparaturmethoden – häufig entgegen der Auffassung von Geschädigten – zu befürworten.

Make or Buy: Angebotsverhalten von Autohausbetrieben

Rund 98 Prozent aller Autohausbetriebe – also nahezu alle Marktteilnehmer – bieten inzwischen Smart-Repair-Leistungen an. Häufig werden die Arbeitsumfänge allerdings an externe Dienstleister vergeben, denn etwa 85 Prozent der Autohausbetriebe führen tatsächlich Glasreparaturen, nur 24 Prozent Polsterarbeiten, 25 Prozent Hagelschäden und 39 Prozent Spot-Repair-Lackierungen in Eigenregie durch. Den wesentlichen Wettbewerbsvorteil von Smart-Repair-Angebotsleistungen sehen die Autohaus-Vertreter im Preisvorteil für den Kunden. Im Smart-Repair-Bereich sind Kosten- bzw. Preisvorteile von bis zu 80 Prozent gegenüber konventionellen Reparaturmethoden erzielbar. Die Einsparung durch Spot-Repair-Lackierungen wird durch die Autohaus-Verantwortlichen mit durchschnittlich rund 53 Prozent angegeben. Wesentliche Vorteile existieren zudem bei der Gebrauchtwagenaufbereitung, denn kurze Durchlaufzeiten und der zeitlich flexible Einsatz der Methode tragen zu kurzen Standzeiten sowie zu spürbaren Wertsteigerungen der Gebrauchtfahrzeuge – bei gleichzeitiger Kostenoptimierung – bei.

Profitabilität von Spot-Repair im Autohaus

Die vorliegende Studie belegt nachhaltig positive Umsatzeffekte der „Inhouse-Lösung“ von Spot-Repair. Der Serviceumsatz könnte um bis zu etwa 24 Prozent bei einem unteren, sogar um bis zu 44 Prozent bei einem oberen Erwartungshorizont hinsichtlich des Auftragsvolumens gesteigert werden. Ebenfalls werden Auswirkungen auf das Ertragsgeschehen deutlich. Den Analysen zufolge ermöglicht Spot-Repair in den moderaten Defensiv-Szenarien - mit eher vorsichtigen Annahmen bei den Auftragsvolumina - Ertragssteigerungen um bis zu 30 Prozent. Die ambitionierten Offensiv-Szenarien warten für die Service-Deckungsbeiträge sogar mit Steigerungsraten von bis zu 63 Prozent auf. Weitere Effekte lassen sich in den Gebrauchtwagenbereichen durch „wertsteigernde“ Reparaturen mittels Spot-Repair erzielen. Selbst bei in die Kalkulation einbezogenen Substitutionseffekten hinsichtlich entfallender Komplettlackierungen von Fahrzeugteilen, die durch Spot-Lackierungen ersetzt werden könnten, ist Spot-Repair als Inhouse-Lösung für alle dargestellten Betriebstypen und -größen profitabel. Die größten Positiv-Effekte ergeben sich für Betriebe, die bereits einen Lackierbereich vorhalten.

Bestellinformationen: http://www.springer-automotive-shop.de

Autoren: Prof. Dr. Stefan Reindl | Benedikt Maier (M. A.) | Stephan Müller (B. A.)

 

Automobilsommer 2014

Geislingen startet in die Elektromobilität

Zum Start des "Automobilsommers 2014" hat die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen am Montagabend eine Elektrotankstelle und das E-Mobility-Carsharing am Institut für Automobilwirtschaft (IFA) in Betrieb genommen. "Wir liefern beides: Die Lade-Infrastruktur und Elektrofahrzeuge, um E-Mobiliy-Konzepte in das Bewusstsein der Autofahrer zu bringen", sagte Professor Willi Diez zur Kooperation mit dem Elektro- und Kommunikationsdienstleister Heldele und der Deutschen-Bahn-Tochter Flinkster.

Damit an der Stromtankstelle auch wirklich "Traffic" entsteht, hat sich der Geschäftsführer der CC Unirent, Jürgen Lobach bereit erklärt der Hochschule zwei Elektrofahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Weitere Informationen unter:
http://www.autohaus.de/automobilsommer-2014-geislingen-startet-in-die-elektromobilitaet-1371556.html

 

SchwackeMarkenMonitor 2014

Autohaus-Unternehmer sind geringfügig zufriedener

Mit der Schulnote 2,73 liegt die Gesamtzufriedenheit der rund 1.000 befragten Handelsbetriebe auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (2,76), so die Ergebnisse des SchwackeMarkenMonitor 2014. „Markenübergreifend resultiert der geringfügige Anstieg insbesondere aus positiveren Bewertungen der Händler in den Bereichen Produkt & Marke, sowie aus dem Gebrauchtwagenbereich“, so Professor Dr. Stefan Reindl, der mit dem IFA-Team wiederholt die Zufriedenheitsanalyse durchführte. Schlechtere Noten als im Vorjahr mussten die Hersteller und Importeure im Bereich der Vertriebspolitik hinnehmen. Trotz rückläufiger Neuzulassungen ist eine positive Entwicklung der Zufriedenheit mit der Umsatzrendite (Note 3,35) im Jahresvergleich festzustellen (+0,15 im Vorjahresvergleich). Professor Stefan Reindl begründet diese widersprüchliche erscheinende Entwicklung durch eine Kompensation des Renditedrucks im Neuwagenbereich mit positiveren Deckungsbeiträgen bei Service und Gebrauchtwagen.

Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit untersucht das Institut für Automobilwirtschaft die Leistungen der einzelnen Automobilmarken innerhalb strategischer Gruppen. Durch eine Verbesserung in allen untersuchten 28 Kriterien kann Opel einen Doppelerfolg verbuchen. So rücken die Rüsselsheimer in der Gruppe der deutschen Volumenhersteller auf Platz zwei vor und holen sich den Titel des „Top-Aufsteigers 2014“. Nicht nur in der Gruppe der Nischenfabrikate, sondern auch im Zufriedenheits-Gesamtranking muss Porsche die Spitzenposition an Smart abtreten. Die gesunkene Gesamtzufriedenheit der Porsche-Händler ist maßgeblich mit einem starken Rückgang im Bereich der Renditezufriedenheit verbunden. Eine weitere Überraschung ist bei den kleinen Importeuren zu identifizieren: So ist der Abstieg des „Abonnement-Siegers“ Subaru auf den vierten Platz mit dem unrühmlichen Titel des „Top-Absteigers 2014“ verbunden. In der Gruppe der deutschen Premiumfabrikate verteidigt Mercedes-Benz (2,33) die Spitzenposition vor Audi (2,35) und BMW (2,46).

Seit nunmehr 17. Jahren analysiert das gemeinsame Forschungsprojekt „MarkenMonitor“ von Schwacke und IFA die Zufriedenheit der Handelsebene mit deren Herstellern/Importeuren. Mittels 28 Einzelkriterien werden die fünf Bereiche Produkt & Marke, Vertriebspolitik, Netzpolitik, Gebrauchtwagen und Aftersales untersucht. Eine repräsentative Datengrundlage bilden auch in diesem Jahr über 1.000 Telefoninterviews mit Autohaus-Geschäftsführen. Die wissenschaftliche Leitung des Forschungsprojektes oblag wie im Vorjahr dem IFA Vize-Direktor, Professor Dr. Stefan Reindl. 

Das AUTOHAUS-Sonderheft zum SchwackeMarkenMonitor ist über www.autohaus.de erhältlich und lag AUTOHAUS 11/2014 bei. Der komplette Ergebnisbericht kann bei der EurotaxSchwacke GmbH bezogen werden: www.schwackepro.de.

 

International Dealer Summit

Chinas Autohändler wittern neue Chancen

Wachstum ohne Ende: Der chinesische Autohandel bleibt für Investoren attraktiv. 2013 wurden fast 22.000 neue Autohäuser auf dem Boommarkt gezählt. Jahr für Jahr kommen im Schnitt rund 15 Prozent dazu. Den Autobauern fällt es nach eigenen Angaben nicht schwer, neue Unternehmer zu finden bzw. die bestehenden Vertragspartner für weitere Standorte zu begeistern – zumal sich die Renditen des Handels im vergangenen Jahr ebenfalls verbesserten.

Noch verdienen die meisten chinesischen Händler ihr Geld mit dem Verkauf von Neuwagen. Doch mit wachsendem Fahrzeugbestand gewinnen auch die Bereiche Gebrauchtwagen und Service an Bedeutung. Um die Chancen in diesen Geschäftsfeldern auszuloten, trafen sich am Vortag der Leitmesse Auto China 2014 (noch bis 24. April) 120 Branchenexperten zum "International Dealer Summit" in Peking. Veranstaltet wurde der Kongress von der Fachzeitschrift AUTOHAUS CHINA und CCPIT, der internationalen Handelskammer Chinas. Ralph M. Meunzel, Herausgeber von AUTOHAUS CHINA, und CCPIT-Direktor Yang Zhao konnten für die Fachtagung hochkarätige Referenten aus dem Ausland gewinnen. So erörterte Prof. Stefan Reindl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Geislingen die Potenziale im Aftersales-Geschäft. Der stellvertretende Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) ging in seinem Vortrag unter anderem den Fragen nach, wie chinesische Autohäuser service-orientierter auftreten und wie Vertrieb und Werkstatt besser zusammenarbeiten können.


PAC on Tour

Porsche Automotive Campus (PAC) zu Gast in Leipzig

Die PAC-Stipendiaten sowie weitere Studierende der Automobilwirtschaft waren am 14. Mai und 15. Mai zu Gast in Leipzig. Begleitet wurde die Exkursion von Sabine Zaiser (Porsche Deutschland GmbH), Prof. Dr. Stefan Reindl sowie Benedikt Maier (IFA). Neben einer Besichtigung der Porsche Fabrik und einer Führung durch die BMW i Produktion beinhaltete die Exkursion auch zahlreiche kulturelle Programmpunkte. Großes Highlight war die Fahrt als Co-Pilot auf dem hauseigenen Rundkurs im 560 PS starken Porsche 911Turbo S.

Weitere Informationen zur PAC-Exkursion unter:

http://www.porsche-automotive-campus.de/

 

Studiengang Automobilwirtschaft

300 Euro für die Lebenshilfe Geislingen

Im vergangenen Wintersemester 2013/2014 veranstalteten die Studenten des Masterstudiengangs Automotive Management der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen einen Workshop mit dem Thema "Financial Services 3.0".

Initiiert wurde dieser Kurs von Markus Weiss, dem Marketing-Leiter der Daimler Financial Services AG, und Professor Dr. Willi Diez, dem Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft. Das Ziel dieses Workshops war es, innovative Finanzdienstleistungskonzepte für Automobile und Ideen für deren kommunikative Umsetzung zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand dabei die Zielgruppe der jungen Erwachsenen. In Gruppen wurden dazu Konzepte erarbeitet, die die Daimler Financial Services AG prämierte.

Neben der Verwendung für eine Exkursion war für die Studenten sofort klar, dass ein Teil gespendet werden soll. In diesem Fall freut sich die Lebenshilfe Geislingen über eine Spende in Höhe von 300 Euro, die die Studenten dem Lebenshilfe-Geschäftsführer Uwe Hartmann am 30. April übergaben.


Chefsache: Automotive

Zulieferindustrie profitiert von sinkender Fertigungstiefe der Automobilhersteller 

Die Automobilzulieferer können in den nächsten Jahren mit steigenden Umsätzen rechnen, denn die Automobilhersteller werden ihre Fertigungstiefe weiter reduzieren. Verantwortlich dafür ist vor allem die zunehmende technische Komplexität der Fahrzeuge und die steigende Modellvielfalt. Dies erklärte Professor Willi Diez in einem Vortrag beim Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V. in Donaueschingen. Allerdings müssten sich die Automobilzulieferer darauf einstellen, so Diez weiter, dass das Wachstum künftig vor allem in den überseeischen Märkten stattfinden werde. Dementsprechend gewinne die Globalisierung auch die Zulieferindustrie weiter an Bedeutung. Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Diez erläuterte Bernd Schilling, Geschäftsführer der IMS Gear GmbH, wie sich sein Unternehmen auf die sich verändernden Rahmenbedingungen im Automobilgeschäft einstellt. Insbesondere zeigt er den Strategiebildungsprozess eines mittelständischen Unternehmens anhand von praktischen Beispielen auf.

 

Get eReady

Flotten als Vorreiter bei der Elektromobilität 

Die Betreiber von Flotten haben eine Vorreiterrolle bei der weiteren Ausbreitung der Elektromobilität in Deutschland. Elektrofahrzeuge in Fuhrparks machen sowohl unter wirtschaftlichen wie auch unter Imageaspekten Sinn. Dies erläuterte Professor Diez in einem Vortrag bei einer Informationsveranstaltung zum Projekt Get eReady der IHK Göppingen in den Räumen der Heldele GmbH in Salach bei Göppingen. Das Projekt Get eReady ist eins von 40 Projekten im Rahmen des Schaufenster Elektromobilität Baden-Württemberg. In diesem Großforschungsprojekt werden Potenziale der Elektromobilität beim Einsatz in Fahrzeugflotten unterschiedlicher Größe und Nutzung bis Dezember 2015 untersucht.

 

Deutsch-französischer Wirtschaftskreis

Europäische Automobilindustrie vor großen Herausforderungen 

Die europäische Automobilindustrie kann im internationalen Wettbewerb nur über das Angebot an technisch fortschrittlichen und qualitativ hochwertigen Fahrzeugen überleben. Diese These vertrat Professor Dr. Willi Diez anlässlich eines Treffens des deutsch-französischen Wirtschaftskreises am 11. Februar 2014 in Paris. Die künftige technische Entwicklung biete große Chancen zur Profilierung und Differenzierung, erklärte Diez vor den anwesenden Vertretern aus Deutschland und Frankreich. Schlüsseltechnologien der Zukunft seien die weitere Elektrifizierung des Antriebsstranges und die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge bis hin zum autonomen Fahren. Mit Blick auf die Beteiligung des chinesischen Herstellers Dongfeng an Peugeot sprach Diez von einer zweiten Welle der Globalisierung: „Zuerst haben die europäischen Hersteller den chinesischen Markt entdeckt, jetzt entdecken die Chinesen die Chancen durch den Einstieg bei europäischen Automobilherstellern und auch Automobilzulieferern. Statt Konfrontation zwischen Volumen- und Premiumherstellern plädierte Diez für eine stärkere Kooperation, die allen Beteiligten letztlich Vorteile brächte.

 

Elektromobilität

Automobilhersteller brauchen Anreize – Professor Diez im Interview mit dem „Tagesspiegel“ 

„Was wir bei dem Thema Elektromobilität brauchen, ist eine Initialzündung, damit der Markt in Schwung kommt. Die Mehrfachanrechnung von Elektroautos im Rahmen der neuen CO2-Richtlinie der EU ist deshalb eine gute Idee. Sie zwingt die Hersteller dazu, E-Autos nicht nur anzubieten, sondern auch wirklich zu verkaufen. Ich bin heute optimistischer für die Elektromobilität als vor einem Jahr.“

Quelle: Tagesspiegel vom 13. Januar 2014.

 

Automobilkonjunktur

Wettbewerb wird wieder härter 

Mit Blick auf den US-amerikanischen Automobilmarkt und die Absatzchancen der deutschen Automobilhersteller erklärte Professor Dr. Willi Diez im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“:

„Vor allem die Premiumhersteller haben davon profitieren können, weil durch die Politik des billigen Geldes und die enorm gestiegenen Vermögenswerte mehr Kaufkraft vorhanden ist. Durch die steigenden Aktienkurse sind viele Leute wieder sehr schnell reicher geworden. Wir haben das früher mal an unserem Institut durchgerechnet. Der Aktienindex Dow Jones entwickelt sich im Gleichschritt mit dem Absatz der deutschen Premiumhersteller, wie die jungen Reichen, die Neureichen oder die wieder Reichen gerne BMW, Mercedes, Porsche oder Audi fahren.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 13. Januar 2014.

 

Händlergruppen Studie

TOP 100 Händlergruppen in Deutschland 2013

Mit der nunmehr 10. aktualisierten Auflage setzt das IFA-Institut seine Analysen zur Entwicklung der größten Händlergruppen in Deutschland fort. Die diesjährige Studie enthält eine Liste der 100 größten Händlergruppen in Deutschland sowie entsprechende Kurzporträts. Außerdem finden Sie in der Studie Darstellungen zur längerfristigen Entwicklung der Händlergruppen in Deutschland mit Daten für die Jahre 2007 bis 2013 sowie Detail-Darstellungen der TOP-20-Gruppen.

Die Studie "TOP 100 Händlergruppen in Deutschland 2013" (Arbeitspapier Nr. 1/2014) kann für 149.- € zzgl. gesetzlicher MwSt. und Versandkosten beim Institut für Automobilwirtschaft bestellt werden:  Zum IFA-Bestellformular

 

Mobilitätsverhalten an der HfWU

Jung-Akademiker nutzen den Umweltverbund 

In einer Erhebung zum Mobilitätsverhalten der Studierenden der Hochschule Nürtingen-Geislingen kommt das Institut für Automobil- wirtschaft (IFA) zu dem Ergebnis, dass hochschulnahe Wohnmög- lichkeiten die Wahl des Verkehrsmittels stark beeinflussen. So kommen heute 45,3 Prozent der Studierenden am Standort in Geislingen zu Fuß zur Hochschule nachdem in unmittelbarer Nähe ein Wohnheim gebaut wurde. Im Jahr 1992 waren es lediglich 10,9 Prozent. Auch insgesamt stehe der „Umweltverbund“ aus Bahn, Bus, Fahrrad und zu Fuß bei den Studierenden der Hochschule insgesamt hoch im Kurs: In Nürtingen kommen 64,9, in Geislingen 64,2 Prozent der Studierenden mit diesen Verkehrsmitteln oder zu Fuß zur Hochschule. Und noch eine interessante Zahl: 65,5 Prozent, die ein eigenes Auto besitzen, erklärten, dass dieses auf ihre Eltern zugelassen sei. Nach Auffassung von Professor Diez bedeutet dies, dass auf Basis der Zulassungsdaten keine verlässlichen Aussagen über den Fahrzeugbesitz und die Fahrzeugnutzung von jungen Erwachsenen möglich ist.

Die Studie „Mobilitätsverhalten der Studierenden an der HfWU Nürtingen-Geislingen“ kann beim Institut für Automobilwirtschaft (IFA) als PDF angefordert werden. Kontakt: anita.albrecht@ifa-info.de.

 

Trauer um Professor Dr. Eduard Mändle

Ehemaliger Rektor der Fachhochschule Nürtingen ist gestorben  

Am Samstag, dem 21. Dezember 2013, ist der langjährige ehemalige Rektor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) im Alter von 77 Jahren in Geislingen gestorben.

Eduard Mändle prägte die Entwicklung der einstigen Fachhochschule Nürtingen, der heutigen Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, wie kaum ein anderer. Bereits 1966 kam Mändle als Dozent an die damalige Ingenieurschule für Landbau und wurde dann später Professor für Volkswirtschaftslehre und Genossenschaftswesen an der Fachhochschule Nürtingen.

1977 wurde Eduard Mändle zum Rektor der Nürtinger Fachhochschule gewählt und leitete anschließend die Hochschule 24 Jahre lang über mehrere Amtszeiten. Als Mändle 2001 in den Ruhestand verabschiedet wurde, hinterließ er eine Hochschule, die sich von einer traditio- nellen Ingenieurschmiede mit rund 400 Stu- dierenden zu einer Fachhochschule mit über 3000 Studierenden und zwölf Studiengängen entwickelt hatte.

In seine Amtszeit fällt auch die Gründung des Studienganges Automobilwirtschaft am Hoch- schulstandort in Geislingen. Die Einrichtung dieses Studienganges wurde von ihm initiiert und stets mit großem Wohlwollen begleitet.

 

Zulieferertag Automobil

Professor Diez sieht wachsenden Wettbewerb im automobilen Aftermarket 

Beim traditionellen Automobilzulieferertag des Landes Baden-Württemberg am 12. November 2013 referierte Professor Dr. Willi Diez über die „Zukunft des Aftermarkets im Spannungsfeld veränderter Märkte und neuer Technologien“. Dabei zeigte er auf, dass der Aftermarket in den reifen Märkten Westeuropas aufgrund der sinkenden Wartungs- und Reparaturarbeiten und des geringen Bestandszuwachses kaum noch Wachstumschancen aufweist. Hinzu komme, dass die Elektrifizierung des Antriebsstranges zu einem weiteren Rückgang des Serviceaufkommens führe. Dementsprechend erwartet er einen zunehmenden Verdrängungswettbewerb zwischen den herstellergebundenen Vertragswerkstätten und den freien Anbietern. Da der Aftermarket für die Zulieferer von großer strategischer Relevanz sei, müssten sie sich durch den Aufbau eigener Werkstattsysteme den Marktzugang erhalten. Außerdem sollten die Zulieferer im Aftermarkt verstärkt internetbasierte Vertriebs- und Geschäftsmodelle entwickeln.

 

Am Rad der Geschichte

Titel: Am Rad der Geschichte

Verfasser: Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart e.V.
Quelle: die welt verändern, November 2013, S. 12-15

Man kann die Welt aus mancherlei Perspektive betrachten. Willi Diez tut es bevorzugt durch die Windschutzscheibe. Als Professor für Automobilwirtschaft lehrt er mit Leidenschaft in Geislingen

Einige seiner Absolventen haben es in die Top-Etagen von Automobilherstellern und automobilnahen Dienstleistern gebracht oder führen heute ihr eigenes Autohaus. "Man kann bei uns sehr fokussiert studieren", sagt Diez und wirkt dabei stolz wie ein Turner nach gelungenem Abgang vom Reck. Nicht selten begegnet er auf internationalen Messen ehemaligen Studenten, die, in edlen Zwirn gewandet, in der Branche an den großen Rädern drehen.

 

25-Jahre Automobilwirtschaft

25-Jahre Automobilwirtschaft in Geislingen - Porsche feiert mit! 

Mit einer speziell für diesen Anlass kreierten Anzeige feiert Porsche das 25-jährige Jubiläum des Studiengangs Automobilwirtschaft an der Hochschule Nürtingen-Geislingen mit. „25 Jahre Automobilwirtschaft in Geislingen. 50 Jahre 911. Summa summarum: summa cum laude“ heißt es im Anzeigentext. Die Anzeige ist in einem Sonderheft der Fachzeitschrift „Autohaus“ aus Anlass des Jubiläums erschienen. Porsche-Deutschland Chef Klaus Zellmer lobt seine ehemalige Ausbildungsstätte als Sprungbrett für seine Karriere: „Als ehemaliger Absolvent der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt und des Studiengangs Automobilwirtschaft in Geislingen bin ich schon persönlich etwas stolz auf die Entwicklung dieser wissenschaftlichen Institution und blicke mit tollen Erinnerungen auf das damalige Studium zurück, das durch ein anhaltend hohes Engagement starker Persönlichkeiten und einem stets persönlichen Zugang zu den Professoren/-innen ein sehr prägender und positiver Lebensabschnitt war. Es freut mich daher umso mehr, heute aktiv mit unserem gemeinsamen Kooperationsprojekt, dem Porsche Automotive Campus, die Entwicklung des Studiengangs und der Studierenden etwas näher mitzuerleben und seitens Porsche zu fördern.“

 

IFA-Kongress vom 17. Oktober 2013

Automobilwirtschaft im Umbruch                                       Download:Präsentationen zum Kongress

Der deutsche Automobilmarkt könnte im kommenden Jahr wieder die 3-Mio. Grenze durchbrechen. Das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) erwartet für 2014 rund 3,05 Mio. Neuwagenverkäufe in Deutschland. Dies erklärte Institutsdirektor Prof. Dr. Willi Diez anlässlich des IFA-Kongresses am 17. Oktober 2013 in Nürtingen.

Das Institut geht davon aus, dass sowohl der Absatz an private als auch an gewerbliche Kunden im nächsten Jahr wieder ansteigen wird: „Das Konsumklima ist so gut wie schon lange nicht mehr und auch in den Unternehmen wächst die Zuversicht, auf eine weitere konjunkturelle Erholung. Das wird das Automobilgeschäft beflügeln“, begründete Diez seinen optimistischen Ausblick.

Keynote: Professor Rupert Stadler zum Weltautomobilmarkt

Keynote-Speaker des diesjährigen IFA-Kongresses war der Vorstandsvorsitzende der AUDI AG, Professor Rupert Stadler. Er geht davon aus, dass sich der westeuropäische Automobilmarkt im kommenden Jahr leicht erholen und um 2,5 Prozent zulegen wird. „Doch das Vorkrisenniveau erreicht unsere Region erst in einigen Jahren.“ Gleichzeitig nehme die Region Asien/Pazifik weiter an Bedeutung zu und werde bis zum Ende des Jahrzehnts um rund 50 Prozent zulegen: „Im Jahr 2020 ist jeder zweite Neuwagen weltweit in Asien unterwegs.“ Stadler bekennt sich daneben zum Industriestandort Deutschland. Auch wenn Audi im Jahr 2014 zum ersten Mal mehr Autos im Ausland baue als zu Hause, beschäftige das Unternehmen zwei Drittel seiner Mitarbeiter in Deutschland. Die Stammwerke Neckarsulm und Ingolstadt sind dabei Paten für neue Produktionsstandorte wie Mexiko oder Brasilien.

Neue Antriebe: Alltagstauglichkeit als Maßstab

Zur  Alltagstauglichkeit innovativer Antriebe nahm Professor Stadler ebenfalls Stellung: „Eine Marke wie Audi muss ökologische High-Performance bieten. Wir glauben an Elektromobilität und werden dem Kunden stets das geben, was so ausgereift, alltagstauglich und bezahlbar ist, wie er sich das vorstellt. Wir verändern die Welt. Wir zwingen den Kunden jedoch nicht, seinen Alltag zu verändern!“ Audi setzt konsequent auf Plug-in Hybride wie den A3 e-tron, der auf Kurzstrecken mit dem Elektromotor völlig emissionsfrei fährt und dank des Benzinmotors fast tausend Kilometer Reichweite besitzt.

Herzlichen Dank an die unterstützenden Unternehmen:

Digitale Welt in Vertrieb und Service

Wie sich der Automobilvertrieb und Service bis zum Jahr 2020 entwickeln könnte, darüber referierten und diskutierten anschließend die verantwortlichen Akteure von Onlinebörsen, Internetplattformen und Automobilherstellern. Jens Monsees von Google ist hinsichtlich der Rolle von Vertriebspartnern in der Automobilwirtschaft der Ansicht, „dass der Händler in der Wertschöpfungskette des Automobils auch künftig eine zentrale Rolle spielt.“ Eine bedeutende Fragestellung für einzelne Händler sei dabei, wie die Kundenakquisition internetbasiert geschehen könne. Vor allem bei der Markenwahl, aber auch bei der Kontaktaufnahme mit dem Händler spiele das Internet mittlerweile eine große Rolle. Auch Malte Krüger von mobile.de ist davon überzeugt, dass sich Händler pro-aktiv mit der digitalen Welt auseinandersetzen müssen. Dabei sollten die Prozesse und Systeme anpasst, die Verkaufsteams geschult und die Vertriebskanäle stärker miteinander vernetzt werden. Krüger geht außerdem davon aus, dass das Neuwagengeschäft ein wesentliches Wachstumsfeld für Onlinebörsen sein wird: „Wir wollen dem Handel Kunden einfach, komfortabel und vertraut zuführen. Unser größtes Plus hierbei ist unsere Unabhängigkeit“, sagte Krüger.

Skepsis im Automobilhandel

Dass der Automobilhandel angesichts der preisgetriebenen Entwicklungen in Internetbörsen skeptisch bleibt, ist nachvollziehbar. Dr. Alexander Martinowsky von der österreichischen Autohaus-Gruppe Wiesenthal geht dennoch davon aus, dass 60 Prozent der Automobilkunden auch nach 2020 noch den Händler in Anspruch nehmen werden. Er ist andererseits auch davon überzeugt, dass die Internetkäufe künftig stark zunehmen werden. "Wir nutzen unsere Chancen und beschleunigen jetzt die Geschwindigkeit der Digitalisierung". Darüber hinaus  sei ihm zufolge eine Win-win-Situation unwahrscheinlich, denn einen Schulterschluss mit den Herstellern sehe er nicht. Vielmehr werde sich der Verteilungskampf zwischen den traditionellen und neuen Akteuren um Kunden verstärken. Martinowsky: "Die Handelsfunktion wird an Bedeutung gewinnen – die Frage ist: wer wird sie künftig übernehmen?" Im Hinblick auf den Direktvertrieb der Industrie ist er der Ansicht, dass auch über Margensysteme und alternative Bonusmodelle für den Handel verhandelt werden müsse. Für die aktuelle Umorientierung in seiner Handelsgruppe ist aber zunächst von Bedeutung: "Wie findet uns der Kunde?" und "Wie können wir ihn halten?" Vor diesem Hintergrund setzt Wiesenthal aktuell auf die Optimierung von Suchmaschinen, auf die Ausweitung der Marketing-Budgets bei digitalen Medien sowie auf Online-Experten, die das Handelsunternehmen umstrukturieren. Ebenfalls im Visier der Optimierungsanstrengungen seien die Backoffice-Prozesse, die auf die neuen Anforderungen umgestellt werden müssten.

Vernetzung der digitalen und realen Welt

Der Handel müsse künftig beide Welten bedienen können – digital und real. Frank Brecht, Geschäftsführer der Hahn Gruppe, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen der Auffassung, dass "der Automobilhandel nicht durch radikale Veränderungen geprägt wird, sondern durch evolutionäre Weiterentwicklung des Bestehenden". Insgesamt sollten sich die Betriebe zunächst mit den heutigen Herausforderungen auseinandersetzen, bevor überhaupt über Internetvertrieb geredet werden könne. Der Vertriebsalltag sei heute noch von der Aufarbeitung aktueller Entwicklungen geprägt. Gerade vor dem Hintergrund der "Geiz ist geil-Mentalität“ müsste die Qualität von Produkten und Leistungen der Autohäuser stärker in den Mittelpunkt der Vertriebsaktivitäten gerückt werden. Die Rabattschleuderei müsse aufhören, die Branche sollte verstärkt auf clevere Marketing-Strategien setzen. Angesichts der Restrukturierungsprozesse der Hahn Gruppe zeigte er die wesentlichen Erfolgsfaktoren im Handel auf: Durchhaltevermögen, Maßnahmenpläne einhalten, ausreichend Zeit einplanen. Treiber der Veränderungsprozesse müssten die Führungskräfte selbst sein, denn ein motiviertes Team sei die beste Voraussetzung für die Zukunftssicherung des einzelnen Betriebes.

Kundenzufriedenheit als zentrales Vertriebsziel

Dass der traditionelle Vertriebsweg über den Vertragshandel auch eine langfristige Perspektive hat, daran ließ schließlich auch Emmerich Engels, Leiter VW-Vertriebsorganisation Deutschland, keinen Zweifel. Volkswagen will gemeinsam mit dem Handel ein zentrales Vertriebsziel optimieren: die Kundenzufriedenheit. Er ist sich – trotz durchgehend guter Beurteilungen hinsichtlich der Marke und der Produkte – bewusst, dass es auf lange Sicht großen Handlungsbedarf gebe. Und: "Autohäuser mit zufriedenen Kunden sind profitabler." Vor diesem Hintergrund hat die Volkswagen-Vertriebsorganisation eine neue Kampagne "Der Kunde kommt zuerst 2.0" aufgesetzt. Sie soll die Zufriedenheitswerte durch eine "360-Grad-Betrachtung des Autohauses" optimieren. Im Mittelpunkt des Projektes stehe die integrierte Betrachtung von Verkauf und Service. Eine Vielzahl von flankierenden Maßnahmen soll dazu beitragen, das Zufriedenheitsniveau der Volkswagen-Kunden nachhaltig anzuheben. So bietet der Hersteller neben Mystery-Shopping-Initiativen weitergehende Maßnahmenpakete an. So wurde die E-Learning-Plattform inzwischen deutlich ausgebaut und um den Themenkomplex der Kundenzufriedenheit erweitert. Kernelemente sind dabei Best-Practice-Beispiele mit Lösungsansätzen aus der Praxis. Die Händler werden außerdem mit Prozess-Tools, Coaching-Initiativen und händlerindividuellen Hilfestellungen außerhalb der herkömmlichen Vertragsregularien unterstützt. Volkswagen wird davon abgesehen auch weiterhin den Weg gehen, nicht die Kundenzufriedenheit, sondern die Kundengewinnungs- und Loyalisierungsquote auf der Händlerseite zu bonifizieren. Damit soll verhindert werden, dass Zufriedenheitswerte auf fragwürdige Weise zustande kommen. Dies betreffe sowohl „absurde Befragungskriterien“ bei traditionellen Erhebungen zur Kundenzufriedenheit als auch die Möglichkeiten zur Manipulation der Befragungen durch Vertriebsakteure.

Beziehung zur Bank optimieren

Dass ausreichende Händlermargen zur Finanzierung und Kapitalbeschaffung von Autohausunternehmen von essentieller Bedeutung sind, machte schließlich Dr. Guido Schacht von der HypoVereinsbank deutlich: Er machte den Händlern dennoch Mut, denn auch in Zukunft werde der größte Teil des Finanzierungsbedarfs eines Autohauses durch das Engagement der involvierten Banken gedeckt. Dennoch stehe der Automobilhandel vor großen Herausforderungen. Dies betreffe insbesondere die Kreditbereitschaft der Banken, die sich kurz- und mittelfristig nicht erhöhe. Aber gerade mittelständische Autohäuser hätten gute Chancen, ihre Bonität zu optimieren. Dr. Schacht empfiehlt insbesondere, sich nicht von einer Bank abhängig zu machen, die Institute regelmäßig zu informieren sowie Einbrüche und Schwachstellen nicht zu verschweigen. Ein besonderes Hauptaugenmerk sollte dem Autohaus-Rating gelten. Dennoch gehe von Basel III keine unmittelbare Gefahr für den Autohandel aus, denn die Anforderungen sollten auch für Automobilhändler beherrschbar sein: "Es gibt keine Kreditklemme."

IFA-Kongress: Der Automobilgipfel

Die Veranstaltung gehört mit 500 Besuchern aus der gesamten Automobilbranche zu einem der größten Automobilkongresse in Deutschland. Gastgeber Professor Dr. Willi Diez verwies darauf, dass mit dem diesjährigen Kongress auch der Studiengang Automobilwirtschaft am Standort Geislingen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) sein 25-jähriges Bestehen feierte. Begonnen wurde mit 15 Studierenden, heute sind es über 400 junge Menschen, die diesen Studiengang besuchen.

Download der Präsentationen zum IFA-Kongress

 

SchwackeMarkenMonitor 2013

Renditezufriedenheit auf das Niveau von 2008 abgerutscht 

Vor allem die angespannte Ertragssituation beeinträchtigt inzwischen nachhaltig die Zufriedenheit der deutschen Markenhändler in ihrer Beziehung zu Herstellern und Importeuren. Auf das Rekordhoch von 2012 folgt ebenfalls in der Gesamtzufriedenheit ein spürbarer Einbruch, denn die Gesamtzufriedenheit ist von 2,65 auf 2,76 gesunken. Während die Gesamtzufriedenheit das Niveau von 2011 erreicht, ergibt sich 2013 für die Renditezufriedenheit lediglich der Stand von 2008. Die Zufriedenheit mit der Umsatzrendite wird im Gesamtdurchschnitt 2013 nur noch mit der Note 3,5 bewertet. Gründe für den drastischen Rückgang sind nicht zuletzt der wirtschaftliche Druck und die sinkenden Absatzzahlen. Dies zeigen die Ergebnisse der Händlerzufriedenheitsanalyse, die aus dem am 09. April 2013 in Frankfurt vorgestellten "Schwacke MarkenMonitor 2013" hervorgehen.

Insgesamt verlieren nahezu alle Hersteller im Vorjahresvergleich spürbar an Performance. Dennoch ergeben sich in einzelnen Untersuchungsfeldern auch Überraschungen. So überzeugt Volkswagen ihre Händler vor allem bei "Produkt und Marke" (1,67). Die Wolfsburger verbessern sich sogar geringfügig bei der Vertriebspolitik (Note 2,37). Dahinter reihen sich in der Gruppe der deutschen Volumenhersteller Ford (2,72) und Opel (2,81) ein. Gewinner der diesjährigen Analyse sind neben Volkswagen vor allem auch Porsche und Mercedes-Benz, Skoda und Subaru. Dass aber das Autogeschäft stark unter Druck steht, zeigt gerade der Blick auf die Sportwagenschmiede Porsche: Der Hersteller hat zwar wie in der Vergangenheit die zufriedensten Händler (Gesamtnote 2,22). Für die Renditezufriedenheit ergibt sich aber in diesem Jahr nur die Note 3,09 – das ist ein Minus von 0,96 Notenpunkten gegenüber 2012 – also ein "historischer Einbruch“ für das Fabrikat.

Das gemeinsame Forschungsprojekt zum MarkenMonitor von Schwacke und IFA analysiert mittlerweile seit 16 Jahren die Händlerzufriedenheit in fünf Hersteller-/Importeur-Kategorien sowie hinsichtlich der fünf relevanten Beziehungsfelder – von der Zufriedenheit mit der Marke und dem Image über die Einstellungen zur Vertriebspolitik und den Netzstrukturen bis hin zum Aftersales- und Gebrauchtwagengeschäft. Basis der Untersuchungen sind dabei jährlich über 1.000 telefonisch durchgeführte Händlerinterviews. In diesem Jahr oblag die wissenschaftliche Leitung des Forschungsprojektes erstmals dem Vize-Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA), Professor Dr. Stefan Reindl, der die Aufgabe vom Direktor des Instituts, Professor Dr. Willi Diez übernommen hat. Neuerungen der diesjährigen Analyse sind Sonderthemen zum Zusammenhang zwischen der „absoluten“ Händlerrendite und der Renditezufriedenheit, der Kunden- und Händlerperspektive hinsichtlich des Markenimages sowie Auswertungen zum Einsatz der neuen Medien im Automobilvertrieb.

Das AUTOHAUS-Sonderheft zum Schwacke MarkenMonitor ist über www.autohaus.de erhältlich und lag AUTOHAUS 8/2013 bei. Der komplette Ergebnisbericht kann bei der EurotaxSchwacke GmbH bezogen werden: www.schwackepro.de/markenmonitor.  

 

Neue IFA-Studie: Automobilservice 2025

Entwicklungslinien im Servicegeschäft der Zukunft

Nicht zuletzt wegen der rückläufigen Wartungs- und Reparaturintensität der Pkw und Kombi bei einem gleichzeitig eher stagnierenden Fahrzeugbestandsvolumen ist davon auszugehen, dass der Prozess der Neustrukturierung von Vertriebs- und Servicenetzen in der Automobilbranche noch nicht abgeschlossen ist. Die neue IFA-Servicestudie ist deswegen der Frage nachgegangen, wie sich künftig die Beschäftigung, die Umsatzgrößen sowie die Wertschöpfungsstrukturen im Servicemarkt entwickeln werden: 

Die dargelegte Beschäftigungs- und Umsatzentwicklung wird zu tiefen Einschnitten im Kfz-Gewerbe führen. Nach den durchgeführten Berechnungen am Institut für Automobilwirtschaft (IFA) sind bis zum Jahr 2025 zwischen 50.000 und 71.000 Arbeitsplätze in den Werkstätten und Autohäusern bedroht. Die wesentlichen Ursachen der aufgezeigten Entwicklung sind die nach wie vor zunehmende Fahrzeug- und Komponentenqualität, die rückläufige Entwicklung der Fahrleistungen je Pkw oder Kombi sowie das eingeschränkte Wachstum bei den Neuzulassungen.

Zudem werden innerhalb der Studie fünf Szenarien zu den künftigen Wertschöpfungsstrukturen im Servicegeschäft ausgewiesen. Auf Basis der relevanten Veränderungstreiber hat sich gezeigt, dass das Trendszenario „Evolution“ die größte Eintrittswahrscheinlichkeit hat. Es ist gekennzeichnet durch: 

Insgesamt ist den Untersuchungsergebnissen zufolge davon auszugehen, dass markenexklusive Autohausbetriebe mit angeschlossener Werkstatt weiter an Bedeutung verlieren werden. Stattdessen werden Mehrmarken-Autohäuser und -werkstätten im Rahmen von Händlergruppen an Bedeutung hinzugewinnen. Dagegen werden es die „reinen“ freien Werkstätten in Zukunft immer schwerer haben, die steigende Komplexität und neue Technologien zu bewältigen. Auffälligste Veränderung innerhalb des „Evolutionären Szenarios“ ist die Integration neuer Akteure, um den Service für neue Fahrzeugantriebe und die Providerstrukturen für innovative Mobilitätsdienstleistungen umfassend sicherzustellen.

Die Studie mit dem Titel: „Automobilservice 2025 – Entwicklungslinien im Servicegeschäft der Zukunft" ist für 29,90 Euro (zzgl. MwSt und Versand) online im Springer Automotive Shop (Best.-Nr 225013) oder telefonisch unter 089/203043-1500 erhältlich. 

 

IFA-Studie:

Dialogannahme-Management

Das Servicegeschäft – das lange Zeit als sicher geltende Ertragsquelle innerhalb des Geschäftsmodells Autohaus galt – gerät mittlerweile stark unter Druck. Nachdem die Diskussion über das Für und Wider des Systems Dialog-annahme bereits seit mehreren Jahrzehnten in der Branche geführt wird, bietet die IFA-Studie Dialogannahme-Management hierzu erstmals eine Gegenüberstellung der Kunden- und Autohausperspektive und legt die Potenziale für Umsatz- und Ertragssteigerung dieses Auftragsannahmekonzeptes hierdurch dar. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten des Einsatzes – sich immer mehr etablierender – automatisierter Prozesse und externer Dienstleister im Dialogannahme-Konzept untersucht. Zu den zentralen Untersuchungsergebnissen zählen: 

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie basieren auf einer repräsentativen Befragung von knapp 2000 Autofahrern. Zur Analyse der Autohausperspektive wurden neben einer Vielzahl persönlicher Experteninterviews zudem 162 Inhaber und Führungskräfte von Autohausunternehmen mithilfe des IFA-Panels online befragt.  

 

Lifecycle-Management im Autohaus

Realisierung von Umsatz- und Gewinnpotenzialen

Die IFA-Studie ist auf die Identifizierung von Ansätzen zur nachhaltigen Steigerung von Umsatz und Ertrag im Autohaus gerichtet. Auf Grundlage umfangreicher Analysen zur automobilen Wertschöpfung sowie basierend auf einer Verknüpfung mit vorliegenden Daten aus dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes lassen sich fünf Kundengruppen ausweisen und mit relevanten Daten im Hinblick auf das Kauf- und Serviceverhalten beim Automobil konkretisieren. Darüber hinaus weist die Untersuchung eine Reihe von quantitativen Ergebnissen aus:

Aus den Untersuchungsergebnissen lässt sich zusammenfassend eine Vielzahl von Ansatzpunkten für die Ausrichtung künftiger Autohaus-Strategien im Handels- und Servicegeschäft ableiten.

Die Studie „Lifecycle-Management im Autohaus - Realisierung von Umsatz- und Gewinnpotenzialen“ kann für 59,- EUR zzgl. gesetzlicher MwSt. und Versandkosten beim Institut für Automobilwirtschaft (IFA) bestellt werden: www.ifa-info.de 

 

DEKRA/IFA-Studie

Neuwagenverkauf im Internet

Obwohl eher eine Randerscheinung im deutschen Automobilmarkt, sorgt der Neuwagenverkauf via Internet für Aufruhr. Kaum ein Automobilherstel- ler und kaum ein Händler, der nicht über die „Rabattschleuderei“ im Internet klagt und die Ausweitung dieses Vermarktungsmodells fürchtet. Dabei werden gegenwärtig kaum mehr als drei Prozent der Neufahrzeuge in Deutschland über Neuwagenvermittler vertrieben.

Die Aufregung ist dennoch nicht unbegründet, denn natürlich dienen Internetangebote für viele Autokäufer als Referenz für den Kauf beim Händler. Insofern sind die teilweise horrenden Rabatte, mit denen Neuwagen im Internet offeriert werden, sicher mehr als ein Ärgernis für den traditionellen Handel.

In der vorliegenden Studie betrachten wir das Internetgeschäft mit Neu- wagen aus der Perspektive des Vertragshandels: Ist es eine Chance oder ein Risiko? Letztlich lässt sich diese Frage nur betriebswirtschaftlich beantworten und daher haben wir den Versuch unternommen, das Geschäftsmodell Internetvertrieb anhand von Kennzahlen und Daten auf den Prüfstand zu stellen. Letztlich ist es das unternehmerische Kalkül jedes Händlers, ob er diesen Vertriebsweg gehen will oder nicht.

Die Studie "Neuwagenverkauf im Internet - Chance oder Sackgasse für den Automobilhandel?" kann bei der DEKRA Automobil GmbH angefordert werden: www.dekra.de, Tel. 0711 7861 0, Fax 0711 7861

     

Die DEKRA/IFA-Studie wurde am 23. Mai 2013 in Stuttgart und am 24. Mai 2013 in Wien präsentiert und auch diskutiert. 

 

 

Porsche Automotive Campus

 

Mit einem Gastvortrag zum Thema "Der Porsche 918 Spyder - von der Entwicklung bis zum Vertrieb" hat Klaus Zellmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH, den Startschuss für die Semesteraktivitäten im Rahmen des Porsche Automotive Campus (PAC) gegeben. Die Veranstaltung bot zugleich den Rahmen für die Urkundenübergabe an die PAC Stipendiaten des Sommersemesters 2013.

Weitere Informationen unter: www.porsche-automotive-campus.de

 

 

Werkstattportale

 

Das Netz ist für das Gros der Verbraucher die Anlaufstelle schlechthin, wenn es um Informationen geht. Gleichzeitig bildet es einen wichtigen Absatzkanal - in manchen Branchen hat das Geschäft im Internet dem stationären Handel längst den Rang abgelaufen. Dabei sind veränderte Geschäftsmodelle und neue Serviceansätze entstanden. Warum also sollte dies bei der Suche nach einer Werkstatt anders sein? Kfz-Werkstätten werden sich so wenig wie jede andere Branche dem Einfluss des Internets entziehen können. Das verdeutlicht die bereits vollzogene Verschiebung eines großen Teils des Gebrauchtwagenmarktes ins Netz.

AutoScout24 hat die Ausweitung seines Werkstattportals zum Anlass genommen, diese Frage mit relevanten Vertretern der Automobilbranche, Verbrauchervertretern sowie Experten der Internetwirtschaft zu diskutieren. Mit dabei war auch Prof. Dr. Willi Diez. Sein Statement: "Werkstattportale sind nichts für Billigheimer und es ist für Betriebe allerhöchste Zeit, ins Internet zu gehen."

 

 

Porsche Automotive Campus

 

Die Porsche AG und die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) haben am 17. Oktober 2012 in Nürtingen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die Förderung von besonders qualifizierten Studenten vorsieht.

Porsche will künftig eng mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) sowie mit dem in Geislingen ansässigen Institut für Automobilwirtschaft (IFA) zusammenarbeiten. In Letzterem werden praxisorientierte Forschungsarbeiten unterstützt. Der neu eingerichtete "Porsche Automotive Campus" bildet die Plattform für eine umfangreiche und langfristig angelegte Zusammenarbeit.

Weitere Informationen unter: www.porsche-automotive-campus.de

 

Elektromobilität

 

Professor Dr. Willi Diez wurde vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zum Mitglied der Jury für die Auswahl von Modellprojekten im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Elektromobilität Ländlicher Raum“ berufen. Während sich bislang die Diskussion um Elektroautos sehr stark auf Städte und Ballungszentren konzentriert, sollen mit diesem Ideenwettbewerb gezielt Projekte im ländlichen Raum angestoßen werden. Neben Professor Diez gehören dem Gremium auch der Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, Herr Roger Kehle sowie der Geschäftsführer der e-mobil BW GmbH, Franz Loogen an. Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten ihre Förderbescheide Ende April von Minister Alexander Bonde.

 

AGVS-Tagung

 

Hersteller-Händlerbeziehung auf dem Prüfstand

 

Professor Diez referierte bei der Jahrestagung des Schweizer Händlerverbandes AGVS am 17. Januar 2013 in Bern über die Hersteller-Händlerbeziehungen in der Automobilbranche. Dabei beleuchtete er insbesondere jene Faktoren, die die Vertrauensbeziehung zwischen Hersteller- und Händler fördern und jene, die sie belasten. Im Rahmen seines Vortrages plädierte er für eine offene und kritisch-konstruktive Kommunikationskultur zwischen Herstellern und Händlern. Die AGVS-Tagung verzeichnete mit mehr als 500 Teilnehmern in diesem Jahr eine neue Rekordbeteiligung. 

 

Buchbeitrag

Titel: Staat und Innovation - Die politische Steuerung von Innovationen in der Automobilindustrie

Verfasser: Prof. Dr. Willi Diez
Quelle: Gleitsmann, R.-J., Wittmann J. E.: Innovationskulturen um das Automobil von gestern bis morgen - Stuttgarter Tage zur Automobil- und Unternehmensgeschichte 2011, wissenschaftliche Schriftenreihe der Mercedes-Benz Classic Archive, Band 6, 2012, S. 197-204

Soll der Staat die Entwicklung und Anschaffung von Elektroautomobilen finanziell fördern? Die Frage nach der politischen Steuerung von Innovationen hat aktuelle Bezüge. Wohl bei keinem anderen Produkt und keiner anderen Branche werden Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken staatlicher Innovationsförderung so intensiv und leidenschaftlich diskutiert wie beim Auto.

Im vorliegenden Beitrag soll anhand ausgewählter Beispiele dargestellt werden, wo und wie der Staat in der Vergangenheit in den Innovationsprozess der Automobilindustrie eingegriffen hat. Aus diser historischen Analyse lassen sich auch Kriterien für eine sinnvolle, das heißt zielführende staatliche Innovationspolitik in der Zukunft ableiten.

  

IFA-Kongress am 17. Oktober 2012

Mehr als 500 Gäste in Nürtingen:

 

„Evolution oder Revolution: Neue Weichenstellungen in der Automobilwirtschaft“ – dieses Motto stand im Mittelpunkt des IFA-Kongresses „13. Tag der Automobilwirtschaft“ am Mittwoch, 17. Oktober 2012 in Nürtingen.

 

„Wir haben zwei sehr gute Jahre hinter uns. Jetzt wird es wieder ernster!“ Mit diesen Worten begrüßte IFA-Direktor Prof. Dr. Willi Diez über 500 Gäste aus Handel und Industrie. Die Branchensituation skizziert der IFA-Chef wie folgt: „Es herrscht allgemeine Verunsicherung, keiner weiß so recht, wie es weiter geht“. Dennoch, dass in Deutschland bereits von einer Krise gesprochen wird, wenn bei Volkswagen die Wachstumsrate von plus zehn auf plus sechs Prozent zurückgeht, sei nicht plausibel. Seine Prognose für 2013 lautet: „Wir rutschen unter die Drei-Millionengrenze. Aber mir sind ehrliche 2,9 Millionen Neuzulassungen lieber als manipulierte 3,1 Millionen.“ mehr

 

Beste Automobilwerbung des Jahres

 

Professor Diez ist Jurymitglied des Goldenen Werbelenkrads

 

Auch in diesem Jahr wurde wieder das Goldene Werbelenkrad für herausragende Kampagnen automobiler Kommunikation verliehen. Im Vorfeld zur Preisverleihung haben Autohersteller und Agenturen zahlreiche Kampagnen eingesendet. Nachdem im großen Leser-Voting von bild.de, autobild.de und W&V Online entschieden wurde, welche Automobilkampagnen in die Jury-Auswahl kommen, haben elf Experten Anfang Oktober 2012 entschieden, wer der diesjährige Sieger des Goldenen Werbelenkrads sein wird. Neben Jurypräsident Dr. Tonio Kröger, CEO der DDB GmbH, haben unter anderem Ralf Kalmbach, Mitglied der Geschäftsführung von Roland Berger, Prof. Holger Jung, Gründer und Vorstand von Jung von Matt, Dr. Michael Trautmann, Vorstand von thjnk, sowie Prof. Dr. Willi Diez, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA), über die beste Autokampagne des Jahres 2012 entschieden. Der Sieger des Goldenen Werbelenkrads wurde am 07. November 2012 in Berlin bekanntgegeben.

 

 

Grundlagen der Automobilwirtschaft

5. Auflage für ein Standardwerk

Die Automobilbranche steckt mitten in einem rasanten Wandel. Neue Wachstumsmärkte, Elektromobilität, ein neuer Stellenwert des Automobils oder auch die weltweite Schuldenkriese sind hier nur einige der treibenden Einflussfaktoren. Wie muss sich der Automobilhandel auf all diese Entwicklungen einstellen, um erfolgreich zu bleiben? Antworten auf diese Frage geben zwölf Branchenexperten, die an der 5. vollständig überarbeiteten Auflage des Standardwerks "Grundlagen der Automobilwirtschaft" mitgewirkt haben.

Neben  notwendigem Basiswissen werden die wegweisenden aktuellen Branchenentwicklungen aufgezeigt und umfassende Lösungsstrategien angeboten, wie Autohäuser auf diese brisanten Herausforderungen erfolgreich reagieren können. Thematisiert werden unter anderem Entwicklungen wie die Auswirkungen der Schuldenkrise auf die Kreditvergabebereitschaft der Banken, neue Vertriebssysteme, Mobilitätsleistungen oder die Rolle des Internets in Sachen Kundenbeziehungspflege.

Das 404 Seiten starke Buch bietet zum einen erfahrenen Managern und Autohausinhabern innovative Anregungen für ihre individuelle Zukunftsstrategie. Zum anderen erhalten auch Studierende automobilwirtschaftlicher Studiengänge mit diesem Standardwerk eine fundierte Arbeitsgrundlage.

Prof. Dr. Willi Diez, Prof. Dr. Stefan Reindl, Prof. Hannes Brachat (Hrsg.): Grundlagen der Automobilwirtschaft. Das Standardwerk der Automobilbranche. Zu beziehen bei: AUTOHAUS Buch & Formular, Springer Automotive Media, Bestell-Nr. 099. Hardcover, durchgehend farbig gestaltet, 404 Seiten, 5. Auflage 2012. 85 Euro netto (90,95 Euro brutto), direkt bei www.springer-automotive-shop.de.

 

 

Buchveröffentlichung

 

Wo steht die deutsche Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb?

 

In seiner neuesten Buchveröffentlichung nimmt der wissenschaftliche Direktor des IFA-Institutes, Professor Dr. Willi Diez eine umfassende und aktuelle Standortbestimmung der deutschen Automobilindustrie vor. Unter dem Titel „Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie – Herausforderungen und Perspektiven“ analysiert er die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken, die die deutschen Automobilhersteller und der Automobilstandort Deutschland haben. Neben einer aktuellen Bestandsaufnahme der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie stehen auch methodische und konzeptionelle Aspekte der Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt dieses Buches.

Die ausgewählten Indikatoren zur Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit zeigen, dass die deutsche Automobilindustrie trotz der gravierenden strukturellen Veränderungen im Markt und der deutlich gestiegenen Wettbewerbsintensität über eine starke Position im Weltautomobilmarkt verfügt. Trotz dieses positiven Befundes steht die deutsche Automobilindustrie in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. Die weiter voranschreitende Globalisierung erhöht den Druck auf die Beschäftigung am Automobilstandort Deutschland. Weiterhin müssen sich die deutschen Automobilhersteller technologisch und modellpolitisch verstärkt auf Kompaktfahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten ausrichten. Vor allem die asiatischen Hersteller sind den deutschen Automobilproduzenten auf den Fersen.

Zielgruppen der Buchveröffentlichung sind Branchenpraktiker wie auch Studierende in betriebs- und automobilwirtschaftlichen Studiengängen. Das Buch ist im renommierten Oldenbourg Verlag erschienen und seit dem 21. März 2012 im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-486-71398-5; 34,80 Euro).

 

MHP/IFA-Studie zu Car-IT

Auswirkungen von Car-IT auf den Automobilhandel und den Automobilservice

Gegenstand der vorliegenden Studie sind die Auswirkungen des Einsatzes informations- und kommunikationstechnischer Systeme im Fahrzeug auf den Automobilhandel und den Automobilservice.

Dazu werden zunächst innovative Car-IT-Dienste identifiziert und im Hinblick auf ihre Relevanz für das künftige Kundenbeziehungsmanagement bewertet. Ausgehend von den neu auftretenden Akteuren bzw. deren Rollenänderungen werden dann zwei Szenarien im Hinblick auf die künftige Systemführerschaft in der automobilwirtschaftlichen Wertschöpfungskette entwickelt. In einem dritten Schritt werden deren Auswirkungen auf den Automobilhandel und den Automobilservice aufgezeigt. Abschließend werden Handlungsempfehlungen in Richtung der Automobilhersteller zur erfolgreichen Bewältigung der sich aus dem verstärkten Einsatz von Car-IT ergebenden Herausforderungen gegeben.

Die Studie "Auswirkungen von Car-IT auf den Automobilhandel und den Automobilservice" kann für 149.- € zzgl. gesetzlicher MwSt. und Versandkosten beim Institut für Automobilwirtschaft bestellt werden:  Zum IFA-Bestellformular

  

 

Elektromobilität und Service

Auswirkungen der Elektromobilität auf das Servicegeschäft vertragsgebundener Autohäuser

In den letzten Wochen und Monaten wurden zahlreicher Untersuchungen zu den Auswirkungen einer wachsenden Marktpenetration von Elektroautomobilen erstellt und veröffentlich. Erwähnt sei unter anderem die ELAB-Studie, die im Auftrag von Daimler und der IG Metall durchgeführt wurde. Diese wie auch anderen Untersuchungen konzentrieren sich sehr stark auf die Entwicklung und Produktion von Automobilen.

In der vorliegenden Studie werden speziell die Auswirkungen der Elektromobilität auf das Service- und Teilegeschäft beleuchtet. Grundlage bildet eine vergleichende Analyse der Wartungs- und Reparaturumfänge von konventionell angetriebenen Fahrzeugen und reinen, das heißt batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen. Betrachtet werden die Auswirkungen auf Umsatz, Ertrag und Beschäftigung.

Die Studie "Auswirkungen der Elektromobilität auf das Servicegeschäft vertragsgebundener Autohäuser " (Arbeitspapier Nr. 6/2012)kann für 49.- € zzgl. gesetzlicher MwSt. und Versandkosten beim Institut für Automobilwirtschaft bestellt werden:  Zum IFA-Bestellformular

  

 

IFA-Studie zum Lifecycle-Management

Lifecycle-Management – Realisierung von Umsatz- und Gewinnpotenzialen im Autohaus

Obwohl Maßnahmen zur Neukundengewinnung wesentlich aufwändiger sind als Kundenbindungsaktivitäten, vernachlässigen Autohausunternehmen häufig die naheliegende Intensivierung der Kontakte zu Bestandskunden, um zusätzliche Umsatz- und Ertragsquellen zu realisieren. Die vorliegende Studie ist vor dem skizzierten Hintergrund auf die Identifizierung von Ansätzen zur nachhaltigen Steigerung von Umsatz und Ertrag über geeignete Kundenbindungsmaßnahmen im Autohaus gerichtet.

Die Untersuchung weist dazu fünf relevante Kundengruppen für das Handels- und Servicegeschäft von Autohausunternehmen aus. Attraktivste Zielgruppe für Autohäuser sind Kunden mit Premium-Fahrzeugen und einer hohen Gesamtfahrleistung – gefolgt von Kunden der „Generation Plus“, also den älteren Autobesitzern. Die möglichen Umsatzpotenziale p. a. resultieren letztlich aus der Investitionsbereitschaft für Neu- und Gebrauchtwagen, dem Bedarf an Wartungs- und Reparaturleistungen sowie aus den Anschaffungen der Kunden für Zubehörteile.

Würde das einzelne Autohaus den einzelnen Kunden vom ersten bis zum zehnten Fahrzeugjahr lediglich im Aftersales-Geschäft – also im Service- und Zubehörgeschäft sowie bei der Unfallinstandsetzung – umfassend an das Unternehmen binden, könnte bereits im ersten Fahrzeugjahr ein Umsatz von durchschnittlich rund 1.500 € erwirtschaftet werden. Bei preissensiblen Kunden – so genannte Low-Budget-Kunden – läge dieser Wert bei lediglich 680 €, bei marken- und qualitätsorientierten Kunden dem gegenüber bei über 2.300 €. Nicht einbezogen in diese Berechnungen ist das so genannte Referenzpotenzial aus der Weiterempfehlung.

Die Studie "Auswirkungen der Elektromobilität auf das Servicegeschäft vertragsgebundener Autohäuser " (Arbeitspapier Nr. 6/2012)kann für 49.- € zzgl. gesetzlicher MwSt. und Versandkosten beim Institut für Automobilwirtschaft bestellt werden:  Zum IFA-Bestellformular

  

 

CarGarantie-Studie "Junge Autofahrer"

Fachhandel ist erste Wahl beim Gebrauchtwagenkauf

Trotz einer immer stärkeren Nutzung des Internets hat der Automobilhandel weiterhin gute Chancen, junge Menschen als Gebrauchtwagenkunden zu gewinnen. Für immerhin fast die Hälfte der 18- bis 24-Jähringen ist der Automobilhandel erste Wahl beim Kauf eines Gebrauchtwagens. Damit sich der Handel dieses Kundenpotenzial erschließen kann, muss er allerdings auf die spezifischen Anforderungen und Wünsche junger Autofahrer eingehen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue CarGarantie-Studie "Junge Autofahrer - Wie man sie gewinnt und an das Autohaus bindet!", die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen durchgeführt wurde. Die europäische Studie betrachtet die Länder Schweiz, Deutschland und Österreich. Insgesamt wurden über 200 junge Erwachsene zum Thema Gebrauchtwagenkauf detailliert befragt.

Die Studie "Junge Autofahrer - Wie man sie gewinnt und an das Autohaus bindet!" kann bei der CG Car-Garantie Versicherungs Aktiengesellschaft bezogen werden unter:

servicecenter@cargarantie.de, Tel.: +49 761 4548-260; servicecenter@cargarantie.at, Tel.: +43 1 879 1426-265; servicecenter@cargarantie.ch; Tel.: +41 61 42626-26

 

IFA Premium Brand Monitor

Wie viel Wachstum verträgt eine Premiummarke?

Gegenstand der vorliegenden Studie ist die Frage, wie viel Wachstum eine Premiummarke verträgt. Veranlasst wurde sie durch die Ankündigungen zahlreicher Hersteller von Premiumautomobilen, ihren Absatz in den nächsten Jahren deutlich erhöhen zu wollen. Geht damit – so eine häufig gestellte Frage – nicht das exklusive Image von Premiummarken verloren?

Auf Basis einer explorativen Befragung von jungen Akademikern konnte ermittelt werden, dass für 78,6 Prozent der Befragten „Exklusivität“ eine wichtige Anforderung an eine Premiummarke ist. Erstaunlicherweise machen aber nur 32,8 Prozent der Befragten den Exklusivitätscharakter einer Premiummarke an „niedrigen Absatzzahlen“ fest. Wichtigstes Exklusivitäts-Merkmal ist demgegenüber die Art der Kundenbetreuung: 82,1 Prozent der Befragten halten eine „individuelle Kundenbetreuung“ für das wichtigste Merkmal einer exklusiven Automobilmarke. Die individuelle Kundenbetreuung rangiert damit in ihrer Bedeutung für die Exklusivität einer Marke deutlich vor dem Merkmal „Alleinstellung bei technischen Innovationen“. Diese Anforderung wurde nur von 53,2 Prozent der Befragten genannt.

Das Risiko für schnell wachsende Premiummarken liegt also weniger darin, dass eine steigende Verbreitung der Marke zu einem Exklusivitätsverlust führt. Das größere Risiko ist der Verlust einer intensiven und individuellen Kundenbeziehung. Kann diese bei steigenden Absatzzahlen nicht sichergestellt werden, drohen Kundenverluste.

Die Studie "Wie viel Wachstum verträgt eine Premiummarke?" (IFA Premium Brand Monitor 2012) kann für 89.- € zzgl. gesetzlicher MwSt. und Versandkosten beim Institut für Automobilwirtschaft bestellt werden:  Zum IFA-Bestellformular

  

 

Fünfte IFA/DEKRA-Studie

Innovative Mobilitätsdienstleistungen - Chance oder Risiko für den Automobilhandel?

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit innovativen Mobilitätsdienstleistungen und ihrer Bedeutung für den Automobilhandel. Unter innovativen Mobilitätsdienstleistungen werden dabei Angebote verstanden, die auf dem Grundsatz des Auto-Teilens basieren. Dazu zählen neben dem klassischen Carsharing, das private Carsharing, das Carpooling sowie die Mitfahrzentralen. Die für den Automobilhandel sicher größte Relevanz hat das Carsharing, da dieses auf einem relativ komplexen Geschäftsmodell beruht, das auch dem Automobilhandel Chancen für eine aktive Rolle als Wertschöpfungspartner bietet.

Die Studie basiert auf umfangreiche Recherchen und Analysen. Zusätzlich wurden mehrere Experteninterviews von Akteuren im Markt für innovative Mobilitätsdienstleistungen durchgeführt. Sie waren sowohl im Hinblick auf die Einordnung verschiedener Konzepte als auch deren Bewertung sehr hilfreich.

Mit der vorliegenden Untersuchung wird erstmals der Versuch unternommen, die spezifische Rolle des Automobilhandels im Rahmen innovativer Mobilitätskonzepte zu beleuchten. Damit nimmt sie gegenüber anderen Studien zur gleichen Thematik eine neue und zusätzliche Perspektive ein.

Die Studie "Innovative Mobilitätsdienstleistungen - Chance oder Risiko für den Automobilhandel" kann bei der DEKRA Automobil GmbH angefordert werden: www.dekra.de, Tel. 0711 7861 0, Fax 0711 7861

 


Das Institut für Automobilwirt-schaft ist eine wissenschaftliche Einrichtung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.

Im Mittelpunkt steht die branchenorientierte und praxisnahe Forschung für die Automobilindustrie und den Automobilhandel.

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